12.07.2024, Polizeipräsidium München

Medieninformation der Polizei München vom 12.07.2024

1081.    Pressekonferenz Vorläufige Abschlussbilanz des Polizeipräsidiums München anlässlich der UEFA EURO 2024 

1082.    Verkehrsunfall zwischen Pkw und Linienbus; vier Personen verletzt – Neuaubing

1083.    Fußgänger stürzt aufgrund abbiegendem Lkw; eine Person verletzt – Neuhausen

1084.    Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Bankangestellter und Falscher Polizeibeamter – Aubing

1085.    Größerer Polizeieinsatz – Giesing

1086.    Größerer Polizeieinsatz – Neubiberg


1081.   Pressekonferenz Vorläufige Abschlussbilanz des Polizeipräsidiums München anlässlich der UEFA EURO 2024

Im Zeitraum von Freitag, 14.06.2024 bis Sonntag, 14.07.2024 findet die 17. UEFA Fußballeuropameisterschaft der Herren in Deutschland statt. Bis auf das Endspiel in Berlin am 14.07.2024 wurden alle Spiele bereits ausgetragen. Das Polizeipräsidium München zieht dabei vor allem zu den sechs Partien, die in München ausgetragen wurden, ein sehr positives Fazit - „Unser Ziel, einen sicheren Rahmen für die Veranstaltung selbst, für die Fans, die Spieler und die Bevölkerung zu geben, haben wir erreicht.“, so der Einsatzleiter und Polizeivizepräsident Michael Dibowski.

In München wurden neben dem Eröffnungsspiel am 14.06.2024 (Deutschland – Schottland) noch drei weitere Partien in der Gruppenphase ausgetragen.

Die weiteren Spiele der Gruppenphase waren die Begegnungen am 17.06. (Rumänien – Ukraine), 20.06. (Slowenien – Niederlande) und 25.06. (Dänemark – Serbien). Dazu kamen ein Spiel im Achtelfinale am 02.07. (Rumänien – Niederlande) sowie das erste Halbfinale am 09.07. (Spanien – Frankreich).

An allen Spieltagen sowie an den Tagen davor, an denen bereits die Teams und zahlreiche Fans anreisten, waren jeweils bis zu 2.000 Polizeibeamtinnen und -beamte im Einsatz. Sie übernahmen die Betreuung der Spiele in der Fußballarena München sowie bei den zahlreichen Begleitveranstaltungen (u. a. Fan-Zone Olympiapark, Fan-Biergärten, Public Viewing und sogenannte Fan-Walks).

Die Fußballarena München war bei allen Spielen so gut wie ausverkauft und auch in der Innenstadt und in den Biergärten im Stadtgebiet hielten sich teilweise viele tausend feiernde Fußballfans vor den Spielen auf. In der Fan-Zone im Olympiapark befanden sich an den Spieltagen und auch an Tagen, an denen keine Spiele in München stattfanden, zum Teil zehntausende Besucherinnen und Besucher.

Bis dato wurden im Kontext mit der UEFA EURO 2024 knapp 500 Verstöße angezeigt. Dabei handelte es sich überwiegend um Ordnungswidrigkeiten.

Bei den registrierten Straftaten handelte es sich u. a. um Körperverletzungen, Rauschgiftdelikte und staatsschutzrelevante Verstöße. Die gravierendsten Vorfälle waren die Auseinandersetzungen mit serbischen Fans in der Innenstadt am 25.06. vor dem Spiel Dänemark – Serbien, bei denen neun Polizeibeamte leicht verletzt wurden. Es wurden in diesem Zusammenhang zehn Personen festgenommen. Gegen sieben Personen wurden wegen des Vorwurfs der Landfriedensbruchs Untersuchungshaftbefehle erlassen.

Im Rahmen des Luftraumschutzkonzeptes konnten über 50 Drohnen festgestellt werden. 14 Piloten wurden entsprechend angezeigt.

Bei den Ordnungswidrigkeiten gab es Verstöße u. a. im Kontext mit dem verbotenen Gebrauch von Pyrotechnik oder wegen des Verkaufs von gefälschten Fanartikeln. Das Zünden von Pyrotechnik wurde vor, während als auch nach den Spielen sowohl in der Arena als auch an den anderen Orten mit hohem Fanaufkommen beobachtet. Die Gefahren durch das Abrennen von Pyrotechnik, insbesondere in Menschenmengen, führten zu einer konsequenten Verfolgung dieser Verstöße.

Insgesamt kann das Verhalten der Fans in München aber als friedlich und aus polizeilicher Sicht sehr positiv bewertet werden. Die Fan-Zone, bei der sich im Besonderen die gute Zusammenarbeit mit der Stadt München und den Veranstaltern zeigte, hat sich ebenfalls bewährt.

Darüber hinaus kam es nach einzelnen Spielen zu spontanen Feiern im Bereich der Leopold- und Ludwigstraße, an denen zum Teil mehrere hundert Fahrzeuge und über 4.000 Personen teilnahmen. Die Münchner Polizei war hier unter anderem auch deshalb vor Ort, um notwendige verkehrslenkende Maßnahmen für diesen Zeitraum durchzuführen.

Ein neues Phänomen für das Polizeipräsidium München stellten die sogenannten Fan-Walks dänischer und holländischer Fans in der Stadt dar. Die Fan-Walks verliefen überwiegend störungsfrei und wurden ebenfalls insbesondere zur Durchführung von Verkehrsmaßnahmen durch die Polizei begleitet.

Im Rahmen unserer intensiven Öffentlichkeitsarbeit wurde nach Möglichkeit und Erfordernis immer zeitgerecht über unsere verschiedenen Kommunikationskanäle informiert.

Die Münchner Polizei dankt an dieser Stelle allen nationalen und internationalen Beteiligten, der Vielzahl von Gästen sowie den Münchnerinnen und Münchnern für die positive und schöne Stimmung, die wir in unserer Stadt während dieses besonderen Sportereignisses wahrnehmen konnten.


 

1082.   Verkehrsunfall zwischen Pkw und Linienbus; vier Personen verletzt – Neuaubing

Am Donnerstag, 11.07.2024, gegen 16:55 Uhr, fuhr ein 36-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck als Fahrer eines Linienbusses auf der Aubinger Straße.

Zur selben Zeit fuhr ein 21-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem BMW Pkw ebenfalls auf der Aubinger Straße.

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen überholte der 21-Jährige den Linienbus und bremste nach dem Einscheren ohne ersichtlichen Grund stark ab, so dass der 36-jährige Busfahrer zu einer Notbremsung gezwungen wurde. Diese reichte jedoch nicht aus, so dass es zu einem Zusammenstoß kam.

Bei der Bremsung und dem Zusammenstoß kamen vier Fahrgäste (eine 29-Jährige, eine 55-Jährige und eine 51-Jährige, alle mit Wohnsitz in München und eine 42-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck) im Linienbus zu Sturz und verletzten sich. Die 29-Jährige und die 51-Jährige kamen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Der Sachschaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

Während der Unfallaufnahme musste die Aubinger Straße für ca. eine Stunde gesperrt werden, weshalb es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


 

1083.   Fußgänger stürzt aufgrund abbiegendem Lkw; eine Person verletzt – Neuhausen

Am Donnerstag, 11.07.2024, gegen 18:40 Uhr, fuhr ein 35-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Lkw samt Anhänger auf der Wendl-Dietrich-Straße in Richtung Rotkreuzplatz.

Zeitgleich befand sich ein 73-Jähriger mit Wohnsitz in München als Fußgänger am Rotkreuzplatz und wollte diesen in Richtung Volkartstraße nördlich überqueren.

Nach derzeitigen Erkenntnissen bog der 35-Jährige mit seinem Lkw nach rechts in den Rotkreuzplatz ab, bemerkte dann den 73-Jährigen und bremste stärker ab, so dass es zu keinem Zusammenstoß mit dem Fußgänger kam. Der 73-Jährige verlor trotzdem das Gleichgewicht, fiel auf die Fahrbahn und verletzte sich schwer. Er musste vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Während der Unfallaufnahme kam es auf dem Rotkreuzplatz in Fahrtrichtung Leonrodstraße zu Verkehrsbehinderungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang, insbesondere der Schaltung der Ampel zum Unfallzeitpunkt machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089 6216-3322, in Verbindung zu setzen.


 

1084.   Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Bankangestellter und Falscher Polizeibeamter – Aubing

Am Donnerstag, 11.07.2024, gegen 09:30 Uhr, wurde eine über 80-Jährige mit Wohnsitz in München am Telefon durch einen unbekannten Mann kontaktiert, der sich als Mitarbeiter einer Bank ausgab. Dieser wies die über 80-Jährige darauf hin, dass es angeblich mehrfach widerrechtliche Abbuchungen von ihrem Konto gegeben haben soll.

Während des noch laufenden Telefonats übergab der unbekannte Anrufer das Gespräch an einen angeblichen Polizeibeamten, welcher sie jetzt anwies, einen Bargeldbetrag in einem niedrigen fünfstelligen Wert von ihrem Konto abzuheben, um weitere Abbuchungen zu unterbinden. In der Folge wurde sie weiterhin kontaktiert und durch die unbekannten Täter aufgefordert, da sich angeblich Falschgeld unter ihrem abgehobenen Bargeld befand, das gesamte Geld zu verpacken und vor ihrem Wohnanwesen zu deponieren. Ein weiterer unbekannter Täter übernahm das abgelegte Geld und entfernte sich fußläufig wieder von der Abholörtlichkeit.

Im weiteren Verlauf hielt die über 80-Jährige Rücksprache mit einem Angehörigen, der sie über den Betrug aufmerksam machte, weshalb sie im Nachgang den Polizeinotruf 110 verständigte.

Das Kommissariat 61 (Organisierter Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter (Abholer) wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 40 Jahre alt, ca. 185 cm groß, ca. 85 kg, südosteuropäische Erscheinung, braune Haare, Kurzhaarschnitt; schwarze Hose, weißes Hemd

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Sulzemooser Straße, Schönbrunner Straße, Maria-Brunner-Straße, Kronwinkler Straße und Bergsonstraße (Aubing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Am Telefon versuchen Betrüger immer wieder ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden, dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben, der sich ebenfalls als Polizist ausgibt. Dazu behaupten die Betrüger beispielsweise, dass Geld- und Wertgegenstände bei ihren Opfern zuhause oder auf der Bank nicht mehr sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.

Beachten Sie vor allem:
•           Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
•           Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
•           Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
•           Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.


 

1085.   Größerer Polizeieinsatz – Giesing

Am Donnerstag, 11.07.2024, gegen 13:30 Uhr, kam es im Bereich des Tegernseer Platzes zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Personen. Infolgedessen meldeten sich mehrere Anrufer beim Polizeinotruf und teilten mit, dass eine Person mit einem Messer verletzt worden sei.

Aufgrund dessen begab sich die Münchner Polizei mit einer Vielzahl von Einsatzkräften zum Tatort. Da sich die beteiligten Personen nicht mehr vor Ort befanden, fahndeten Polizeibeamte mit entsprechender Ausrüstung und Bewaffnung im nahegelegenen U-Bahnhof Silberhornstraße nach den Beteiligten.

Im Rahmen der Fahndung konnte durch Polizeikräfte in Tatortnähe der Verletzte, ein 42-Jähriger mit Wohnsitz in München, mit Schnittverletzungen an der Hand festgestellt werden. Er wurde noch vor Ort ärztlich versorgt und kam anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Da gegen ihn zudem ein offener Haftbefehl vorlag, wurde er im Anschluss der Haftanstalt überstellt.

Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass es zunächst einen Streit zwischen dem verletzten 42-Jährigen und einem 57-Jährigen mit Wohnsitz in München gegeben hatte. In Folge des Streites verletzte der 57-Jährige den 42-Jährigen mit einem Messer.

Der 57-Jährige wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Das Kommissariat 26 (Körperverletzungsdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


 

1086.   Größerer Polizeieinsatz – Neubiberg

Am Donnerstag, 11.07.2024, gegen 14:30 Uhr, kam es in einem Restaurant in Neubiberg zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 48-Jährigen mit Wohnsitz im Landkreis München und einem 47-Jährigen mit Wohnsitz in München.

Hierbei verletzte der 48-Jährige den 47-Jährigen mit einem scharfen Gegenstand leicht im Bereich des Oberkörpers. Der 47-Jährige flüchtete danach in ein nahegelegenes Geschäft und sperrte sich dort zusammen mit einer Zeugin ein. Der 48-Jährige entfernte sich ebenso vom Tatort. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem Tatverdächtigen führten zu diesem Zeitpunkt nicht zu dessen Auffindung.

Der 47-Jährige wurde nach der Behandlung in einem Krankenhaus wieder entlassen.

Am Freitag, 12.07.2024, gegen 00:05 Uhr, meldete sich eine Mitteilerin beim Polizeinotruf 110 und gab an, im Bereich der Luitpoldbrücke eine verdächtige männliche Person mit Blutanhaftungen, aus einem Gebüsch kommend, wahrgenommen zu haben. Wie sich herausstellte, handelte es sich hierbei um den geflüchteten 48-Jährigen. Er wurde vorläufig festgenommen und wegen der gefährlichen Körperverletzung angezeigt.

Da ein weiteres gefährdendes Verhalten nicht ausgeschlossen werden konnte und er psychisch auffällig auf die Polizeibeamten wirkte, wurde der 48-Jährige im weiteren Verlauf in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 26 (Körperverletzungsdelikte) geführt.

Hinweis der Münchner Polizei:
Sollten Sie verdächtige Wahrnehmungen machen, wie in diesem Fall, eine mit Blutanhaftungen aus dem Gebüsch kommende Person beobachten, zögern Sie nicht und melden sich beim Polizeinotruf 110. Die Polizei München geht jedem Anruf nach, da jeder Anruf wichtig sein kann und wie im oben beschriebenen Fall zur Ergreifung eines Tatverdächtigen führen kann.