07.11.2024, Polizeipräsidium München

Medieninformation der Polizei München vom 07.11.2024

1778.   Verkehrsunfall zwischen Pkw und Fahrrad; eine Person verletzt – Lehel

1779.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung – Freimann

1780.   Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Sendling

1781.   Einbruch in ein Einfamilienhaus – Pullach

1782.   Einbruch in Gaststätte – Giesing

1783.   Zwei Baustelleneinbrüche geklärt; Tatverdächtiger ermittelt – Aubing und Schwabing

1784.   Polizeiliche Einsatzbilanz zum Champions League Spiel vom 06.11.2024


1778.   Verkehrsunfall zwischen Pkw und Fahrrad; eine Person verletzt – Lehel

Am Mittwoch, 06.11.2024, gegen 18:40 Uhr, fuhr ein 48-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Fahrrad auf der Widenmayerstraße bei Grün über die Kreuzung Prinzregentenstraße in Richtung der Crusiusstraße.

Zeitgleich fuhr eine 46-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Toyota Pkw auf der Prinzregentenstraße in Fahrtrichtung des Friedensengels und übersah das für sie geltende Rotlicht an der Kreuzung.

Daraufhin kam es zum Zusammenstoß zwischen der 46-jährigen Pkw-Fahrerin und dem 48-jährigen Radfahrer. Der 48-Jährige wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

An beiden Fahrzeugen entstand ein geringer Sachschaden.

Im Rahmen der Unfallaufnahme kam es zeitweise zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1779.   Festnahme eines Tatverdächtigen nach sexueller Belästigung – Freimann

Am Mittwoch, 06.11.2024, gegen 13:35 Uhr, befand sich eine 46-Jährige vor dem Eingang eines Kaufhauses in Freimann. Dort wurde sie von einem 33-jährigen mit polnischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland angesprochen. Zudem zog er sich die Hose herunter und entblößte sein Geschlechtsteil.

Die 46-Jährige flüchtete sich daraufhin in ihr in der Nähe abgestelltes Fahrzeug und verständigte den Polizeinotruf 110. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen führten zu der Festnahme des 33-jährigen Tatverdächtigen.

Nach den erforderlichen Maßnahmen vor Ort wurde der 33-Jährige der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird heute zur Klärung der Haftfrage einem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Das Kommissariat 15 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1780.   Callcenterbetrug, sog. Schockanruf – Sendling

Am Mittwoch, 06.11.2024, gegen 14:00 Uhr, meldete sich eine bislang unbekannte Täterin, die sich als Polizeibeamtin ausgab, auf dem Festnetztelefon bei einer über 80-Jährigen mit Wohnsitz in München. Die Anruferin teilte mit, dass die Schwiegertochter der über 80-Jährigen einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person tödlich verletzt worden sei. Die Seniorin solle daher eine Kaution hinterlegen.

Im weiteren Gesprächsverlauf konnte die über 80-Jährige von der Täterin dazu überredet werden, Gold und Bargeld zu übergeben. Dazu traf sich die über 80-Jährige gegen 16:30 Uhr mit einer weiblichen Täterin und übergab einen Rucksack mit Gold und Bargeld in niedriger sechsstelliger Höhe.

Erst als die über 80-Jährige im Nachgang mit einem Angehörigen Kontakt aufnahm, wurde die Betrugshandlung erkannt und der Polizeinotruf verständigt.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben:
Weiblich, ca. 40 Jahre alt, ca. 165 cm groß, hellhäutig, kräftige Statur, mittelblonde gelockte nackenlange Haare, eingefallene Wangen; bekleidet mit dunklem Anorak; führte eine schwarze Einkaufstasche mit Henkeln und Reißverschluss in Lederoptik mit sich

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Pullacher Platz, Heinrich-Stieglitz-Kehre und Ludwig-Krafft-Straße (Sendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

•           Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.

•           Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

•           Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.

•           Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

•           Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

•           Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.


1781.   Einbruch in ein Einfamilienhaus – Pullach

Im Zeitraum von Sonntag, 03.11.2024, 07:00 Uhr, bis Donnerstag, 07.11.2024, 00:00 Uhr, wurde in ein Einfamilienhaus in Pullach eingebrochen. Der oder die bislang unbekannten Täter verschafften sich über ein Fenster gewaltsam Zutritt zum Anwesen.

Im Haus wurden sämtliche Räumlichkeiten nach Diebesgut durchsucht. Es wurden Uhren und Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro entwendet. Anschließend flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.

Das Kommissariat 53 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Tiroler Straße, Habenschadenstraße und Kaderbauerstraße (Pullach) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1782.   Einbruch in Gaststätte – Giesing

Am Mittwoch, 06.11.2024, gegen 03:15 Uhr, wurde durch einen bislang unbekannten Täter in eine Gaststätte in Giesing eingebrochen. Er verschaffte sich über ein Fenster gewaltsam Zutritt in das Gebäude.

Dort entwendete der Täter gewaltsam Geldkassetten mit Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro. Anschließend flüchtete er mit der Tatbeute in unbekannte Richtung.

Das Kommissariat 52 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Bekleidung: schwarz-rot-gelber Pullover mit Kapuze mit der Aufschrift „Deutschland“, blaue Jeans, weiße Sneaker, blaue Handschuhe, weißer Mundschutz

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Grünwalder Straße, Zasingerstraße, Volckmerstraße und Wettersteinplatz (Giesing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1783.   Zwei Baustelleneinbrüche geklärt; Tatverdächtiger ermittelt – Aubing und Schwabing

Fall 1:
Im Zeitraum von Samstag, 16.12.2023, 13:00 Uhr, bis Montag, 18.12.2023, 06:30 Uhr, verschaffte sich ein bis dahin unbekannter Täter gewaltsam Zutritt zu einem Container auf einer Baustelle in Aubing. Dort entwendete er ein Elektrogerät im Wert von mehreren Hundert Euro.

Fall 2:
Am Mittwoch, 17.01.2024, gegen 09:00 Uhr, wurde ein bis dato unbekannter Unberechtigter von einem Zeugen beobachtet, wie er auf einem Baustellengelände in Schwabing entlang ging. Auf Ansprache durch den Zeugen flüchtete der unbekannte Mann zunächst. Er konnte jedoch kurz darauf vom Zeugen festgehalten und der Polizei übergeben werden. Der bis dato unbekannte Täter hatte vorher aus einem Baucontainer über Hundert Euro Bargeld entwendet.

Beim Tatverdächtigen handelt es sich um einen 39-Jährigen mit Wohnsitz in Landsberg a. Lech. Durch die am Tatort des ersten Falles umfangreich durchgeführten Spurensicherungsmaßnamen konnte der Fall jetzt dem 39-Jährigen zugeordnet werden.

Der 39-Jährige befindet sich aktuell in Haft.

Das Kommissariat 52 führt weiterhin die Ermittlungen und prüft, ob dem Tatverdächtigen weitere Taten zur Last gelegt werden können.


1784.   Polizeiliche Einsatzbilanz zum Champions League Spiel vom 06.11.2024

Am Mittwoch, 06.11.2024, fand in den Abendstunden in der Münchner Allianz Arena das Champions League Spiel zwischen dem FC Bayern München und Benfica Lissabon statt. Das Spiel war mit 75.000 Zuschauern ausverkauft.

Hierbei hatten sich im Vorfeld ca. 400 Gästefans gegen 17:00 Uhr am Marienplatz gesammelt. Dabei kam es in der Folge vermehrt zum Einsatz von Pyrotechnik und Böllerwürfen. Eine Person, welche Pyro abbrannte, konnte dabei durch Einsatzkräfte festgestellt und festgenommen werden. Hier laufen nun Ermittlungen wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz.

Gegen 18:30 Uhr wurde von einem Anhänger von Benfica Lissabon ein pyrotechnischer Gegenstand in der U-Bahn (Linie 6) am U-Bahnhof Odoensplatz gezündet. Die U-Bahn musste in der Folge aufgrund des Rauchs evakuiert werden. Verletzte Personen wurden vor Ort nicht festgestellt. Der Verursacher konnte festgestellt und festgenommen werden. Gegen ihn wird nun wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt. Nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurde er nach Erhebung einer Sicherheitsleistung von 3.000 Euro wieder entlassen.

Zum gleichen Zeitpunkt wurde durch Gastfans auch im Bereich des U-Bahnhofs Marienplatz Pyrotechnik gezündet. Letztendlich mussten daraufhin in der Folge sowohl der U-Bahnhof Odeonsplatz als auch der U-Bahnhof Marienplatz von der U-Bahnwache geräumt werden. Es kam zu größeren Personenstauungen, die sich jedoch nach und nach auflösten.

Aufgrund der Störungen im Anreiseverkehr wurde letztendlich der Anstoß des Fußballspiels um 15 Minuten nach hinten verlegt, so dass das Spiel erst um 21:15 Uhr angepfiffen wurde.

Kurz vor Beginn des Spiels wurde abermals im Gästeblock vereinzelt Pyrotechnik gezündet. Hier konnte letztendlich eine Person identifiziert werden, die nach Spielende festgenommen wurde. Auch hier wird wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

Im gesamten Polizeieinsatz waren an die 200 Polizeibeamte eingesetzt.