Pressebericht Bayerischer Untermain vom 20.09.2024
Seniorenheim in Brand geraten - Kriminalpolizei ermittelt
ASCHAFFENBURG / INNENSTADT. Der Brand eines Seniorenheimes hat am Donnerstagabend für einem Großeinsatz von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr gesorgt. Es entstand ein hoher Sachschaden. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat noch vor Ort die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
Gegen 18:00 Uhr ist die Mitteilung über den Brand in der Goldbacher Straße bei der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst eingegangen. Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden waren schnell mit starken Kräften vor Ort. Bei deren Eintreffen drangen bereits dichte Rauchschwaden aus den Fenstern des Obergeschosses. Das Feuer konnte durch die Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.
Eine zum Zeitpunkt des Brandausbruchs anwesende 93-jährige Bewohnerin wurde durch die starke Rauchentwicklung schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Drei weitere Bewohner erlitten ebenfalls Rauchgasintoxikationen und wurden leicht verletzt.
Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat noch vor Ort die Ermittlungen zur Brandentstehung übernommen und auch am Folgetag fortgeführt. Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach ist das Feuer in der Küche ausgebrochen.
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Nachtrag vom 30.09.2024
Die bei dem Brand am 19. September schwer verletzte 93-Jährige ist am vergangenen Freitag im Krankenhaus verstorben. Der Brand ist nach derzeitigem Stand der Ermittlungen in der Küche auf einer eingeschalteten Herdplatte ausgebrochen.
Betrügerische WhatsApp-Nachricht - Rentner überweist vierstelligen Betrag - Die Polizei warnt
KARLSTEIN A. MAIN, LKR. ASCHAFFENBURG. Nach dem Erhalt einer betrügerischen WhatsApp-Nachricht hat eine Rentner am Mittwoch einen hohen vierstelligen Betrag auf fremde Konten überwiesen. Die unterfränkische Polizei nimmt den Fall zum Anlass, erneut vor der weitverbreiteten Betrugsmasche zu warnen.
Angebliche Tochter bittet um Überweisung für Rechnung
Im vorliegenden Fall hatte sich der oder die Absender der WhatsApp-Nachricht als Tochter des Mannes ausgegeben und den Rentner um die Überweisung für eine Rechnung gebeten. Der Geschädigte ahnte nicht, dass er Betrügern aufgesessen war und überwies das Geld. Hierdurch entstand ihm ein finanzieller Schaden im hohen vierstelligen Bereich.
Wie funktioniert die Betrugsmasche via WhatsApp generell?
Bei entsprechenden Betrugsfällen erhalten potenzielle Betrugsopfer eine SMS von einer ihnen unbekannten Nummer. In der Nachricht schreiben die Täter dann beispielsweise: "Hallo Mama, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer. Bitte melde dich via WhatsApp-Nachricht." Sobald das Opfer auf die Nachricht reagiert wird analog dem bekannten „Enkeltrick“ per Telefon eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, es müsste dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werden. Meist werden hier mehrere tausend Euro gefordert.
Im weiteren Nachrichtenverlauf wird die Geldforderung darüber begründet, dass ja das eigene Handy kaputt sei und deswegen keine Online-Überweisungen getätigt werden könnten. Es stünde aber eine dringende Rechnung aus, die unbedingt und dringend beglichen werden müsse. Das Geld würde selbstverständlich baldmöglichst wieder zurückbezahlt werden.
Zu bemerken ist, dass die Betrüger bei der Gesprächsführung auch per Textnachricht äußerst geschickt vorgehen und bei ihren Opfern gezielt Druck aufbauen. Die Masche erscheint so zunächst glaubhaft und führt zur Überweisung des geforderten Geldbetrags.
Die Polizei Unterfranken warnt alle Bürgerinnen und Bürger vor dieser Betrugsmasche:
- Wer solche Nachrichten von vermeintlichen Familienmitgliedern oder nahestehenden Menschen erhält, sollte nicht darauf antworten. Den Tätern wird hierdurch bestätigt, dass der angeschriebene Telefonkontakt tatsächlich existiert.
- Unter keinen Umständen sollte man Geld an ein Bankkonto überweisen - egal ob im In- oder Ausland.
- Versuchen Sie, dieses oder auch andere Familienmitglieder telefonisch über die bislang bekannte Nummer zu kontaktieren und zunächst über den Sachverhalt zu sprechen.
- Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, sollte der Chatverlauf nicht gelöscht und die Polizei verständigt werden.
Versuchter Einbruch in Firmengebäude - Tatverdächtiger festgenommen
DORFPROZELTEN, LKR. MILTENBERG. Nach einem versuchten Einbruch in eine Metallfirma am späten Donnerstagabend konnte im Rahmen der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen ein 40-Jähriger vorläufig festgenommen werden. Dieser wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Gegen 21:15 Uhr ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken die Mitteilung über einen Einbruch in eine Metallfirma in der Industriestraße ein. Mehrere Streifen der Miltenberger Polizei und umliegender Dienststellen - auch aus dem benachbarten Baden-Württemberg - begaben sich umgehend in den Bereich des Tatorts und fahndeten nach den flüchtigen Tätern.
Im Zuge der Fahndung konnte auf der B469 ein Pkw mit rumänischer Zulassung kontrolliert werden. In diesem befand sich ein 40-jähriger Mann. Im Zuge der weiteren Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann an dem versuchten Einbruch beteiligt war. Dieser wurde daraufhin vorläufig festgenommen.
Er verbrachte die Nacht in der Haftzelle der Polizei. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde er am Folgetag nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen gegen den Mann laufen weiter.
Weitere Zeugenaufrufe
Polizeiinspektion Aschaffenburg
ASCHAFFENBURG / DAMM. Zwischen Dienstag, 09:00 Uhr, und Mittwoch, 09:00 Uhr, hat ein Unbekannter in einem Mehrfamilienhaus in der Glattbacher Straße ein Kellerabteil aufgebrochen und eine Getränkeflasche entwendet.
ASCHAFFENBURG / INNENSTADT. Auf dem BayWa-Parkplatz in der Goldbacher Straße beschädigte ein Unbekannter mit seinem gelben Kleinwagen einen geparkten Passat. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag um 14:30 Uhr.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-2230 entgegen.
Polizeiinspektion Alzenau
ALZENAU, LKR. ASCHAFFENBURG. Zwischen Sonntag, 12:00 Uhr, und Dienstag, 16:00 Uhr, wurden an einem Daimler-Benz in der Kahler Straße in alle vier Reifen Nägel gesteckt.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Alzenau unter Tel. 06023/944-0 entgegen.