Medieninformation der Polizei München vom 20.06.2024
940. Einsatzvorbereitung und Hinweise zum heutigen Spiel der EURO 2024 in München
941. Verkehrsunfall zwischen Fußgänger und Pkw; eine Person verletzt – Untermenzing
942. Festnahme eines Tatverdächtigen nach exhibitionistischer Handlung – Hadern
943. Mehrere Sachbeschädigungen an parkenden Kraftfahrzeugen – Unterhaching
944. Brandstiftung an mehreren Kraftfahrzeugen – Schwanthaler Höhe
945. Täterermittlung nach besonders schwerem Diebstahl von Fahrrädern – Trudering und Riem
946. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Isarvorstadt
947. Organisierter Callcenterbetrug durch falschen Bankmitarbeiter/Polizeibeamter– Neuaubing
948. Terminhinweis: Öffentliche Veranstaltung „40 Jahre Polizei Sendling“
940. Einsatzvorbereitung und Hinweise zum heutigen Spiel der EURO 2024 in München
Heute, am Donnerstag, 20.06.2024, um 15:00 Uhr, wird das dritte Spiel der EURO 2024 in München zwischen Slowenien und Serbien stattfinden.
Für die Betreuung des Spiels wird die Münchner Polizei heute mit bis zu 2.000 Polizeibeamtinnen und -beamten im Einsatz sein und wie auch in den vorigen Tagen im Stadtgebiet, in der Fan-Zone, im Stadion und auf den Zufahrtswegen präsent sein.
Aufgrund unserer Erfahrungen bei den bisherigen Spielen in München weist die Münchner Polizei auf folgende Punkte hin:
Das Zünden von Pyrotechnik ist im gesamten Stadtgebiet, in der Fan-Zone und auch in der Fußball-Arena nicht erlaubt.
Dazu gab es immer wieder Fälle, dass Fußballfans mit einer deutlichen Alkoholisierung E-Scooter benutzt haben. Wir weisen darauf hin, dass diese Fahrzeuge rechtlich als Kraftfahrzeuge gelten und somit auch die rechtlichen Vorgaben in Bezug auf die Benutzung von Kraftfahrzeugen mit Alkohol und anderen berauschenden Mitteln zur Anwendung kommen. Aufgrund der Risiken bei der Benutzung von E-Scootern unter dem Einfluss von Alkohol wird die Münchner Polizei diese Situation im Blick haben.
Bei den letzten Spielen gab es auch immer Situationen, bei denen Fußballfans Gesten gezeigt haben, die aufgrund ihres historischen Kontextes in Deutschland verboten sind. Solche Fälle werden konsequent von der Polizei zur Anzeige gebracht.
Auch die Verwendung der Symbolik „Z“ kann strafrechtlich relevant sein und wird von der Münchner Polizei geprüft. Auch hier bitten wir um die entsprechende Sensibilität.
Die Münchner Polizei wünscht allen Fußballinteressierten und allen Fans einen sportlich spannenden, friedlichen und unterhaltsamen Tag.
941. Verkehrsunfall zwischen Fußgänger und Pkw; eine Person verletzt – Untermenzing
Am Mittwoch, 19.06.2024, gegen 07:30 Uhr, fuhr eine 44-Jährige mit Wohnsitz in München mit einem Kia Pkw auf dem rechten der beiden vorhandenen Fahrstreifen der Von-Kahr-Straße in Richtung BAB A8. Dabei befand sie sich auf Höhe der S-Bahnstation Untermenzing.
Zeitgleich kam ein 17-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis Dachau als Fußgänger von der S-Bahn.
Nach derzeitigen Erkenntnissen, beabsichtigte der 17-Jährige die Von-Kahr-Straße zu überqueren, um zur Bushaltestelle zu gelangen. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Kia Pkw der 44-Jährigen.
Durch den frontalen Aufprall stürzte der 17-Jährige und er wurde schwer verletzt, weshalb er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht werden musste.
Der Sachschaden am Pkw wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.
Während der Unfallaufnahme musste die Von-Kahr-Straße für die Dauer von ca. einer Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Der Verkehr wurde abgeleitet, weshalb es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
942. Festnahme eines Tatverdächtigen nach exhibitionistischer Handlung – Hadern
Am Mittwoch, 19.06.2024, gegen 21:15 Uhr, befand sich eine 23-Jährige mit Wohnsitz in München in der Gräfelfinger Straße. Dort stellte sie einen ihr unbekannten Mann auf der gegenüberliegenden Straßenseite fest, der sexuelle Handlungen an sich selbst vornahm. Dabei suchte der Mann intensiven Blickkontrakt zur 23-Jährigen. Aufgrund dessen verständigte sie den Polizeinotruf 110.
Auch als die erste Streife der Münchner Polizei an der Tatörtlichkeit eingetroffen war, unterbrach der Tatverdächtige sein Handeln nicht. Auf Ansprache reagierte er nicht und versuchte zu flüchten. Er wurde vorläufig festgenommen.
Dabei leistete er Widerstand, indem er mit den Armen um sich schlug. Er wurde von den Beamten zu Boden gebracht. Bei der Situation wurde er leicht verletzt. Im Anschluss verbrachten die Beamten den Tatverdächtigen auf eine Polizeiinspektion, wo er ärztlich behandelt wurde. Es handelt sich um einen 48-jährigen Rumänen ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Der 48-Jährige wurde wegen der exhibitionistischen Handlung und dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wird im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.
Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
943. Mehrere Sachbeschädigungen an parkenden Kraftfahrzeugen – Unterhaching
Am Samstag, 15.06.2024, meldete sich, gegen 08:45 Uhr, ein Mitteiler beim Polizeinotruf 110 und gab an, dass sein und zwei weitere in der Habichtstraße abgestellte Fahrzeuge (Pkw) zerkratzt wurden.
Bei den ersten polizeilichen Ermittlungen vor Ort konnte ein Tatzeitraum auf die Zeit zwischen 07:30 Uhr und 08:30 Uhr eingegrenzt werden. Es stellte sich zusätzlich heraus, dass im Bereich zwischen der Münchner Straße und dem S-Bahnhof Fasanenpark weitere Fahrzeuge (insgesamt 25) mit einem unbekannten Gegenstand zerkratzt wurden.
Das Kommissariat 26 (u.a. Sachbeschädigungen) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum (Samstag, 15.06.2024, zwischen 07:30 Uhr und 08:30Uhr) im Bereich der Habichtstraße, Bussardstraße, Carl-Duisberg-Straße, Albert-Schweizer-Straße und Parkstraße (Unterhaching) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion 31, Tel.: 089 61562-0 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
944. Brandstiftung an mehreren Kraftfahrzeugen – Schwanthaler Höhe
Am Mittwoch, 19.06.2024, gegen 17:20 Uhr, wurde die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München über einen Brand in einer Tiefgarage in der Ganghofer Straße informiert. Ein Anwohner stellte vor Ort in der Tiefgarage fest, dass die Abdeckplanen von zwei Pkw und einem Krad, die an unterschiedlichen Bereichen in der Tiefgarage abgestellt waren, in Brand standen.
Die Brände konnten durch die Feuerwehr rasch gelöscht werden. Die Polizei sperrte den Bereich ab. Einen Sofortfahndung im Bereich nach etwaigen tatverdächtigen Personen verlief negativ.
Der entstandene Sachschaden wird auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag geschätzt. Personen wurden durch die Brände nicht verletzt.
Das Kommissariat 13 (Branddelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum (Mittwoch, 19.06.2024, zwischen 16:00 Uhr und 17:30 Uhr) im Bereich der Ganghoferstraße, Ridlerstraße, Linus-Pauling-Straße und Max-Hirschberg-Weg (Schwanthaler Höhe) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
945. Täterermittlung nach besonders schwerem Diebstahl von Fahrrädern – Trudering und Riem
Am Sonntag, 17.03.2024, meldete sich ein Zeuge mit Wohnsitz in München bei der Polizeiinspektion 24 (Perlach) und er gab an, soeben auf einer Verkaufsplattform im Internet sein kurz zuvor entwendetes Mountainbike gefunden zu haben. Zusammen mit Polizeibeamten wurde ein Ankaufstermin mit dem Verkäufer vereinbart.
Zum Verkaufstermin wurde ein 19-Jähriger mit Wohnsitz in München angetroffen, der das zwischen dem 15.03. und 17.03.2024 entwendete Mountainbike mit sich führte. Mittels eines mitgeführten Eigentumsnachweises konnte das Fahrrad dem Mitteiler zugeordnet werden.
Der 19-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen und zur Identitätsfeststellung zu seiner Wohnanschrift begleitet. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen gab der 19-Jährige zu, in einem Fahrradabstellraum weitere Räder zu lagern, die für den Verkauf bestimmt seien. Auch für diese hatte weder Ankaufsnachweise. Insgesamt wurden vier Räder im Keller gefunden, wovon eines sofort nach Abgleich mit dem polizeilichen Datenbestand, einem kurz zuvor angezeigten Fahrraddiebstahl zugeordnet werden konnte.
Der 19-Jährige wurde aufgrund dessen zum Polizeipräsidium München verbracht, wegen des besonders schweren Diebstahls angezeigt und nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen.
In der Folge wurden weitere Recherchen zu gestohlenen Fahrrädern durchgeführt. Dabei konnten weitere Taten geklärt werden. Die zugeordneten Fahrräder wurden den jeweiligen Besitzern wieder ausgehändigt.
Das Kommissariat 53 führt weiterhin die Ermittlungen.
946. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Isarvorstadt
Am Mittwoch, 19.06.2024, gegen 14:00 Uhr, erhielt ein über 80-Jähriger mit Wohnsitz in München einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Der bislang unbekannte Täter teilte ihm mit, dass eine Angehörige des Seniors einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine Person tödlich verletzt wurde. Zur Freilassung der Angehörigen wurde eine hohe Kaution gefordert. Der Senior übergab wenig später an seiner Wohnadresse Edelmetall im Wert von über 100.000 Euro an einen Abholer.
Als der über 80-Jährige einige Zeit später den Betrug erkannte, wandte er sich an die Polizei und erstattete Anzeige.
Das Kommissariat 61 (Vermögensdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Müllerstraße, Hans-Sachs-Straße und Kolosseumstraße (Isarvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
• Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
947. Organisierter Callcenterbetrug durch falschen Bankmitarbeiter/Polizeibeamter– Neuaubing
Am Mittwoch, 19.06.2024, gegen 10:00 Uhr, erhielt eine 70-Jährige mit Wohnsitz in München zunächst einen Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters, welcher angab, dass vom Konto der Seniorin unberechtigter Weise in betrügerischer Absicht, Geld abgehoben wurde.
Nach dem das Gespräch beendet wurde, rief kurze Zeit später ein angeblicher Polizeibeamter bei der Seniorin an. Dieser forderte sie auf, möglichst viel Geld von ihrem Konto abzuheben, dieses in ein Kuvert zu stecken und unter dem Radkasten eines vor dem Anwesen stehenden Pkw zu legen. Der angebliche Polizeibeamte gab an, dass dies nötig sei, um die Täter zu fassen.
Die Seniorin folgte den Anweisungen und deponierte dort mehrere Tausend Euro. Nachdem sie einige Zeit später mit einem Angehörigen telefonierte, wurde der Betrug schließlich bekannt. Das Kuvert mit dem Geld wurde in der Zwischenzeit durch einen unbekannten Täter abgeholt. Die 70-Jährige verständigte daraufhin den Notruf der Polizei.
Das Kommissariat 61 (Vermögensdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Hohensteinstraße, Hoheneckstraße und Wertheimer Straße (Neuaubing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Am Telefon versuchen Betrüger immer wieder ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden, dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben, der sich ebenfalls als Polizist ausgibt. Dazu behaupten die Betrüger beispielsweise, dass Geld- und Wertgegenstände bei ihren Opfern zuhause oder auf der Bank nicht mehr sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.
Beachten Sie vor allem:
• Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
948. Terminhinweis: Öffentliche Veranstaltung „40 Jahre Polizei Sendling“
Am Samstag, 22. 06.2024, lädt die Polizeiinspektion 15 (Sendling) in der Treffauerstraße 56 herzlich ein, „40 Jahre Polizeiinspektion Sendling“ zu feiern.
Von 11:00 bis 18:00 Uhr wird sowohl in der Dienststelle als auch auf dem gegenüberliegenden Gelände der Pfarrei St. Heinrich ein buntes Programm geboten.
Von der Verhaltensprävention über Vorführungen der Diensthundestaffel bis hin zu spannenden Bobby-Car-Rennen und Kinderschminken. Außerdem können historische und aktuelle Polizeifahrzeuge besichtigt oder ein Blick durch die Rauschbrille geworfen werden.
Um auch einmal hinter die Kulissen sehen zu können, bieten wir die Möglichkeit, Teile des Polizeigebäudes, z.B. die Arrestzellen, zu besichtigen. Und natürlich steht Ihnen Ihre Sendlinger Polizei für persönliche Gespräche und Informationen zur Verfügung.