Medieninformation der Polizei München vom 30.10.2024
1740. Verkehrsunfall zwischen drei Pkw; vier Personen verletzt – Feldkirchen
1741. Organisierter Callcenterbetrug; sogenannter Schockanruf – Planegg
1742. Raubdelikt – Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt
1743. Größerer Polizeieinsatz – Moosach
1744. Wohnungsbrand; zwei Personen verletzt, ein Brandverursacher ermittelt– Aubing
1740. Verkehrsunfall zwischen drei Pkw; vier Personen verletzt – Feldkirchen
Am Dienstag, 29.10.2024, gegen 18:40 Uhr, fuhr ein 26-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit einem VW Pkw auf der Staatsstraße 2082 in Richtung A 99.
Zeitgleich fuhr ein 75-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem VW Pkw auf der Staatsstraße 2082 in entgegenkommende Richtung. Im Fahrzeug befand sich eine 71-Jährige mit Wohnsitz in München als Beifahrerin.
Hinter dem VW Pkw des 75-Jährigen fuhr ein 53-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Opel Pkw in gleicher Richtung.
Einige hundert Meter nach dem Umschlagbahnhof an der Staatsstraße 2082 geriet der 26-Jährige aus bislang unbekannten Gründen auf die Gegenfahrbahn. Er kollidierte zunächst mit dem Pkw des 75-Jährigen, anschließend mit der Leitplanke und letztlich mit dem Pkw des 53-Jährigen.
Alle vier Insassen der Fahrzeuge wurden verletzt. Der 75-Jährige, die 71-Jährige sowie der 26-Jährige wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der 53-Jährige musste nicht medizinisch versorgt werden.
An allen drei Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Während der Unfallaufnahme musste die Staatsstraße teilweise gesperrt werden. Hierdurch kam es zu Verkehrsbehinderungen.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1741. Organisierter Callcenterbetrug; sogenannter Schockanruf – Planegg
Am Dienstag, 29.10.2024, gegen 14:00 Uhr, erhielt eine über 80-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München einen Anruf einer bislang unbekannten Täterin, die sich als vermeintliche Polizistin ausgab. Sie erklärte, dass die Schwester der Angerufenen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nur durch Zahlung einer hohen Kaution aus der Haft entlassen werden könne. Der geforderte Betrag belief sich auf mehrere Zehntausend Euro.
Im weiteren Verlauf kam eine zweite bislang unbekannte Täterin an die Anschrift der über 80-Jährigen. Diese übergab Bargeld und Wertgegenstände im Wert von mehreren Zehntausend Euro an die Täterin. Anschließend entfernte sich diese in unbekannte Richtung.
Etwas später erschien die echte Schwester der Seniorin an deren Wohnanschrift, wodurch der Betrug erkannt wurde. Die über 80-Jährige verständigte umgehend den Polizeinotruf 110.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Abholerin wurde wie folgt beschrieben:
Weiblich, ca. 30 Jahre alt, 170 cm groß, kräftig, osteuropäische Erscheinung
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Heimstättenallee, Hofmarktstraße und Seitzstraße (Planegg) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
• Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
1742. Raubdelikt – Ludwigsvorstadt/Isarvorstadt
Am Dienstag, 29.10.2024, gegen 00:30 Uhr, befanden sich eine 15-Jährige zusammen mit zwei Begleiterinnen (alle mit Wohnsitz in München) in der Stachuspassage, als ihnen zwei unbekannte Männer entgegenkamen.
Nach kurzer Ansprache riss plötzlich einer der Männer an der Kleidung und der Handtasche der 15-Jährigen. Die 15-Jährige kam hierdurch zu Fall. Der Täter zog weiter an der Handtasche, bis sich deren Trageriemen löste und nahm die Tasche an sich. Anschließend ergriffen beide Männer unerkannt getrennt die Flucht.
Die 15-Jährige und ihre Begleiterinnen begaben sich daraufhin an die Oberfläche und ließen über Passanten die Polizei verständigen. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen ergaben keine Hinweise auf den Täter.
Die 15-Jährige wurde bei dem Vorfall lediglich leicht verletzt und benötigte keine weitere Behandlung.
Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1743. Größerer Polizeieinsatz – Moosach
Am Dienstag, 29.10.2024, gegen 15:15 Uhr, wurde der Polizeinotruf durch Zeugen verständigt, dass eine männliche Person mit Clownsmaske und augenscheinlich mit einem Messer in der Hand eine Straße entlang läuft.
Sofort wurden zahlreiche Polizeikräfte zur Einsatzörtlichkeit geschickt. Vor Ort konnte keine Person festgestellt werden. Im Rahmen der sofortigen Fahndungsmaßnahmen ergaben sich jedoch Hinweise, die schließlich zu einem 51-Jährgen mit Wohnsitz in München als Tatverdächtigen führten. Dieser wurde anschließend in seiner Wohnung angetroffen und festgenommen. Im Rahmen der weiteren Maßnahmen wurde ein Messer sichergestellt. Ob es sich hierbei um das von den Zeugen gesichtete Messer handelt, bedarf noch weiterer Ermittlungen.
Nach erfolgter Sachbearbeitung wurde der 51-Jähriger wieder entlassen.
Nach aktuellem Erkenntnisstand gab es keine konkrete Bedrohungshandlungen von Seiten des 51-Jährigen gegenüber den Zeugen und Passanten. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte sich der 51-Jährige zuvor durch Lärm belästigt gefühlt.
Das Kommissariat 25 hat die weiteren Ermittlungen u.a. wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz übernommen.
1744. Wohnungsbrand; zwei Personen verletzt, ein Brandverursacher ermittelt– Aubing
-siehe Medieninformation vom 29.10.2024, Nr. 1735
Wie bereits berichtet, kam es am Montag, 28.10.2024, gegen 20:30 Uhr, zu einem Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in Aubing. Zuvor wurden im Bereich laute Knallgeräusche durch Anwohner festgestellt. Durch den Brand wurden zwei Personen verletzt und es entstand ein hoher Sachschaden.
Am Dienstag, 29.10.2024, erschien in den Abendstunden ein strafunmündiges Kind im Beisein seiner Erziehungsberechtigten bei einer Münchner Polizeiinspektion. Das Kind räumte in der Folge ein, den Brand mittels frei erhältlicher Pyrotechnik versehentlich versursacht zu haben. Nach der Anhörung konnte das Kind zusammen mit seinen Eltern wieder nach Hause gehen.
Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat 13 fortgeführt.