08.08.2024, Polizeipräsidium München

Medieninformationen der Polizei München vom 08.08.2024

Inhalt:

1241.   Festnahme nach Brandlegung an einem Briefkasten – Schwanthaler Höhe

1242.   Versuchtes Raubdelikt auf Tankstelle; ein Tatverdächtiger festgenommen – Schwabing

1243.   Körperverletzungsdelikt; mehrere Täter flüchtig – Freimann

1244.   Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; eine Person verletzt – Feldmoching

1245.   Größerer Polizeieinsatz nach unklarer Bedrohungssituation – Bogenhausen

1246.   Organisierter Callcenterbetrug durch falschen Bankmitarbeiter in Verbindung mit falschem Polizeibeamten – Hasenbergl

1247.   Einbruch in ein Geschäft – Haidhausen

1248.   Polizeilicher Schwerpunkteinsatz im Bereich des Bahnhofsviertels


1241.   Festnahme nach Brandlegung an einem Briefkasten – Schwanthaler Höhe

Am Sonntag, 04.08.2024, gegen 02:40 Uhr, beobachtete ein Zeuge eine Person, welche sich in der Hans-Fischer-Straße an einem Briefkasten zu schaffen machte. Bei näherem Hinsehen konnte der Zeuge Feuerschein im Bereich des Briefkastens beobachten. Als er daraufhin die Person ansprach, flüchtete diese.

Der Mitteiler nahm die Verfolgung auf und konnte den Tatverdächtigen festhalten. Die über den Notruf 110 verständigte Polizeistreife konnte den 31-Jährigen mit Wohnsitz in München kontrollieren.

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung durch Brandlegung eingeleitet. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige entlassen.

Das Kommissariat 13 (Branddelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Dabei werden auch Zusammenhänge mit ähnlich gelagerten Fällen überprüft.


1242.   Versuchtes Raubdelikt auf Tankstelle; ein Tatverdächtiger festgenommen – Schwabing 

Am Mittwoch, 07.08.2024, gegen 04:45 Uhr, betrat ein Mann die Geschäftsräume einer Tankstelle in Schwabing. Hierbei zeigte er eine abgebrochene Glasflasche vor, mit der er den Tankstellenmitarbeiter bedrohte, welcher sich hinter dem Tresen befand. Dazu forderte er die Herausgabe von Bargeld.

Der Angestellte schaffte es jedoch sich aus dem Verkaufsraum zurückzuziehen und die Polizei über den Notruf 110 zu verständigen. Während dessen verließ der Täter die Tankstelle.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnte ein 44-jähriger Slowake ohne festen Wohnsitz in Deutschland in einem Linienbus angetroffen und durch Polizeibeamte festgenommen werden.

Der 44-Jährige wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt, wo er dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt wird. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung eingeleitet.

Das Kommissariat 21 (Raubdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1243.   Körperverletzungsdelikt; mehrere Täter flüchtig – Freimann

Am Sonntag, 04.08.2024, zwischen 01:15 Uhr und 02:50 Uhr, verabredete sich ein 20-Jähriger mit Wohnsitz in München über eine Dating-Plattform mit einem ihm bislang Unbekannten. Der bislang Unbekannte gab lediglich seinen Vornamen und sein Alter bekannt. Zuerst würde man sich in der Wohnung des Unbekannten in München Am Hart treffen. Dieses kam nicht zustande und es wurde daraufhin ein Treffen im Wohnheim, in dem der 20-Jährige nächtigt, vereinbart.

Der 20-Jährige wartete nun vor dem Anwesen auf seine Verabredung. Gegen 02:40 Uhr fuhr ein schwarzes Fahrzeug an der nahegelegenen Bushaltestelle „Paul-Hindemith-Allee“ vor. Hier stieg eine männliche Person aus. Diese gab sich gegenüber dem 20-Jährigen als seine Verabredung aus.

Beide waren auf dem Weg zum Zimmer des 20-Jährigen, als die männliche Person vorgab, noch einmal zurück gehen zu wollen. Gemeinsam gingen beide ins Treppenhaus. Im zweiten Obergeschoss seien dann zwei maskierte Personen gestanden, welche mit einer Schreckschusswaffe drohten und den 20-Jährigen aufforderten, er solle jetzt in sein Zimmer gehen. Als dieser sich zur Wehr setzte und ablehnte, wurde er tätlich angegriffen und hinter ihm fiel ein Schuss. Zudem wurde er mit einem harten Gegenstand gegen den Oberkörper geschlagen.

Der 20-Jährige schaffte es aber, sich von den Personen zu entfernen und flüchtete sich zur nahegelegenen Bushaltestelle. Hier wurde er von einer ihm unbekannten männlichen Person angesprochen, welche ihm gegenüber angab, sie würde für ihn die Polizei anrufen.

Die drei Personen aus dem Treppenhaus kamen nun hinzu und stiegen gemeinsam mit dieser Person in den Pkw ein und flüchteten in unbekannte Richtung. Vor Ort befanden sich noch mehrere Zeugen, welche unmittelbar Hilfe anboten. Von diesen wurde auch der Notruf 110 der Polizei verständigt.

Mehrere Streifen der Münchner Polizei wurden zur Einsatzörtlichkeit geschickt und fahndeten nach dem Fahrzeug und den Tätern. Die Fahndung führte nicht zur Festnahme der Täter. Der 20-Jährige wurde durch den Vorfall leicht verletzt. Eine medizinische Versorgung vor Ort war nicht erforderlich. Der 20-Jährige begab sich selbständig zu einem Arzt.

Das Kommissariat 23 (Jugendtypische Gewalttaten) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Nach aktuellen Erkenntnissen können die Täter wie folgt beschrieben werden:

Täter 1:
Männlich, ca. 16-17 Jahre alt, benutzte den Namen „Felix“

Täter 2:
Männlich, ca. 16-17 Jahre alt; war maskiert mit einer schwarzen Sturmhaube, trug ein schwarzes T-Shirt und trug weiße Handschuhe

Täter 3:
Männlich, ca. 16-17 Jahre alt; war maskiert mit einem weißen Pullover, der um den Kopf gewickelt war und trug ein Gucci-Cap

Täter 4:
Männlich, ca. 16-17 Jahre alt, kurze blonde Haare; trug ein hellblaues T-Shirt

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen schwarzen Pkw, vermutlich Audi.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Paul-Hindemith-Allee (Freimann) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise insbesondere zum Fahrzeug und Kennzeichen, geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 23, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1244.   Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; eine Person verletzt – Feldmoching 

Am Mittwoch, 07.08.2024, gegen 15:30 Uhr, parkte ein 33-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem BMW Pkw in einer Wohnsiedlung am rechten Fahrbahnrand. Hinter ihm fuhr ein 71-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Toyota Pkw.

Dieser kollidierte mit dem Heck des geparkten BMW. Dabei kippte das Fahrzeug des 71-Jährigen auf die Seite. Der 71-Jährige erlitt leichte Verletzungen und musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

An den beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Abschleppung der beiden nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge musste die Örtlichkeit für ca. eine Stunde gesperrt werden.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1245.   Größerer Polizeieinsatz nach unklarer Bedrohungssituation – Bogenhausen

Am Mittwoch, 07.08.2024, gegen 09:00 Uhr, wurde der Polizeinotruf 110 über eine herumschreiende und randalierende Frau in einem Mehrfamilienhaus in Bogenhausen informiert. Eine 25-jährige Bewohnerin des Hauses konnte durch ihren Türspion die randalierende Frau beobachten. Dabei erkannte sie in der Hand der Frau einen pistolenähnlichen Gegenstand. Außerdem nahm sie mehrere Klickgeräusche wahr.

Aufgrund dessen wurden mehrere Polizeistreifen zum Einsatzort geschickt. Die Frau konnte in ihrer Wohnung durch Polizeikräfte gesichert werden. Dabei wurde festgestellt, dass sie sich offensichtlich in einer psychischen Ausnahmesituation befand. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurde eine sogenannte Perkussionspistole (typische Piratenpistole) aufgefunden.

Bei der Tatverdächtigen handelte es sich um eine 42-jährige Bewohnerin des Hauses. Sie wurde in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Das Kommissariat 26 übernimmt die weiteren Ermittlungen u.a. wegen Bedrohung, zudem werden Verstöße gegen das Waffengesetz geprüft.


1246.   Organisierter Callcenterbetrug durch falschen Bankmitarbeiter in Verbindung mit falschem Polizeibeamten – Hasenbergl 

Am Freitag, 02.08.2024, gegen 12:00 Uhr, erhielt eine über 80-Jährige mit Wohnsitz in München einen Anruf eines unbekannten Mannes, der sich als Mitarbeiter einer Bank ausgab. Der Anrufer konnte die über 80-Jährige überzeugen, dass zwei Bankmitarbeiter mit falschen Überweisungsscheinen Geld von ihrem Konto abgebucht hätten. Dieses Verhalten hätte der Anrufer erkannt und gestoppt, überzeugte die über 80-Jährige jedoch davon, dass sie einen niedrigen fünfstelligen Betrag abheben und zu ihrer Wohnung bringen sollte.

Nachdem die Seniorin mit dem Geld wieder bei ihrer Wohnung ankam, erfolgte ein weiterer Anruf von einem Mann, der sich als Polizist ausgab und behauptete, bei dem abgehobenen Geld handle sich um Falschgeld. Die über 80-Jährige wurde daraufhin angewiesen, das Geld in eine Tasche zu packen und vor dem Haus abzulegen.

Nachdem sie einige Zeit später den Betrug erkannte, war das Geld jedoch bereits abgeholt worden. Die Seniorin meldete sich einige Tage später bei ihrer Bank und diese verständige wiederum den Polizeinotruf 110.

Das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Thurwieserstraße, Reschreiterstraße und Stabelerstraße (Hasenbergl) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei:
Am Telefon versuchen Betrüger immer wieder ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden, dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben, der sich ebenfalls als Polizist ausgibt. Dazu behaupten die Betrüger beispielsweise, dass Geld- und Wertgegenstände bei ihren Opfern zuhause oder auf der Bank nicht mehr sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.

Beachten Sie vor allem:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

1247.   Einbruch in ein Geschäft – Haidhausen

Im Zeitraum von Dienstag, 06.08.2024, 18:00 Uhr, bis Mittwoch, 07.08.2024, 09:00 Uhr, gelangten ein oder mehrere bislang unbekannte Täter gewaltsam über den Hauptzugang in den Verkaufsraum eines Geschäfts in Haidhausen.

Von dort entwendeten die Täter einen Möbeltresor mit einer niedrigen vierstelligen Bargeldsumme und flüchteten im Anschluss unerkannt.

Das Kommissariat 52 (Einbruchsdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Max-Planck-Straße, Einsteinstraße und Max-Weber-Platz (Haidhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1248.   Polizeilicher Schwerpunkteinsatz im Bereich des Bahnhofsviertels

Aufgrund der Zunahme der Straftaten und Ordnungsstörungen im Münchner Bahnhofsviertel und der steigenden Frequentierung durch soziale Randgruppen, ist dieser Bereich weiterhin im Fokus der Münchner Polizei sowie der gemeinsamen Task Force Hauptbahnhof.

Um dieser Entwicklung nachhaltig zu begegnen, wurde durch das Polizeipräsidium München ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt und umgesetzt. Dazu gehört insbesondere die Steigerung der polizeilichen Präsenz, eine verstärkte Kontrolltätigkeit sowohl in Zivil als auch in Uniform sowie eine stationäre, polizeiliche Videoüberwachung für den Bereich rund um den Neptunbrunnen. 

Als Baustein dieses Maßnahmenpakets wird neben der bereits bestehenden hohen Kontrollfrequenz in der Zeit vom 26.07. bis 25.08.2024 zusätzlich ein Konzepteinsatz im Bahnhofsviertel durchgeführt. Die örtlich zuständigen Polizeiinspektionen werden in diesem Zeitraum durch Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei durchgehend unterstützt.

Darüber hinaus wurde die polizeiliche Videoüberwachung temporär durch zwei weitere mobile Komponenten im Bereich Karl-Stützel-Platz und im Alten Botanischen Garten/ Elisenstraße erweitert.

Durch diese umfangreichen Maßnahmen wird das Sicherheitsgefühl vor Ort positiv gestärkt. Gleichzeitig kann im Fall erkannter Sicherheitsstörungen mit Augenmaß aber auch konsequent eingeschritten werden und so strafbaren oder auch ungebührlichem Verhalten entgegengewirkt werden - erforderlichenfalls unter Einbeziehung weiterer Stellen (z.B. der Landeshauptstadt München).

Herr Polizeipräsident Hampel zum Konzepteinsatz:
„Insbesondere die Kriminalität im Bereich des Alten Botanischen Gartens sowie im südlichen Bereich des Hauptbahnhofs sorgen für eine Verunsicherung der Menschen. Die Münchner Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucher haben einen berechtigten Anspruch darauf, sich zu jeder Tageszeit sorgenfrei und sicher im öffentlichen Raum bewegen zu können. Eine hohe und regelmäßige Kontrolldichte vor Ort hilft uns dabei definitiv weiter. Durch die Unterstützung der Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei gelingt es uns auch, in allen anderen städtischen Bereichen in gewohntem Umfang für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sorgen zu können.“