Polizei informiert über Fahndungserfolg bei Friedhofsdiebstählen
AMBERG/WIESAU/VOHENSTRAUß. Seit dem Frühjahr gab es in der Oberpfalz drei Fälle von Buntmetalldiebstählen von den Friedhöfen aus Amberg, Wiesau und Vohenstrauß. Im Zusammenwirken mehrerer Polizeidienststellen konnte nun ein erster Erfolg vermeldet werden. Ein Tatverdächtiger ist seit Mitte September in Untersuchungshaft und muss sich mit anderen Personen u.a. wegen schweren Bandendiebstahls verantworten. Bei einem Pressegespräch am 17. Dezember informierte die Polizei über den Stand der Ermittlungen.
Im März, August und September wurden die Friedhöfe von Vohenstrauß, Amberg und Wiesau von Dieben angegangenen und Grabschmuck entwendet. Mit Unterstützung der Bevölkerung, Kontrollarbeit der Fahndungsdienststellen und Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizeiinspektionen Amberg und Weiden i.d.OPf. und der Polizeiinspektion Vohenstrauß konnte inzwischen ein erster Tatverdächtiger festgenommen werden.
Bei einer Schleierfahndungskontrolle der Verkehrspolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. konnten Mitte September mehrere Personen angetroffen werden, die im Verdacht stehen Buntmetall gestohlen zu haben. Erst während die Kontrolle lief kam auf, dass im nahegelegenen Wiesau der Friedhof angegangen wurde und die Personen rumänischer Staatsangehörigkeit im Zusammenhang damit stehen könnten. Gegen einen 36-Jährigen konnte zwischenzeitlich Untersuchungshaft angeordnet werden. Dieser steht aufgrund der aktuellen Ermittlungsergebnisse im Verdacht, bei den Friedhofsdiebstählen beteiligt gewesen zu sein. Die sachleitende Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. hatte den Untersuchungshaftbefehl beantragt und es wird beabsichtigt, dass diese in allen drei Fällen die Leitung der Ermittlungen bei sich zusammen führt.
Beim Pressegespräch der beteiligten Dienststellen schilderte PHK Klaus Schuster der Polizeiinspektion Tirschenreuth ergriffen von der Herausgabe sichergestellten Grabschmucks. Die Geschädigten in Wiesau waren zwar erfreut über den wiedererlangten Grabschmuck, aber immer noch erschüttert über das rücksichtslose und pietätlose Verhalten auf den Ruhestätten.
Kriminaloberrat Schieder bedankte sich als Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf. nochmals für die professionelle und bereichsübergreifende Zusammenarbeit aller Sparten der Oberpfälzer Polizei. „In diesem Fall wurde das polizeiliche Fachrepertoire an Kontroll-, Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen umfänglich ausgeschöpft“, so Schieder abschließend zu den eingeladenen Medienvertretern.