26.11.2024, Polizeipräsidium München

Medieninformation der Polizei München vom 26.11.2024

1874.   Sachbeschädigung durch Schmierschriften – Maxvorstadt

1875.   Festnahme von drei Tatverdächtigen nach Bandendiebstahl von Pkw – Grünwald

1876.   Illegaler Handel mit Cannabis – Maxvorstadt

1877.   Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Neuhausen

1878.   Verkehrsunfall zwischen Pkw und Reisebus; zwei Personen verletzt – Freimann

1879.   Müllfahrzeugführer verliert Kontrolle über das Fahrzeug; hoher Sachschaden – Obermenzing

1880.   Verkehrsunfall; Pkw kollidiert mit Betonsäule; zwei Personen verletzt – Schwabing


1874.   Sachbeschädigung durch Schmierschriften – Maxvorstadt

Am Sonntag, 24.11.2024, gegen 22:30 Uhr, wurde ein Sicherheitsdienstmitarbeiter einer Bildungseinrichtung auf zahlreiche politische Schmierschriften auf dem Gehweg und an den Wänden vor dem Gebäude aufmerksam.

Die Inhalte der Schmierereien bezogen sich auf den Israel-Palästina-Konflikt und konnten zeitnah entfernt bzw. unkenntlich gemacht werden.

Konkrete Hinweise auf einen möglichen Täter gibt es bislang nicht.

Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat 45 geführt.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Schellingstraße und Amalienstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 45, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1875.   Festnahme von drei Tatverdächtigen nach Bandendiebstahl von Pkw – Grünwald

Am Freitag, 22.11.2024, gegen 01:30 Uhr, wurde die Polizei von Zeugen über einen verunfallten Pkw Mercedes in Oberhaching informiert. Eine zum Unfallort beorderte Streife stellte fest, dass der Pkw offensichtlich aufgrund der glatten Fahrbahn gegen einen Baum geprallt war. Der Pkw war leer und die Fahrertür stand offen. Am Fahrzeug waren unterschiedliche Kennzeichen angebracht. Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen wurden Fahndungsmaßnahmen nach dem bis dato unbekannten Fahrzeugführer eingeleitet.

Im Zuge dessen konnte in der Nähe des Unfallortes eine stark unterkühlte männliche Person im Schnee liegend angetroffen werden. Durch den ebenfalls hinzugezogenen Rettungsdienst wurde eine sehr niedrige Körpertemperatur gemessen, weshalb bei längerer Liegezeit Lebensgefahr bestanden hätte.

Bei der Person handelt es sich um einen 43-jährigen polnischen Staatsangehörigen, bei dem Betäubungsmittel aufgefunden wurden. Im Rahmen der Verkehrsunfallaufnahme sowie der weiteren Ermittlungen wurde der Halter des Pkw kontaktiert. Dabei musste er feststellen, dass sein Fahrzeug entwendet worden war. Der 43-Jährige wurde deshalb nach einer ärztlichen Behandlung vorläufig festgenommen.

Außerdem gab der Halter des Fahrzeuges an, dass sein Geldbeutel aus dem Fahrzeug fehlen würde, indem sich ein Ortungsgegenstand befand. Im Rahmen eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen mit Beteiligung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord konnte gegen 10.20 Uhr an einer Tankstelle in Erding ein verdächtiger Pkw mit zwei männlichen Insassen festgestellt werden.

Als die Insassen kontrolliert werden sollten, flüchteten diese mit dem Pkw, woraufhin es zu einer Nachfahrt kam. Dabei wurde mehrfach die Geschwindigkeit überschritten sowie Verkehrszeichen missachtet. In Neufahrn wurde der Pkw in einer Sackgasse abgestellt. Dabei konnten die Insassen festgenommen werden.

Bei den beiden Insassen handelt es sich um einen 40-Jährigen sowie einen 47-Jährigen, beide ebenfalls aus Polen. Beim 47-Jährigen wurden ebenfalls Betäubungsmittel aufgefunden. Alle drei Tatverdächtige wurden der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Ein Ermittlungsrichter erließ mittlerweile Haftbefehle.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 51 (Bandendiebstahl) geführt.


1876.   Illegaler Handel mit Cannabis – Maxvorstadt

Am Donnerstag, 21.11.2024, gegen 14:30 Uhr, befanden sich Einsatzkräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei während des gerade stattfindenden Konzepteinsatzes im Alten Botanischen Garten. Dabei konnten sie beobachten, wie zwischen drei männlichen Personen Gegenstände übergeben wurden. Aufgrund des Vorgehens der drei Personen gingen die Beamten von einem möglichen Betäubungsmittelhandel aus.

Bei der anschließenden Kontrolle der Tatverdächtigen (25 Jahre, staatenlos und ohne festen Wohnsitz in Deutschland) konnten neben Cannabis einige verschreibungspflichtige Arzneimittel aufgefunden werden. Bei seinen Erwerbern (34 Jahre und 36 Jahre, beide mit Wohnsitz in München) wurden jeweils geringe Mengen Cannabis aufgefunden, welche zuvor vom 25-Jährigen übergeben wurden.

Aufgrund der Wahrnehmungen der Einsatzkräfte sowie der Dokumentation der Tathandlung durch die dort befindliche Videoüberwachungsanlage wurde der 25-Jährige wegen Betäubungsmittelhandel festgenommen und nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München verbracht. Ein Haftrichter erließ mittlerweile Haftbefehl gegen den 25-Jährigen.

Die Ermittlungen werden durch das Kommissariat 83 (Rauschgiftdelikte) geführt.


1877.   Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Neuhausen

Am Montag, 25.11.2024, gegen 17:30 Uhr, erhielt eine 57-Jährige mit Wohnsitz in München einen Anruf einer bislang unbekannten Täterin, die sich als eine Familienangehörige der 57-Jährigen ausgab. Diese gab an, einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, wobei eine Radfahrerin verstorben wäre. Die weitere Gesprächsführung übernahm dann ein weiterer bislang unbekannter Täter, der sich als Polizeibeamter ausgab.

Im weiteren Verlauf wurde sie von einem angeblichen Staatsanwalt angewiesen, eine Kaution von mehreren Zehntausend Euro zu übergeben. Letztendlich übergab die 57-Jährige im Bereich der Linprunstraße Schmuck an einen bislang unbekannten Täter.

Der Betrug wurde erkannt, als die 57-Jährige sich in einem Krankenhaus nach der Familienangehörigen erkundigen wollte. Nach dem über den Notruf die Polizei verständigt wurde, wurden sofort Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, die jedoch keine neuen Hinweise auf den Täter ergaben.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) geführt.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:

Männlich, ca. 170 cm groß, schlanke Statur, sprach gebrochenes Deutsch

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Linprunstraße, Lorisstraße und Erzgießereistraße (Neuhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

  • Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
  • Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.

1878.   Verkehrsunfall zwischen Pkw und Reisebus; zwei Personen verletzt – Freimann

Am Montag, 25.11.2024, gegen 11:45 Uhr, fuhr ein 75-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Toyota Pkw auf der Ungererstraße stadteinwärts. Mit ihm im Pkw befand sich eine 22-Jährige ebenfalls mit Wohnsitz in München.

Zeitgleich fuhr ein Busfahrer mit einem Reisebus und Fahrgästen in Richtung BAB 9 auf der Ungererstraße in entgegengesetzter Richtung.

An der Kreuzung zum Föhringer Ring beabsichtigte der 75-Jährige nach links in diesen abzubiegen.

Beim Abbiegevorgang kam es zu einem Zusammenstoß zwischen dem Pkw und dem geradeaus fahrenden Reisebus. Der Bus kollidierte dabei auch mit einer Geschwindigkeitsmessanlage.

Die beiden Insassen des Pkw wurden durch den Zusammenstoß verletzt. Der 75-Jährige benötigte keine weitere medizinische Versorgung. Die 22-Jährige wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Durch den Unfall entstand ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro.

Im Rahmen der Unfallaufnahme kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1879.   Müllfahrzeugführer verliert Kontrolle über das Fahrzeug; hoher Sachschaden – Obermenzing

Am Montag, 25.11.2024, gegen 10:35 Uhr, fuhr ein 68-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Lkw (Müllfahrzeug) auf der Allacher Straße stadtauswärts.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geriet er aufgrund einer akut auftretenden Erkrankung nach rechts von der Fahrbahn ab. Er setzte seine Fahrt noch auf einer ca. 200 Meter langen Strecke auf dem Gehweg fort. Auf dieser Strecke kollidierte er mit vier geparkten Pkw, einem Lichtmast, diversen Verkehrszeichen, einem Baum, einer Baustellenabsperrung sowie einigen Grundstücksmauern, bevor das Fahrzeug zum Stillstand kam.

Durch den Unfall wurden keine Personen verletzt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro.

Durch die aufgrund der Unfallaufnahme gesperrte Allacher Straße kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1880.   Verkehrsunfall; Pkw kollidiert mit Betonsäule; zwei Personen verletzt – Schwabing

Am Montag, 25.11.2024, gegen 14:45 Uhr, beabsichtigte ein 89-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Toyota Pkw aus einer öffentlichen Tiefgarage in Schwabing auszufahren. Auf dem Beifahrersitz befand sich eine 92-Jährige mit Wohnsitz in München.

Dabei beschleunigte er das Fahrzeug und kollidierte mit einer Betonsäule.

Bei dem Unfall wurden beide Insassen verletzt. Im Auftrag des Fahrzeugführers rief ein unbeteiligter Zeuge den Notruf. Beide Personen wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.