Medieninformation der Polizei München vom 28.08.2024
Inhalt:
1347. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Unterhaching
1348. Festnahme von mehreren Tatverdächtigen nach bandenmäßigem Diebstahl – Kirchheim b. München
1349. Brandfall – Trudering
1350. Zurückliegender Wohnungseinbruch; Tatverdächtiger ermittelt – Berg am Laim
1347. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Unterhaching
Am Dienstag, 27.08.2024, gegen 12:30 Uhr, erhielt eine über 70-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München einen Anruf von einer ihr unbekannten männlichen Person. Diese gab sich als Polizeibeamter aus und erklärte der über 70-Jährigen, dass ihre Tochter in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt wäre und sie jetzt eine Kaution von mehreren Zehntausend Euro aufbringen müsse.
Nachdem die Seniorin angab, nicht so viel Bargeld auftreiben zu können, einigte man sich schlussendlich darauf, Uhren und Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro zu übergeben. Die Übergabe fand schließlich in Unterhaching statt.
Im Nachgang wurde der Betrug erkannt und es wurde Anzeige bei der Polizeiinspektion 31 (Unterhaching) erstattet.
Das Kommissariat 61 (Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
Männlich, ca. 25-30 Jahre alt, ca. 180 cm groß, dunkle Haare, normale Statur; bekleidet mit einem blau-weiß-karierten Hemd und einer Jeans
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Hauptstraße, Münchner Straße und Albrecht-Dürer-Straße (Unterhaching) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
• Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
1348. Festnahme von mehreren Tatverdächtigen nach bandenmäßigem Diebstahl – Kirchheim b. München
Am Dienstag, 27.08.2024, gegen 19:00 Uhr, konnten zivile Polizeibeamte des Polizeipräsidiums München zwei zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Personen dabei beobachten, wie diese in einem Firmengelände Starkstromkabel abschnitten und entmantelten. Nach Ansprache durch die Polizeibeamten konnte ein 22-Jähriger mit Wohnsitz in München als Tatverdächtiger festgenommen werden. Dem Anderen gelang die Flucht.
Durch anschließende umfangreiche Ermittlungen der Polizeibeamten vor Ort konnten der flüchtige Täter und weitere Tatverdächtige ermittelt werden. Diese sind im Alter zwischen 25 und 47 Jahren, jeweils mit Wohnsitz in München. Außerdem wurden Beweismittel aufgefunden, welche darauf schließen lassen, dass die fünf Tatverdächtigen über einen längeren Zeitraum Kupferkabel im Wert von mehreren Tausend Euro verkauft haben.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die Tatverdächtigen nach Abschluss der notwendigen polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Sie wurden wegen schweren Bandendiebstahls angezeigt.
Das Kommissariat 51 (Eigentumsdelikte mit Bandenbezug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
1349. Brandfall – Trudering
Am Dienstag, 27.08.2024, gegen 23:00 Uhr, bemerkte ein 50-Jähriger mit Wohnsitz in München, dass die Rauchmelder in seinem Einfamilienhaus ausgelöst hatten und stellte im Keller Rauch fest.
Daraufhin verständigte er unverzüglich die Feuerwehr über den Notruf 112 und verließ zusammen mit seiner Familie das Haus.
Im Kellergeschoss des Hauses hatte sich ein Brand entwickelt, welcher durch die Feuerwehr München gelöscht wurde. Durch den Brand wurde niemand verletzt. Der Sachschaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.
Die weiteren Ermittlungen, unter anderem zur Brandursache, werden vom Kommissariat 13 (Branddelikte) übernommen.
1350. Zurückliegender Wohnungseinbruch; Tatverdächtiger ermittelt – Berg am Laim
Bereits im Zeitraum von Montag, 29.04.2024, 11:00 Uhr, bis Samstag, 04.05.2024, 11:00 Uhr, verschaffte sich ein bis dahin unbekannter Täter gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Berg am Laim. Dort entwendete der Täter Bargeld im niedrigen dreistelligen Bereich.
Am Tatort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen der Münchner Kriminalpolizei durchgeführt.
Die weiteren Ermittlungen in dieser Sache wurden daraufhin vom Kommissariat 53 (Einbruchsdelikte) übernommen.
Durch die Ermittlungen des Kommissariats 53 ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 46-jährigen rumänischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Dieser befindet sich aktuell in anderer Sache in Haft, weswegen von Seiten des Kommissariats 53 ein Anschlusshaftbefehl angeregt wurde.