Wintereinbruch sorgt für hohes Unfallaufkommen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West
PP SCHWABEN SÜD/WEST. Starker Schneefall führte zu über 200 witterungsbedingten Einsätzen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Schwaben Süd/West. Die Bilanz: 15 Verletzte und Sachschäden von mehr als 400.000 Euro.
Polizei Im Dauereinsatz
Der starke Schneefall am vergangenen Donnerstag, insbesondere am Nachmittag und Abend, hat zu einem außergewöhnlich hohen Unfallaufkommen im gesamten Zuständigkeitsbereich des Präsidiums geführt. Zwischen 16:00 Uhr und 22:00 Uhr war die Polizei im Dauereinsatz, um die Verkehrssicherheit trotz schwieriger winterlicher Straßenverhältnisse zu gewährleisten und Verkehrsunfälle aufzunehmen. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte allein am Donnerstag zu mehr als 100 ausschließlich witterungsbedingten Einsätzen ausrücken.
Die Polizei verzeichnete in diesem Zeitraum rund 90 Verkehrsunfälle, die polizeilich aufgenommen wurden. Neben den Verkehrsunfällen wurden zahlreiche Meldungen über glatte Straßen geprüft und die entsprechenden Straßenabschnitte temporär abgesichert. In vielen Fällen erfolgte eine Verständigung des Winterdienstes. Zudem mussten mehrere Fahrzeuge, die aufgrund der Witterung steckengeblieben waren, abgeschleppt werden. Gegen 22:00 Uhr entspannte sich die Lage allmählich.
Winterchaos hält an
Auch am Freitag setzten sich die witterungsbedingten Verkehrsprobleme fort. Bis 13:00 Uhr kam es zu weiteren 60 Verkehrsunfällen.
Die hohe Zahl an Verkehrsunfällen ist vor allem auf die nicht angepasste Geschwindigkeit zahlreicher Verkehrsteilnehmer zurückzuführen. Trotz der klar erkennbaren winterlichen Straßenverhältnisse passten viele Fahrer ihre Geschwindigkeit nicht den Straßenverhältnissen an. Erschwerend kam hinzu, dass einige Unfallverursacher immer noch mit Sommerreifen unterwegs waren.
Hohe Schäden und Verletzte
Während die meisten Unfälle sogenannte Rutschunfälle mit Blechschäden waren, wurden an beiden Tagen insgesamt 14 Personen leicht und eine Person schwer verletzt. Die Schäden sind erheblich. Der Sachschaden belief sich sowohl am Donnerstag ab 16:00 Uhr als auch am Freitag bis 13:00 Uhr jeweils auf über 200.000 Euro.
Die Verkehrsunfälle erstreckten sich über den gesamten Zuständigkeitsbereich des Präsidiums. Ein klarer Schwerpunkt zeichnete sich jedoch im südlichen Teil des Gebiets ab, wo die Schneefälle besonders heftig ausfielen. Die örtlichen Polizeikräfte wurden durch mehrere Streifen des Einsatzzuges sowie der Verkehrspolizei Kempten unterstützt.
Appell an Verkehrsteilnehmer
Die Polizei appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise stets den aktuellen Wetter- und Straßenverhältnissen anzupassen. Besonders bei winterlichen Bedingungen ist ein defensiver Fahrstil erforderlich, der eine angemessene Geschwindigkeit, größere Abstände und ein vorausschauendes Verhalten umfasst.
Die Polizei bedankt sich bei den Winterdiensten und den Rettungskräften für ihre Unterstützung.