14.09.2024, Polizeipräsidium Oberbayern Süd

LENGGRIES / LANDKREIS BAD TÖLZ-WOLFRATSHAUSEN. Am Nachmittag des 13. September kam es bei Lenggries im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vermehrt zu sogenannten „Schockanrufen“. Ein 84-Jähriger bemerkte die Betrugsmasche und verständigte seinerseits selbst den polizeilichen Notruf. Im Rahmen der kriminaltaktischen und polizeilichen Fahndungsmaßnahmen konnte schließlich ein tatverdächtiger Abholer ausgemacht und festgenommen werden. Der dringend tatverdächtige 45-jährige serbische Staatsangehörige sitzt nun in Haft.

Am Nachmittag des 13. September 2024, gegen 15.30 Uhr, wurde bei Lenggries im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ein 84-Jähriger Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Der Herr hatte einen Anruf erhalten, dass seine Tochter einen Unfall gehabt hätte, sie nun in Untersuchungshaft säße, aber nach Leistung einer Kaution in Form von Bargeld oder anderen Wertgegenständen entlassen werden könne. Der Geschädigte erkannte seinerseits den Betrugsversuch und verständigte den polizeilichen Notruf.

Sofort eingeleitete kriminaltaktische und operative Maßnahmen führten, mit Hilfe des Geschädigten, der die Betrüger weiter am Telefon hielt, schließlich zur Festnahme des sogenannten Geldabholers, eines 45-jährigen serbischen Staatsangehörigen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München II wurde dieser nach richterlichem Erlass eines Untersuchungshaftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern an.

Die Polizei warnt weiterhin eindringlich und gibt Verhaltenstipps:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen, z. B. zu einem Einbruch in der Nähe oder einer Kaution, die unbedingt zu bezahlen ist!
  • Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! Legen Sie einfach auf!
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über ihr Hab und Gut, Ihr Bargeld und Ihre Wertgegenstände! Legen Sie einfach auf!
  • Lassen Sie niemanden in die Wohnung, der sehen will, wo Sie Geld oder Schmuck aufbewahren!
  • Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Drücken Sie KEINE Wahlwiederholung. Legen Sie auf und wählen Sie dann den Notruf 110!
  • Erstatten Sie immer, auch im Versuchsfall, Anzeige bei Ihrer Polizeiinspektion!
  • Insbesondere die Jüngeren werden ausdrücklich gebeten: sprechen Sie offen über die perfiden Maschen der Telefonbetrüger und sensibilisieren Sie so Ihre nahestehenden Verwandten und Bekannten, die Opfer solcher hinterhältigen Anrufe werden könnten!

Polizeipräsidium 
Oberbayern Süd

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