Medieninformation der Polizei München vom 31.01.2025
175. Fahndungsaufruf zum Brandanschlag bei der Polizeiinspektion Diensthundestaffel; neues Fahndungsplakat – Allach / Untermenzing
176. Pkw-Fahrer entzieht sich mit Pkw Kontrolle – Stadtgebiet München und Oberbayern
177. Fazit zu einer Versammlung – Schwabing-Freimann
178. Illegales Kfz.-Rennen und Trunkenheitsfahrt – Stadtgebiet München
179. Tätlicher Angriff auf Rettungskräfte und Polizeibeamte – Isarvorstadt
175. Fahndungsaufruf zum Brandanschlag bei der Polizeiinspektion Diensthundestaffel; neues Fahndungsplakat – Allach / Untermenzing
-siehe Medieninformation vom 25.01.2025, Nr. 141
-Fahndungsplakat
Wie bereits berichtet, kam es am Samstag, 25.01.2025, gegen 02:25 Uhr, in der Angerlohstraße 111 zu einer vorsätzlich begangenen Brandstiftung an 23 Polizeidienstfahrzeugen bei Polizeiinspektion Diensthundestaffel München.
Menschen oder Tiere kamen dabei nicht zu Schaden. Es entstand allerdings erheblicher Sachschaden.
Um den Verbrechenstatbestand aufklären zu können, bittet die Kriminalpolizei jetzt um die Mithilfe aus der Bevölkerung.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung der Täter führen, ist eine BELOHNUNG VON 10.000 EURO ausgesetzt, deren Zuerkennung unter Ausschluss des Rechtsweges erfolgt.
Aus diesem Grund wurden am Freitag, 31.01.2025, Fahndungsplakate im Stadtbezirk Allach / Untermenzing aufgehängt.
Zeugenaufruf:
Wer hat am Samstag, 25.01.2025, insbesondere in der Zeit zwischen 01:45 Uhr und 02:45 Uhr, im Bereich der Angerlohstraße (Allach/Untermenzing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
- Konnten Sie verdächtige Personen oder Kraftfahrzeuge/Fahrräder in Tatortnähe feststellen?
- Konnten Sie ein Vorhängeschloss der Marke Abus auffinden?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Hinweise können vertraulich behandelt werden.
176. Pkw-Fahrer entzieht sich mit Pkw Kontrolle – Stadtgebiet München und Oberbayern
Am Freitag, 31.01.2025, gegen 02:20 Uhr, fiel einer Polizeistreife in der Lilienthalallee ein Pkw Mercedes durch seine auffällige Fahrweise auf. Als das Fahrzeug daraufhin angehalten werden sollte, missachtete der Fahrer, ein 27-jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Rosenheim, die Anhaltesignale und beschleunigte sein Fahrzeug stark. Die Polizeistreife fuhr dem Pkw nach und weitere Streifenwagen wurden hinzugezogen.
Während der Fahrt missachtete der 27-jährige mehrere rote Ampeln. Um eine Gefährdung sowohl für anderer Verkehrsteilnehmer als auch für sich auszuschließen, vergrößerten die eingesetzten Streifen ihren Abstand deutlich. Im weiteren Verlauf fuhr der 27-jährige über die Ingolstädter Straße auf die Autobahn 99 und dann weiter in Richtung Aschheim. Auf der linken Spur der Autobahn bremste er unvermittelt und sehr stark bis zum Stillstand ab. Zu einer Gefährdung anderer kam es dabei nicht. Kurz darauf beschleunigte er wieder stark.
Inzwischen war auch ein Polizeihubschrauber am Einsatz beteiligt. Der 27-jährige fuhr dabei über die Autobahn 9 bis Allershausen und dann wieder zurück in Richtung München. Dann fuhr er weiter über die A 99 östlich von München. Über die Autobahn 995 begab er sich schließlich wieder ins Stadtgebiet. Letztendlich fuhr das Fahrzeug gegen 03:40 Uhr in den Landshuter Allee Tunnel und verringerte dort deutlich seine Geschwindigkeit. Er konnte nun durch ein Polizeifahrzeug gestoppt werden. Der 27-jährige fuhr in der Folge unvermittelt rückwärts auf einen nun hinter ihm stehenden zivilen Polizei-Pkw auf. Es entstand dabei ein geringer Sachschaden.
Der 27-jährige wurde nun vorläufig festgenommen. Sein Verhalten war psychisch äußerst auffällig. Aufgrund dessen wurde er durch die Polizei in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Seine Fahrerlaubnis wurde beschlagnahmt und es wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Das verwendete Fahrzeug, bei dem es sich um einen Leihwagen handelt, wurde als Beweismittel sichergestellt und abgeschleppt.
In der Spitze waren an dem Einsatz ein Polizeihubschrauber und über 25 Streifen aus den Polizeipräsidien München, Oberbayern Nord und Oberbayern Süd beteiligt.
Die weiteren Ermittlungen werden nun durch die Münchner Verkehrspolizei geführt.
Zeugenaufruf:
Personen, die im Rahmen dieser Fluchtfahrt des 27-Jährigen möglicherweise in irgendeiner Form gefährdet oder sogar geschädigt wurden, werden gebeten, sich umgehend mit der ermittelnden Verkehrspolizei, Tel. 089/6216-3322, oder auch mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Der 27-Jährige fuhr mit einem S-Klasse Mercedes mit schwarzer Fahrzeugfarbe.
177. Fazit zu einer Versammlung – Schwabing-Freimann
Am Donnerstag, 30.01.2025, kam es ab ca. 16:45 Uhr, zu einer angezeigten Versammlung vor der CSU-Landesleitung in der Mies-van-der-Rohe-Straße in München.
In der Spitze nahmen ca. 7.000 Personen an der Versammlung teil. Hierbei kam es zu keinen größeren Störungen. Die Versammlung wurde gegen 18.10 Uhr beendet.
Zum Schutz der Versammlung waren über 100 Polizeibeamte im Einsatz.
178. Illegales Kfz.-Rennen und Trunkenheitsfahrt – Stadtgebiet München
Am Mittwoch, 29.01.2025, gegen 20:30 Uhr, erhielt der Notruf des Polizeipräsidiums München die Mitteilung eines Verkehrsteilnehmers, dass vier Motorradfahrer im Bereich des Effnertunnels in Richtung des Richard-Strauss-Tunnels und Innsbrucker-Ring-Tunnel mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren und dabei mehrere Verkehrsteilnehmer in gefährlicher Art und Weise mit ihren Motorrädern überholt hatten. Zum Teil fuhren die Motorradfahrer auch in der Mitte zwischen nebeneinanderfahrenden Pkws hindurch.
Im Rahmen der eingeleiteten Fahndung konnte eine Polizeistreife mehrere Motorradfahrer an einer Tankstelle in der Chiemgaustraße feststellen. Bei der weiteren Überprüfung vor Ort erhärtete sich der Verdacht, dass es sich hierbei um die zuvor genannten Motorradfahrer handelte. Bei den kontrollierten Personen handelt es sich um einen 35-Jährigen, einen 27-Jährigen, einen 21-Jährigen und einen 19-Jährigen (alle mit Wohnsitzen in München).
Während der Kontrolle wurden beim 35-Jährigen Alkoholgeruch und drogentypische Auffälligkeiten festgestellt. Da er sich unkooperativ und aggressiv verhielt, wurde in Folge dessen eine Blutentnahme angeordnet und durchgeführt. Gegen ihn werden Ermittlungen wegen Trunkenheit im Verkehr geführt. Sein Führerschein wurde sichergestellt.
Zudem werden gegen ihn und die anderen Motorradfahrer Ermittlungen unter anderem wegen der Teilnahme an einem verbotenen Kfz.-Rennen und Straßenverkehrsgefährdung durch die Münchner Verkehrspolizei geführt.
Zeugenaufruf:
Aus diesem Grund bittet die Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung Geschädigte und Zeugen des Vorfalls am Mittwoch, 29.01.2025, gegen 20.30 Uhr auf dem Mittleren Ring Ost darum, sich zu melden.
Haben Sie diese vier Motorradfahrer gesehen oder wurden Sie von diesen sogar überholt?
Dann melden Sie sich bitte unter der Rufnummer, 089/49051-422, bei der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung.
179. Tätlicher Angriff auf Rettungskräfte und Polizeibeamte – Isarvorstadt
Am Donnerstag, 30.01.2025, gegen 12:20 Uhr, wurde ein Rettungswagen in einer Grünanlage zwischen der Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke gerufen, weil sich dort eine hilflose Person befunden habe.
Während der Untersuchung durch den Rettungsdienst wurde die Person, ein 24-Jähriger mit italienischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland zunehmend aggressiv.
Er begann die beiden Rettungsdienstmitarbeiter anzuschreien. Anschließend schlug er gegen den Außenspiegel des Rettungswagens. Kurz darauf nahm er einen Stein und warf ihn durch die Scheibe der Fahrertür. Hierdurch entstand am Rettungswagen ein Schaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Die Rettungswagenbesatzung informierte die Polizei über die Situation.
Eine schnell eintreffende Streifenbesatzung konnte den 24-Jährigen widerstandslos unter Kontrolle bringen und fesselte ihn. Aufgrund seines psychisch auffälligen Verhaltens wurde Rücksprache mit dem Gesundheitsreferat gehalten. In Folge dessen wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus untergebracht.
Währen der Übergabe in der Klinik wurde er erneut sehr aggressiv. Er begann zu randalieren und trat einem 26-jährigen Polizeibeamten gegen das Bein. Dieser wurde dabei leicht verletzt. Er ist weiterhin dienstfähig. Anschließend konnte der Tatverdächtige wieder unter Kontrolle gebracht und dem Krankenhauspersonal übergeben werden.
Die weiteren Ermittlungen wegen der Beschädigung am Rettungswagen sowie wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte werden vom Kommissariat 26 geführt.