Medieninformation der Polizei München vom 13.11.2024
1809. Aktuelle Präventionsaktionen zum Thema ‘Callcenterbetrug‘
1810. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf; Festnahme eines Tatverdächtigen – Freimann
1811. Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Nymphenburg
1812. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Neuhausen
1813. Einbruch in Wohnung – Maxvorstadt
1814. Versuchtes Raubdelikt; Festnahme eines Tatverdächtigen – Freimann
1815. Pkw mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit – Au-Haidhausen
1816. Terminhinweis: Präventionsaktion mit Infostand zum Schwerpunkt „Schutz vor Einbruch“ – Altstadt
1809. Aktuelle Präventionsaktionen zum Thema ‘Callcenterbetrug‘
Betrugsmaschen wie falsche Polizeibeamte, der Enkeltrick, Schockanrufe oder betrügerische Nachrichten über Messenger-Dienste sind weiterhin eine erhebliche Gefahr für Bürgerinnen und Bürger. Die Täter agieren dabei äußerst skrupellos und anpassungsfähig. Im Bereich des Polizeipräsidiums München wird aktuell ein enormer Anstieg in diesem Deliktsbereich verzeichnet.
Deswegen intensiviert die Münchner Polizei die Präventionsmaßnahmen und startete am Samstag, 09.11.2024, eine Aufklärungskampagne auf den Anzeigetafeln in den U- und S-Bahn-Bereichen. Hier werden digitale Hinweise eingeblendet, die Fahrgäste über die Betrugsmaschen aufklären und konkrete Verhaltenshinweise vermitteln. Zusätzlich verstärkt die Münchner Polizei ihre Präventionsbotschaften über ihre eigenen Social-Media-Kanäle. Außerdem wurde eine breit anlegte Plakataktion organisiert.
Auch findet eine weitere Aufführung des Präventionstheaters „Replay“ mit dem Thema „Callcenterbetrug“ am Mittwoch, 13.11.2024 statt.
Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Ganz egal, welche Geschichte am Telefon erzählt wird, jeder sollte sich folgende Tipps zu Herzen nehmen:
• Legen Sie auf, sobald Ihr Gesprächs- oder Chatpartner Geld fordert.
• Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen.
• Geben Sie keine privaten Daten zu finanziellen Verhältnissen preis.
• Erklären Sie niemandem, wo Sie Geld oder Wertgegenstände (z. B. Schmuck) aufbewahren.
• Übergeben und überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen oder Konten.
• Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertgegenstände von Ihnen.
• Die Rufnummer 110 erscheint bei der Polizei niemals im Display.
Sollten Sie Zweifel an der Echtheit des Telefonats haben, legen Sie auf und verständigen Sie umgehend den Polizeinotruf 110.
Weitere Informationen finden Sie hier:
https://www.polizei.bayern.de/wir-ueber-uns/organisation/dienststellen/0900800000000.html
1810. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf Festnahme eines Tatverdächtigen – Freimann
Am Montag, 11.11.2024, gegen 17:00 Uhr, wurde eine 77-Jährige mit Wohnsitz in München auf ihrer Festnetznummer von einem unbekannten Anrufer kontaktiert, welcher sich als Polizeibeamter ausgab. Er gab an, dass eine Familienangehörige der 77-Jährigen einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, durch den eine Frau schwer verletzt wurde.
Die 77-Jährige erkannte die Betrugsmasche, indem sie während des Telefonats mit ihrem Mobiltelefon die tatsächliche Familienangehörige anrief. Diese verständigte wiederum den Notruf der Polizei. Über die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München wurden unverzüglich zivile Polizeibeamte zur Wohnung der 77-Jährigen geschickt.
Im weiteren Verlauf forderte der Anrufer die Bezahlung einer Kaution in Höhe von mehreren Zehntausend Euro, um eine Haftstrafe der Familienangehörigen abwenden zu können. Nachdem ein Übergabeort vereinbart wurde, begab sich die Seniorin dorthin.
Die eingesetzten Polizeibeamten stellten an der Örtlichkeit zunächst einen 26-Jährigen mit tschechischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland fest. Sie vernahmen wie er als Abholer fungierend Ausschau nach der 77-Jährigen hielt und diese im weiteren Verlauf auch ansprach. Der 26-Jährige konnte schließlich durch die Polizeibeamten vor Ort festgenommen und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt werden. Er wurde am Dienstag, 12.11.2024 dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ.
Das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1811. Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Nymphenburg
Am Montag, 04.11.2024, gegen 15:30 Uhr, erhielt ein 80-Jähriger mit Wohnsitz in München auf seiner Festnetznummer einen Anruf einer bislang unbekannten männlichen Person. Der Mann gab sich als Polizeibeamter aus und informierte über vermeintliche Einbrüche in der unmittelbaren Nachbarschaft. Ferner gab er an, dass bereits mehrere Täter festgenommen werden konnten, wobei bei einem ein Notizbuch aufgefunden wurde, in welchem der 80-Jährige als potentielles Einbruchsopfer stehen würde. Der Anrufer teilte mit, dass er sich am darauffolgenden Tag nochmals bei dem 80-Jährigen melden würde und beendete das Gespräch.
Am Dienstag, 05.11.2024, erfolgte gegen 10:15 Uhr der angekündigte Anruf des vermeintlichen Polizeibeamten. Dieser teilte nun mit, dass ein Mitarbeiter der Bankfiliale des 80-Jährigen in die Einbruchsserie involviert sei. Aus diesem Grund soll der Senior das gesamte Geld von seinem Bankkonto abheben und mit nach Hause nehmen. Der 80-Jährige erkannte die Betrugsmasche, ging jedoch zum Schein darauf ein und gab an, Bargeld und Wertgegenstände zu Hause zu haben. Nach Beendigung des Gesprächs erstattete der 80-Jährige Anzeige bei einer Münchner Polizeiinspektion.
Am Samstag, 09.11.2024, gegen 00:00 Uhr, erhielt der 80-Jährige erneut einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten, welcher mitteilte, dass die erwähnten Wertgegenstände und das Bargeld abgeholt werden würden.
Der 80-Jährige informierte über den Notruf die Polizei und Einsatzkräfte begaben sich unverzüglich zur Wohnanschrift. Während das Telefonat weiterlief, konnten die Polizeibeamten zwei männliche Personen feststellen, welche als Abholer fungierten.
Die beiden Tatverdächtigen, ein 25-Jähriger und ein 22-Jährige (beide mit Wohnsitz in Hessen) wurden an der Örtlichkeit festgenommen und im weiteren Verlauf der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Der Ermittlungsrichter erließ am selben Tag Haftbefehle gegen beide Personen.
Das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1812. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Neuhausen
Am Dienstag, 12.11.2024, gegen 17:40 Uhr, erhielt ein über 80-Jähriger mit Wohnsitz in München einen Anruf von einer ihm unbekannten weiblichen Person. Diese gab sich als Polizeibeamtin aus und behauptete, dass die Tochter des über 80-Jährigen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Zur Vermeidung der Haft müsse eine Kaution gestellt werden.
Der über 80-Jährige gab auf Nachfrage an, einen Bargeldbetrag von mehreren Tausend Euro und mehrere Goldmünzen zu Hause zu haben. Daraufhin wurde er mit einem angeblichen Staatsanwalt verbunden, der ihn aufforderte die Wertgegenstände zu einer Staatskasse zu bringen. Da der über 80-Jährige nicht gut zu Fuß ist, wurde ihm seitens des angeblichen Staatsanwaltes angeboten, eine Abholerin für die Wertgegenstände zu schicken. Dieser übergab der über 80-Jährige schließlich die Wertgegenstände im Gesamtwert von mehreren Zehntausend Euro.
Nach ca. 30 Minuten rief der über 80-Jährige einen Angehörigen an, um ihm von dem Unfall der Tochter zu erzählen. Hierbei wurde der Betrug bemerkt und der Polizeinotruf 110 verständigt.
Das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben:
Weiblich, ca. 28 Jahre alt, ca. 170 cm groß
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Arnulfstraße, Kehlheimer Straße und Richelstraße (Neuhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1813. Einbruch in Wohnung – Maxvorstadt
Am Dienstag, 12.11.2024, zwischen 11:45 Uhr und 13:00 Uhr, verschaffte sich ein oder mehrere bislang unbekannte Täter gewaltsam über die Wohnungstür Zutritt in die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.
In dieser wurden daraufhin mehrere Zimmer durchsucht und Bargeld entwendet. Anschließend wurde die Wohnung über den Betretungsweg wieder verlassen und sie flüchteten in unbekannte Richtung.
Als der Wohnungsinhaber in seine Wohnung zurückkehrte und den Einbruch bemerkte, verständigte er den Polizeinotruf 110. Vor Ort wurden umfangreich Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.
Das Kommissariat 53 (Einbruchsdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Erzgießereistraße, Loristraße, Lindwurmstraße und Nymphenburger Straße (Neuhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1814. Versuchtes Raubdelikt; Festnahme eines Tatverdächtigen – Freimann
Am Montag, 11.11.2024, gegen 15:00 Uhr, betrat ein zunächst unbekannter Täter den Eingangsbereich eines Geschäfts.
Anschließend bedrohte er eine 38-jährige Angestellte mit Wohnsitz in München, die sich zu diesem Zeitpunkt alleine in den Verkaufsräumen befand, indem er ihr ein Messer vorhielt. Als der Täter der Angestellten zu verstehen gab, dass es sich um einen Überfall handelte, flüchtete sie in den hinteren Angestelltenbereich des Geschäfts. Ein 26-jähriger Mitarbeiter, mit Wohnsitz in München, kam daraufhin seiner Kollegin zu Hilfe. Der unbekannte Täter bedrohte daraufhin auch den 26-Jährigen mit dem Messer und forderte die Herausgabe von Wertgegenständen.
Der 26-Jährige ging auf die Forderung des Täters nicht ein und forderte ihn wiederum auf den Laden zu verlassen. Nachdem zwischenzeitlich weitere Mitarbeiter auf das Geschehen im Verkaufsraum aufmerksam wurden und den Alarmknopf betätigt hatten, ließ der Täter von seinem Vorhaben ab und flüchtete ohne Beute in unbekannte Richtung.
Nach der Verständigung der Polizei wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, welche jedoch vorerst nicht zur Ergreifung des Tatverdächtigen führten.
Am selben Tag, gegen 18:00 Uhr, war der Tatverdächtige mit einem Pkw im Bereich Orleansplatz unterwegs und machte eine Polizeistreife von sich aus auf sich aufmerksam. Laut eigenen Angaben gab er sich aufgrund des hohen Fahndungsdrucks als Tatverdächtiger des vorangegangenen Überfalls zu erkennen und übergab auch die Tatwaffe, welche er immer noch bei sich führte.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 20-Jährigen, mit Wohnsitz in Landkreis Freising. Er wurde nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Das Kommissariat 21 (Raubdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1815. Pkw mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit – Au-Haidhausen
Am Montag, 11.11.2024, gegen 18:30 Uhr, führten Beamte der Münchner Polizei eine Geschwindigkeitsmessung im Bereich der Orleansstraße durch.
Hierbei wurde ein SYM Leichtkraftrad mit einer Geschwindigkeit von 72 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen.
Der Fahrer des Fahrzeuges, ein 43-Jähriger mit Wohnsitz in München wurde in der Folge angehalten. Eine Überprüfung des Fahrers ergab, dass dieser nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Der 43-Jährige wurde demnach auch des Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Hinweis:
Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit getöteten und schwerverletzten Verkehrsteilnehmern darstellt.
1816. Terminhinweis: Präventionsaktion mit Infostand zum Schwerpunkt „Schutz vor Einbruch“ – Altstadt
Am Freitag, 15.11.2024, in der Zeit von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr, betreibt die Polizeiinspektion 11 (Altstadt) gemeinsam mit dem Kommissariat 105 (Prävention) einen Informationsstand auf dem Viktualienmarkt. Der Stand befindet sich in der Verlängerung des Rosentals in Richtung Maibaum auf dem Viktualienmarkt. Ganz in der Nähe des Karl-Valentin-Brunnens.
Die Kontaktbeamten der Polizeiinspektion 11 stehen hier gemeinsam mit dem „Rollenden Sicherheitsberater“ (RoSi) des Kommissariats 105 und informieren schwerpunktmäßig über das Thema Einbruchskriminalität und den Schutz davor. Neben dem Einbruchschutz beraten die Kolleginnen und Kollegen auch rund um das Thema Enkeltrickbetrug und gegen Tipps zu Verhaltensweisen in verschiedenen Situationen. Selbstverständlich können Sie sich auch mit anderen Fragen an die Kolleginnen und Kollegen vor Ort wenden.
Sprechen Sie unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort an und informieren Sie sich. Neben den beiden genannten Dienststellen werden auch die Polizeireiter den Infostand im Rahmen ihrer Streifentätigkeit auf dem Viktualienmarkt kurzzeitig besuchen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.