Nach betrügerischen Anrufen in der Region Garmisch-Partenkirchen - tatverdächtige „Abholerin“ ermittelt und in Haft
SAULGRUB / LANDKREIS GARMISCH-PARTENKIRCHEN. Bereits am Nachmittag des 4. September kam es bei Saulgrub im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu einem sogenannten „Schockanruf“. Ein 86-Jähriger wurde hier Opfer dieser Betrugsmasche und übergab an seiner Wohnanschrift 20.000 Euro in bar an eine „Abholerin“. Über polizeiliche Ermittlungen und kriminalpolizeiliche Maßnahmen wurde diese „Abholerin“ nunmehr ermittelt und konnte im Anschluss am Hauptbahnhof in Cottbus durch die Bundespolizei festgenommen werden. Die dringend tatverdächtige 31-jährige polnische Staatsangehörige sitzt nun in Haft.
Bereits am Nachmittag des 4. September 2024 wurde ein 86-Jähriger bei Saulgrub im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Der Herr hatte einen Anruf erhalten, dass seine Tochter einen Unfall gehabt hätte, sie nun in Untersuchungshaft säße, aber nach Leistung einer Kaution in Höhe von 50.000 Euro bis 60.000 Euro entlassen werden könne. Der Geschädigte übergab in der Folge an seiner Wohnanschrift 20.000 Euro in bar an eine „Abholerin“.
Kriminaltaktische und -operative Maßnahmen führten jetzt zur Identifizierung dieser Abholerin, einer 31-jährigen polnischen Staatsangehörigen. Diese konnte am 17.09.2024 am Hauptbahnhof in Cottbus durch Bundespolizeibeamte festgenommen werden. Die dringend Tatverdächtige wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Die Ermittlungen in dieser Sache dauern an.
Die Polizei warnt weiterhin eindringlich und gibt Verhaltenstipps:
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen, z. B. zu einem Einbruch in der Nähe oder einer Kaution, die unbedingt zu bezahlen ist!
- Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen! Legen Sie einfach auf!
- Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über ihr Hab und Gut, Ihr Bargeld und Ihre Wertgegenstände! Legen Sie einfach auf!
- Lassen Sie niemanden in die Wohnung, der sehen will, wo Sie Geld oder Schmuck aufbewahren!
- Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück! Drücken Sie KEINE Wahlwiederholung. Legen Sie auf und wählen Sie dann den Notruf 110!
- Erstatten Sie immer, auch im Versuchsfall, Anzeige bei Ihrer Polizeiinspektion!
- Insbesondere die Jüngeren werden ausdrücklich gebeten: sprechen Sie offen über die perfiden Maschen der Telefonbetrüger und sensibilisieren Sie so Ihre nahestehenden Verwandten und Bekannten, die Opfer solcher hinterhältigen Anrufe werden könnten!
Ansprechpartner
Polizeipräsidium
Oberbayern Süd
Pressestelle
Michael Spessa
Kaiserstr. 32
83022 Rosenheim
Tel: 08031 200-1012
E-Mail-Kontakt