Medieninformation der Polizei München vom 29.08.2024
1351. Verkehrsunfall zwischen Krankentransportfahrzeug und Pkw; fünf Personen verletzt – Sendling
1352. Verkehrsunfall zwischen zwei Radfahrern; zwei Personen verletzt – Isarvorstadt
1353. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Mittersendling
1354. Organisierter Callcenterbetrug, sog. Schockanruf – Neuhausen
1351. Verkehrsunfall zwischen Krankentransportfahrzeug und Pkw; fünf Personen verletzt – Sendling
Am Mittwoch, 28.08.2024, gegen 10:40 Uhr, fuhr eine Notfallsanitäterin als Fahrerin eines Mercedes Krankentransportfahrzeuges im Rahmen einer Einsatzfahrt mit Sondersignalen auf dem Luise-Kieselbach-Platz Richtung Garmischer Straße. Im Behandlungsraum des Krankenwagens befand sich eine 47-jährige Patientin, welche während der Fahrt durch einen Notarzt sowie zwei Notfallsanitätern versorgt wurde.
Zur gleichen Zeit fuhr ein über 80-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem BMW Pkw von der Waldfriedhofstraße kommend in die Kreuzung zum Luise-Kieselbach-Platz, welchen er geradeaus überqueren wollte.
Im Kreuzungsbereich kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Pkw und dem Krankentransportfahrzeug.
Bei dem Unfall wurde der über 80-jährige Fahrer des Pkw, sowie der Notarzt als auch die Notfallsanitäter leicht verletzt. Die Fahrerin des Krankenwagens sowie einer der Notfallsanitäter wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die 47-jährige Patientin im verunfallten Krankenwagen wurde durch einen anderen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden, wobei die Gesamtschadenshöhe auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt wird.
Zwei Fahrstreifen des Luise-Kieselbach-Platzes mussten für zwei Stunden gesperrt werden. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1352. Verkehrsunfall zwischen zwei Radfahrern; zwei Personen verletzt – Isarvorstadt
Am Mittwoch, 28.08.2024, gegen 15:55 Uhr, fuhr eine 68-Jährige mit Wohnsitz in München mit einem Bulls Pedelec auf dem Isarradweg stadteinwärts.
Zeitgleich befuhr ein 28-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Scott Fahrrad denselben Fahrradweg stadtauswärts.
Auf Höhe der Wittelsbacherbrücke geriet die 68-Jährige aus bislang ungeklärten Gründen auf die linke Seite des Fahrradwegs und stieß frontal mit dem entgegenkommenden 28-Jährigen zusammen.
Beide wurden dabei verletzt. Beide wurden vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.
Bei der 68-Jährigen ergaben sich Hinweise auf eine Alkoholisierung, weswegen eine Blutentnahme durchgeführt wurde.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1353. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Mittersendling
Am Mittwoch, 28.08.2024, gegen 15:30 Uhr, gab ein bislang unbekannter Täter einer über 80-Jährigen mit Wohnsitz in München gegenüber an, dass ihre Wasserleitung verunreinigt sei und er diese reinigen müsse. So verschaffte er sich Zutritt in die Wohnung der Seniorin.
Dort gelang es dem Täter die über 80-Jährige und ihren Ehemann, welcher ebenfalls in der Wohnung war, davon zu überzeugen, ihn in den Keller zu begleiten, um dort die Wasserleitung zu überprüfen.
Während sich die drei Personen im Keller aufhielten, telefonierte der Täter mit einer weiteren Person. Diese verschaffte sich währenddessen offenbar unberechtigt Zutritt zur Wohnung der Seniorin. Nach etwa zehn Minuten teilte der unbekannte Täter mit, dass seine Arbeit nun beendet wäre. Er entfernte sich daraufhin in unbekannte Richtung.
Als das Ehepaar in die Wohnung zurückkehrte, bemerkten sie, dass diese durchsucht wurde und Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro fehlte. Daraufhin wählten sie den Polizeinotruf 110. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich des Tatortes brachten keine neuen Hinweise auf die Täter.
Das Kommissariat 55 (Trickdiebstahl) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter konnte wie folgt beschrieben werden:
Männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlanke Statur, west-/nordeuropäisches Aussehen, sprach Hochdeutsch
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Sachsenkamstraße, Albert-Roßhaupter-Straße und Schlegelstraße (Mittersendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser, Sanitärinstallateure oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht.
Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.
1354. Organisierter Callcenterbetrug, sog. Schockanruf – Neuhausen
Am Mittwoch, 28.08.2024, im Zeitraum von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr, meldete sich eine Mitteilerin beim Polizeinotruf 110 und gab an, kurz zuvor eine angebliche Kaution wegen eines Verkehrsunfalls an einen ihr unbekannten Mann übergeben zu haben.
Durch die ersten Ermittlungen ergaben sich, dass die über 80-Jährige mit Wohnsitz in München von einem unbekannten Mann angerufen wurde, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er behauptete, dass ihr Sohn und ihre Schwiegertochter an einem schweren Verkehrsunfall beteiligt waren und sie aus diesem Grund eine Kaution im hohen fünfstelligen Bereich leisten müsse.
Die Seniorin suchte daraufhin einen Geldbetrag im niedrigen fünfstelligen Bereich sowie diverse Goldmünzen zusammen und übergab diese im weiteren Verlauf an einen bislang unbekannten Täter, welcher sich daraufhin in unbekannte Richtung entfernte.
Im Anschluss verständigte die Seniorin einen Angehörigen und bemerkte den Betrug. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem unbekannten Täter, der als Abholer fungierte, ergab keine neue Hinweise.
Das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die Abholer konnte wie folgt beschrieben werden:
Täter 1:
Männlich, ca. 28 Jahre alt, ca. 165 cm groß, glattrasiert, sprach Hochdeutsch; bekleidet mit einem olivfarbenen T-Shirt, olivfarbene kurze Hose und schwarze zehenfreie Sandalen
Täter 2:
weiblich, schwarze schulterlange Jahre, schlank, tiefe Stirnfalten
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Landshuter Allee, Hübnerstraße und Dom-Pedro-Straße (Neuhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
- Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
- Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
- Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.