Medieninformation der Polizei München vom 29.10.2024
1735. Wohnungsbrand; zwei Personen verletzt – Aubing
1736. Brandfall – Westend
1737. Raubdelikt – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
1738. Einbruch in Werksgelände – Freimann
1739. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Neuhausen
1735. Wohnungsbrand; zwei Personen verletzt – Aubing
Am Montag, 28.10.2024, gegen 20:30 Uhr, kam es in Aubing zu einem Brand auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses. Zuvor wurden im Bereich laute Knallgeräusche durch Anwohner festgestellt. Bereits in jüngster Vergangenheit wurden mehrere Jugendliche wiederholt dabei beobachtet, wie sie im Umfeld Pyrotechnik gezündet hatten.
Nachdem der Notruf abgesetzt wurde trafen kurze Zeit später Kräfte der Berufsfeuerwehr München und mehrere Polizeistreifenbesatzungen am Brandort ein. Sämtliche Bewohner des Brandanwesens haben noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbständig ihre Wohnungen verlassen.
Das Feuer des bereits im Vollbrand befindlichen Balkons hatte zwischenzeitlich auf die dazugehörige Wohnung und auch die darüberliegende Hausfassade übergegriffen. Den Feuerwehrkräften ist es gelungen, den Brand erfolgreich zu bekämpfen.
Durch den Brand zog sich ein 58-jähriger Bewohner der Brandwohnung Verletzungen zu, weshalb er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht wurde. Eine 20-Jährige mit Wohnsitz in München, wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst ambulant versorgt.
Durch den Brand entstand ein sechsstelliger Sachschaden.
Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch das Fachkommissariat 13 geführt.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des Freihamer Wegs, der Colmdorfstraße und Pretzfelder Straße (Aubing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1736. Brandfall – Westend
Am Montag, 28.10.2024, bemerkte ein 37-jähriger Sicherheitsdienstmitarbeiter gegen 04:00 Uhr einen Brand im Außenbereich eines Bürokomplexes im Stadtteil Westend und setzte daraufhin einen Notruf ab.
Kurze Zeit später trafen Beamte der Berufsfeuerwehr München und mehrere Polizeistreifen am Einsatzort ein.
An einer Außenwand im Bereich des Innenhofes des Gebäudekomplexes brannten mehrere angehlehnte Holzpaletten. Der Brand wurde durch die Feuerwehrkräfte gelöscht.
Personen hielten sich zum Brandzeitpunkt nicht im Gebäude auf. Es entstand ein Brandschaden von mehreren Zehntausend Euro.
Das Fachkommissariats 13 hat die weiteren Ermittlungen hinsichtlich einer vorsätzlichen Inbrandsetzung der Holzpaletten durch einen bislang unbekannten Täter aufgenommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Ridlerstraße, Westendstraße und Barthstraße (Westend) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1737. Raubdelikt – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Am Freitag, 25.10.2024, gegen 14:20 Uhr, wurde ein 45-jähriger türkischer Busfahrer ohne festen Wohnsitz in Deutschland nach Abholung eines hohen Bargeldbetrages aus einem Geschäft in der Münchner Innenstadt überfallen.
Der 45-Jährige hatte im Rahmen seiner Tätigkeiten von seinem Arbeitgeber den Auftrag bekommen das Geld abzuholen. Unmittelbar nach der Abholung wurde der 45-Jährige von einem Unbekannten, der vorgab Polizist zu sein, angesprochen und unter einem Vorwand festgenommen.
Im weiteren Verlauf wurde er gefesselt und in ein Fahrzeug gebracht, wo zwei weitere Personen warteten. Im Fahrzeug wurden dem Busfahrer das Bargeld, sowie persönliche Wertgegenstände abgenommen. Anschließend wurde er durch die Täter im Bereich Tucherpark abgesetzt.
Die Täter entfernten sich im Anschluss mit ihrem Fahrzeug in unbekannte Richtung.
Der immer noch gefesselte 45-Jährige wandte sich hilfesuchend an einen Passanten, der wiederum die Polizei verständigte.
Der Busfahrer wurde bei dem Vorfall nicht verletzt.
Die weiteren Ermittlungen wegen des Raubdelikts werden durch das Kommissariat 21 geführt. Zudem wurden zur Herkunft des hohen Bargeldbetrags Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet.
Die Täter können wir folgt beschrieben werden:
Täter 1: ca. 180cm groß, ca. 45 Jahre, kräftige/korpulente Statur, ca. 100-105kg, nicht-europäisches Erscheinungsbild, helle kurze Haare, rundliches Gesicht, bekleidet mit dunklem, Uniform-ähnlichen Overall, Weste mit Aufschrift „Polizei“, Head-Set
Täter 2: ca. 45 Jahre, blonde, kurze, glatte Haare, helle Haut, dunkler Overall, um den Hals umgehängte Karte mit Aufschrift mit Aufschrift „Polizei“
Täter 3: ca. 35 Jahre, kräftige/korpulente Statur, südländisches Erscheinungsbild, vermutlich Türke, dunkle, kurze Haare, auffällig dünn ausrasierter Oberlippen- und Kinnbart, Overall, Weste
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Tucherpark, Am Eisbach, Sederanger (Schwabing), sowie Landwehrstraße, Goethestraße und Schwanthalerstraße (Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1738. Einbruch in Werksgelände – Freimann
Im Zeitraum von Donnerstag, 24.10.2024, 16:00 Uhr bis Montag, 28.10.2024, 15:00 Uhr, verschafften sich ein oder mehrere bislang unbekannte Täter Zutritt in das Außenlager eines Werksgeländes, indem sie den umgebenden Zaun aufschnitten.
Es wurden Kupferkabel und weitere Gegenstände im Wert von mehreren zehntausend Euro entwendet. Der oder die bislang unbekannten Täter flüchteten anschließend in unbekannte Richtung.
Das Kommissariat 52 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Heidemannstraße und der Lützelsteiner Straße (Freimann) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1739. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Neuhausen
Am Montag, 28.10.2024, zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr, erhielt eine über 80-Jährige mit Wohnsitz in München einen Anruf durch einen bisher unbekannten Täter.
Dieser teilte der über 80-Jährigen mit, dass deren Nichte einen Verkehrsunfall verursacht habe, wodurch ein Kind lebensgefährlich verletzt worden sein soll. Sie müsse nun für die Kosten der medizinischen Versorgung des Opfers in Höhe eines fünfstelligen Geldbetrages aufkommen.
Anschließend übergab die über 80-Jährige einen fünfstelligen Bargeldbetrag an eine männliche Person in der Hiltenspergerstraße / Keuslinstraße in der Maxvorstadt.
Der unbekannte Täter, der als Abholer fungierte, entfernte sich danach in unbekannte Richtung.
In einem späteren Telefonat mit einem Familienangehörigen fiel der Betrug auf. Die über 80-Jährige verständigte daraufhin den Polizeinotruf 110.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter (Abholer) kann wie folgt beschrieben werden:
Männlich, ca. 160 cm, 55 Jahre, südeuropäisches Erscheinungsbild; dunkle Jacke, lange Hose
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Hiltenspergerstraße, Keuslinstraße, Georgenstraße und Agnesstraße (Maxvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
Ein Video mit Originalaufnahmen eines Telefongesprächs sowie weitere Informationen zum organisierten Callcenterbetrug gibt es unter: https://www.polizei.bayern.de/muenchen/callcenterbetrug