16.08.2024, Polizeipräsidium Niederbayern

Niederbayern: Größere Menge Bargeld bei Zugkontrolle sichergestellt – Ermittlungen wegen Verdachts der Geldwäsche

PASSAU. Am Donnerstagabend (15.08.2024) gegen 20.30 Uhr stellten Beamte der Grenzpolizeiinspektion Passau bei einer Zugkontrolle eine größere Menge Bargeld. Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat die Ermittlungen übernommen.

Gegen 20.30 Uhr kontrollierten Schleierfahnder einen 33-Jährigen in einem Personenzug von Frankfurt nach Wien. Im Laufe der Kontrolle fanden die Beamten mehrere Bündel Bargeld im Rucksack des Afghanen mit Wohnsitz in Österreich. Nachdem der 33-Jährige keinen plausiblen Grund für Herkunft und Verwendung des Bargeldes benennen konnte, wurde dieses sichergestellt. Insgesamt stellten die Fahnder rund 40.000 Euro Bargeld sicher. Die Kriminalpolizeiinspektion Passau hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Passau die Ermittlungen aufgrund des Verdachts der Geldwäsche übernommen. Diese dauern an.


„Beweislastumkehr“ - Vereinfachte Verfahren für die Vermögensabschöpfung

Mit der Strafrechtsänderung 2017 können die Strafverfolgungsbehörden und Gerichte Vermögenswerte mit unklarer bzw. krimineller Herkunft leichter einziehen – der Nachweis einer konkreten strafbaren Handlung ist hierfür nicht notwendig – d. h. der Betroffene muss nachweisen, dass er das gesicherte Vermögen auf legale Weise erlangt hat. Auch die niederbayerischen Polizeidienststellen gemeinsam mit den Justizbehörden greifen vermehrt auf die rechtlichen Möglichkeiten zurück, um Taterträge zu sichern – denn: „Straftaten dürfen sich nicht lohnen“.


Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, PKin Reiner, Tel. 09421/868-1015
Veröffentlicht: 16.08.2024, 12.07 Uhr