07.07.2024, Polizeipräsidium München

Medieninformation der Polizei München vom 07.07.2024

1041.   Gefährliche Körperverletzung – Kirchheim

1042.   Verkehrsunfall zwischen zwei PKW; zwei Person verletzt – Ramersdorf

1043.   Alleinsturz einer Radfahrerin; eine Person verletzt – Milbertshofen

1044.   Täterfestnahme nach sexueller Belästigung – Maxvorstadt

1045.   Vollendeter Trickdiebstahl – Schwabing

1046.   Raub eines Portemonnaies – Bogenhausen


1041.   Gefährliche Körperverletzung – Kirchheim

Am Mittwoch, 26.06.2024, befand sich eine Schulklasse einer Grund- und Mittelschule unter Aufsicht zweier Lehrkräfte auf der Landesgartenschau in Kirchheim.

Gegen 13:40 Uhr kam es zu einem Streit zwischen einem 14-jährigen Schüler und einer fünfköpfigen Schülergruppe aus dieser Klasse. Im Verlauf des Streites warf der 14-Jährige einen etwa tennisballgroßen Gegenstand, vermutlich einen Stein, in Richtung der Gruppe. Hierbei traf er einen 13-jährigen Schüler am Kopf, welcher zunächst in einer Münchner Kinderklink behandelt und im Anschluss wieder entlassen wurde.

Da sich der Zustand des 13-Jährigen verschlechterte, wurde er kurz darauf erneut in der Klinik vorstellig und dabei wurde festgestellt, dass er eine als lebensbedrohlich eingestufte Verletzung erlitten hatte. Nach einer Notoperation hat sich der Gesundheitszustand wieder normalisiert.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Polizeiinspektion 27 (Haar) geführt.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Landesgartenschau (Kirchheim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion 27 (Haar) Tel. 089 46 23 05-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


 

1042.   Verkehrsunfall zwischen zwei PKW; zwei Personen verletzt – Ramersdorf

Am Freitag, 05.07.2024, gegen 18:20 Uhr, befuhr eine 29-Jährige mit Wohnsitz in München mit ihrem VW PKW die Chiemgaustraße in Richtung A8. Zur selben Zeit befuhr ein 29-Jähriger aus München mit seinem Audi PKW ebenfalls die Chiemgaustraße in entgegengesetzter Richtung.

Nach derzeitigen polizeilichen Erkenntnissen kam es zu stockendem Verkehr, weshalb die 29-Jährige verbotswidrig über die Fahrstreifenbegrenzung nach links wendete. Aus diesem Grund kam es zu einem Zusammenstoß mit dem PKW des 29-Jährigen. Dieser wurde in der Folge gegen zwei Bäume, die sich am Fahrbahnrand befanden, abgelenkt, während sich der PKW der 29-Jährigen drehte.

Durch den Unfall wurden beide leicht verletzt und mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht werden. Beide Fahrzeuge und die am Rand befindlichen Bäume wurden erheblich und der Fahrbahnbelag leicht beschädigt. Aus diesem Grund mussten die Fahrzeuge von der Unfallstelle aus abgeschleppt werden.

Der Gesamtschaden wird auf einen niedrigen 6-stelligen Wert geschätzt.

Während der Unfallaufnahme kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei führt die weiteren Ermittlungen zum Fall. Im Rahmen dieser wurde festgestellt, dass für die 29-Jährige Fahrerin des VW ein aktuelles Fahrverbot vorliegt und für den Audi des 29-Jährigen kein gültiger Versicherungsschutz besteht. Beide wurden deshalb jeweils angezeigt.


 

1043.   Alleinsturz einer Radfahrerin; eine Person verletzt – Milbertshofen

Am Samstag, 06.07.2024, gegen 00:10 Uhr, befuhr eine 40-Jährige aus München mit ihrem Lastenfahrrad den Radweg der Lerchenauer Straße in Richtung Moosacher Straße. Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen fuhr die 40-Jährige an der Einmündung zur Preußenstraße mit ihrem linken Vorderreifen über eine Bordsteinkante, weshalb das Rad umstürzte und die 40-Jährige mit dem Kopf auf der Fahrbahn aufschlug.

Durch den Sturz verletzte sich die 40-Jährige, die keinen Fahrradhelm trug, schwerer und musste zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus verbracht werden.

Während der Ermittlungen, die die Verkehrspolizei München führt, ergaben sich Anhaltspunkte für eine Alkoholisierung der 40-Jährigen. Aus diesem Grund wurde sie wegen der Trunkenheit im Verkehr angezeigt.

Hinweis der Münchner Verkehrspolizei
Durch das Tragen von Fahrradhelmen können Kopfverletzungen oft vermieden oder zumindest kann das Ausmaß der Verletzungen verringert werden. Obwohl das Tragen von Fahrradhelmen gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, empfiehlt die Münchner Polizei grundsätzlich allen Fahrradfahrenden entsprechende Helme zu tragen.


 

1044.   Täterfestnahme nach sexueller Belästigung – Maxvorstadt

Am Freitag, 05.07.2024, gegen 22:00 Uhr, befanden sich zwei 17-Jährige aus dem oberbayerischen Landkreis Freising auf einem E-Scooter und wollten damit den Alten Botanischen Garten durchqueren. Dabei stellte sich eine unbekannte Personengruppe auf die Fahrbahn und versperrte den Weg.

Während die beiden 17-Jährigen durch die Gruppe durchfuhren, wurde erstere durch einen unbekannten Täter mit der Hand auf das Gesäß geschlagen und bei zweitere durch einen weiteren unbekannten Täter versucht, das Handy zu entwenden.

Nachdem sich die Beiden entfernt hatten, verständigten sie den Kommunalen Außendienst (KAD) der die Polizei informierte. Während einer sofort durchgeführten Fahndung im Alten Botanischen Garten konnten die beiden unbekannten Täter im Bereich der Tischtennisplatten festgenommen werden. Es handelt sich bei ihnen um einen 17-Jährigen mit afghanischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland und einen 22-Jährigen aus dem oberbayerischen Landkreis Freising.

Der 17-Jährige wurde wegen der sexuellen Belästigung angezeigt und der 22-Jährige wegen des versuchten Diebstahls. Nach Beendigung der Anzeigenaufnahme konnten die Beiden entlassen werden. Die beiden 17-Jährigen Mädchen wurden an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Kriminalpolizei München - Kommissariat 15 (Sexualdelikte) und Kommissariat 21 (Raubdelikte) - haben die Ermittlungen aufgenommen.


 

1045.   Vollendeter Trickdiebstahl – Schwabing

Am Freitag, 05.07.2024, gegen 13:20 Uhr, klingelten zwei unbekannte Frauen an der Wohnungstür eines über 80-jährigen Münchners. Nachdem dieser die Tür öffnete, begaben sich die beiden unbekannten Täterinnen ungefragt in die Wohnung. Aus diesem Grund wurde die Ehefrau des über 80-Jährigen, eine 80-Jährige aus München, auf die beiden unbekannten Täterinnen aufmerksam.

Eine der Beiden ging daraufhin auf die 80-Jährige zu, breitete ein Tuch vor ihr aus und gab an, einer Nachbarin eine Nachricht und einen Blumenstrauß schenken zu wollen. Diesen Blumenstrauß präsentierte die unbekannte Täterin zusammen mit dem ausgebreiteten Tuch.

Daraufhin forderte die 80-Jährige beide Damen auf, die Wohnung zu umgehend zu verlassen, was diese im Anschluss auch taten. Nachdem beide die Wohnung verlassen hatten, kontaktierte die 80-Jährige den Polizeinotruf 110. Bei Eintreffen der ersten Polizeibeamten fiel der 80-Jährigen auf, dass eine Schmucktruhe aus dem Schlafzimmer fehlte. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung nach den beiden unbekannten Täterinnen verlief negativ. Der Wert des erlangten Guts liegt bei mehreren Tausend Euro.

Die weiteren Ermittlungen zum Fall führt das Fachkommissariat 55 (Trickdiebstahl)

Die Täterinnen wurden wie folgt beschrieben:
UBT 1:

Weiblich, ca. 35 Jahre alt, ca. 1,65m groß, schlank, mittelblonde Haare, osteuropäisches Aussehen, führte Blumenstrauß und Tuch mit sich

UBT 2:
Weiblich, ca. 35 Jahre alt, ca. 1,65m groß, kräftig, mittelblonde Haare, osteuropäisches Aussehen

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Leopoldstraße, Tristanstraße, Isoldenstraße und Heckscherstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen. Denken immer daran eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit.


 

1046.   Raub einer Portemonnaies – Bogenhausen

Am Donnerstag, 04.07.2024, gegen 23:30 Uhr, parkte eine 63-Jährige aus München mit ihrem PKW in der Sammeltiefgarage ihres Wohnanwesens ein. Nachdem die 63-Jährige ihr Fahrzeug verlassen hatte, traten unvermittelt zwei vermummte männliche Personen an sie heran und forderten Bargeld.

Die 63-Jährige gab zunächst an, kein Geld bei sich zu haben, worauf einer der beiden unbekannten Täter ein Messer zog und die Geldforderung wiederholte. Daraufhin holte die 63-Jährige ihr Portemonnaie aus der Handtasche, woraufhin ihr dieses aus der Hand gerissen wurde. Im Anschluss flüchteten die beiden unbekannten Täter unter Mitnahme der Tatbeute fußläufig aus der Tiefgarage in unbekannte Richtung.

Daraufhin verständigte die 63-Jährige den Polizeinotruf 110, weshalb umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet wurden. Im Rahmen dieser kam es zu Fahrzeugkontrollen, wobei sich etwaige Belege für eine Tatbeteiligung etwaiger Insassen der Fahrzeuge nicht ergaben.

Das Kommissariat 21 (Raubdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.