Medieninformation der Polizei München vom 24.10.2024
1713. Beginn der Einbruchssaison - Präventionshinweise der Münchner Polizei
Zwischen Herbst und Frühjahr steigt die Zahl der Einbrüche in private Wohnungen und Häuser stark an. Auch wenn vor zehn Jahren noch doppelt so viele Wohnungseinbrüche registriert wurden, wie im Jahr 2023, ist der starke Rückgang, der auf die Coronazeit zurückzuführen war, definitiv vorbei. Von 2022 auf 2023 stiegen die Zahlen um 61,5% auf 893 Delikte an.
Seit einigen Wochen nehmen die angezeigten Straftaten erneut zu. Täter nutzen bei den sogenannten „Dämmerungswohnungseinbrüchen“ die tageszeitbedingte Abwesenheit der Bewohner und die früh einsetzende Dunkelheit, um unentdeckt ins jeweilige Tatobjekt zu gelangen.
Aufgrund dessen hat die Münchner Polizei erneut einen Fokus auf die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität gesetzt. Hierzu wird es neben einer verstärkten Bestreifung einbruchsgefährdeter Bereiche in Stadt und Landkreis München auch zu mehreren Schwerpunktkontrollaktionen im Verlauf der dunklen Jahreszeit kommen. Dennoch liegt die Aufklärungsquote mit 26,9% unter der durchschnittlichen Aufklärungsquote in allen Deliktsbereichen von 62,2%.
Durch Einbrüche entstehen oftmals nicht nur erhebliche materielle Schäden, sondern oftmals auch große psychische Belastungen für die Bewohner. In der Regel gelangen Einbrecher auf einfache Art und Weise zum Ziel. Als Tatwerkzeug genügt oftmals ein einfacher Schraubenzieher.
Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass mehr als die Hälfte aller Wohnungseinbrüche im Versuchsstadium endet.
Schon durch das Benutzen der vorhandenen Sicherheitstechnik und das Berücksichtigen einfach umzusetzender Hinweise, kann das Risiko eines Einbruchs verringert werden:
- Sperren Sie Haus- und Wohnungstüren ab
- Schließen Sie vorm Verlassen alle Fenster (ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster)
- Verstecken Sie niemals Wohnungs- und Haustürschlüssel (z.B. unter der Fußmatte)
- Täuschen Sie auch bei längerer Abwesenheit, z.B. in den Herbstferien oder über die Weihnachtsfeiertage, einen „bewohnten Eindruck“ vor, z.B. mit Zeitschaltuhren für die Beleuchtung, Rollos geöffnet lassen, Briefkasten entleeren lassen
- Achten Sie auf Auffälligkeiten in der Nachbarschaft und verständigen Sie bei verdächtigen Feststellungen die Polizei (Notruf 110)
Bereits während des diesjährigen Oktoberfests verzeichnete die Polizei einen Anstieg der Meldungen über sogenannte „verdächtige Wahrnehmungen“, was es uns letztlich ermöglichte, frühzeitig Straftaten zu unterbinden oder zu verhindern. Solche Mitteilungen von Nachbarn und Anwohnern stellen gerade im Bereich des Einbruchsschutzes elementare Bausteine zur Kriminalitätsbekämpfung dar. Erfolgreiche Polizeiarbeit hängt letztlich auch von der Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage aller Bürgerinnen und Bürger ab.
Für eine individuelle und kostenfreie Beratung zum Einbruchschutz stehen Ihnen die Fachberater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle (Präventions- und Opferschutzkommissariat K 105) gerne zur Verfügung.
Wir bitten Sie, Ihre Anfragen über die E-Mail-Adresse beratungsstelle-muenchen@polizei.bayern.de zu stellen.