19.11.2024, Polizeipräsidium München

Medieninformation der Polizei München vom 19.11.2024

1843.   Tätlicher Angriff auf Taxifahrer – Schwabing

1844.   Raubdelikt – Untergiesing

1845.   Raubdelikt – Ludwigsvorstadt

1846.   Vergehen nach dem Gewaltschutzgesetz – Am Hart


1843.   Tätlicher Angriff auf Taxifahrer – Schwabing

Am Sonntag, 17.11.2024, gegen 02:55 Uhr, fuhr ein 49-jähriger Taxifahrer mit Wohnsitz in München einen Fahrgast, einen 26-Jährigen mit Wohnsitz in München, zu seinem Fahrziel. Der Fahrgast saß hinter dem Taxifahrer.

Im Bereich der Leopoldstraße Ecke Petuelring griff ihn der Fahrgast unvermittelt an, schlug auf ihn ein und versuchte ihn mit Hilfe des Sicherheitsgurts zu würgen. Hierbei verlor der Taxifahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit einem Verkehrszeichen. Im Anschluss konnte er sich aus dem Fahrzeug befreien. Als der Fahrgast wieder auf ihn losging, gingen Passanten dazwischen und alarmierten die Polizei.

Als die erste Streife eintraf, wurde der Angreifer gefesselt und begann umgehend, sich den Polizeibeamten gegenüber ebenfalls aggressiv zu verhalten. Zudem beleidigte er sie durchgehend.

Er wurde zunächst zu einer nahegelegenen Polizeidienststelle gebracht. In der Haftzelle randalierte er dermaßen, dass es anschließend nicht mehr möglich war, die Tür zu öffnen. Diese musste durch die hinzugerufene Feuerwehr geöffnet werden. Im Anschluss wurde beim 26-Jährigen eine Blutentnahme durchgeführt. Nach der polizeilichen Sachbearbeitung wurde er wieder entlassen.

Der Taxifahrer wurde leicht verletzt. Am Taxi entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro.

Gegen den 26-Jährigen werden nun u.a. Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr geführt.

 


1844.   Raubdelikt – Untergiesing

Am Dienstag, 19.11.2024, gegen 01:45 Uhr, befanden sich ein 29-Jähriger mit Wohnsitz in München und ein 22-Jähriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland zu Fuß in der Humboldtstraße. Ihnen kam ein Unbekannter entgegen und sprach sie auf einen mitgeführten Koffer an. Der Unbekannte zog unvermittelt ein Messer aus der Jackentasche und bedrohte die beiden. Außerdem trat er dem 29-Jährigen den mitgeführten Koffer aus der Hand und sagte, dass es nun seiner wäre.

Der 29-Jährige und der 22-Jährige setzten sich daraufhin gemeinsam zur Wehr und es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen den drei Personen. Hierbei zog sich der 22-Jährige eine Schnittverletzung an der Hand zu. Der 29-Jährige wurde ebenfalls leicht verletzt. Beide wurden im Anschluss ambulant in einem Münchner Krankenhaus behandelt.

Es wird davon ausgegangen, dass der Täter ebenfalls im Gesicht verletzt wurde. Anschließend flüchtete er ohne Tatbeute in Richtung Pilgersheimer Straße bzw. Unterführung Plattnerstraße.

Eine sofort eingeleitete Fahndung erbrachte keine Hinweise auf den Täter.

Das Kommissariat 21 (Raubdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 200 cm groß, ca. 85 kg schwer, osteuropäisches Erscheinungsbild, Glatze, sprach Deutsch mit polnischem Akzent; war bekleidet mit einem schwarzen Pullover mit Sonnenmotiv, einer dunklen Arbeitshose und trug vermutlich im Gesicht Verletzungen davon

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Humboldtstraße, Pilgersheimer Straße und Unterföhring Plattnerstraße (Untergiesing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Wem ist im Anschluss eine Person mit obiger Beschreibung und Gesichtsverletzung aufgefallen?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 


1845.   Raubdelikt – Ludwigsvorstadt

Am Samstag,16.11.2024, gegen 22:00 Uhr, befand sich ein 23-Jähriger mit Wohnsitz in Köln an einer Bushaltestelle in der Arnulfstraße. Dort wurde er von zwei bislang unbekannten Männern angesprochen. Einer der Männer zeigte eine Schusswaffe, die in seinem Hosenbund steckte und forderte den 23-Jährigen auf, ihnen zu folgen.

Daraufhin versuchte der 23-Jährige zu flüchten, woraufhin es zu einem Gerangel kam. In dessen Verlauf wurde dem 23-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Anschließend ließen beide Täter von ihm ab und der 23-Jährige konnte flüchten. Dabei traf er auf eine Rettungswagenbesatzung, welche die Bundespolizei verständigte.

Eine Entwendung von Gegenständen oder Bargeld fand nicht statt. Der 23-Jährige wurde bei dem Vorfall leicht verletzt und vom Rettungsdienst vor Ort behandelt.

Das Kommissariat 21 (Raubdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben:

Täter 1:
Männlich, 20-25 Jahre alt, ca. 175 cm groß, arabisches Erscheinungsbild, schmale Statur, vermutlich dunkle kurze Haare, dunkler Oberlippenbart, sprach akzentfreies Deutsch; Bekleidung: schwarze Kapuzenjacke, rote Oberbekleidung unter der Jacke, schwarze Jogginghose; führte eine Schusswaffe mit sich

Täter 2:
Männlich, 20-25 Jahre alt, ca. 180-185 cm groß, südeuropäisches Erscheinungsbild, normale Statur (etwas kräftiger als Täter 1); Bekleidung: schwarze Kapuzenjacke, schwarze Hose und Handschuhe; führte ein Pfefferspray mit sich

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Arnulfstraße, Bahnhofsplatz und Pfefferstraße (Ludwigsvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 


1846.   Vergehen nach dem Gewaltschutzgesetz – Am Hart

Bereits am Mittwoch, 15.10.2024, wurde eine gehörlose über 30-jährige Münchnerin von ihrem ehemaligen Lebensgefährten, einem 38-jährigen Deutschen ohne festen Wohnsitz, körperlich misshandelt und bedroht. Die über 30-Jährige flüchtete sich nach der Tat zu einer Nachbarin und verständigte über diese die Polizei. Der 38-Jährige konnte damals jedoch nicht mehr vor Ort angetroffen werden.

Durch die Hilfe einer der Gebärdensprache mächtigen Polizeibeamtin der Polizeiinspektion 47 (Milbertshofen) wurde die sogenannte „nora Notruf-App“ auf dem Mobiltelefon der über 30-Jährigen installiert, um ihr selbst die Möglichkeit zu geben, den Polizeinotruf 110 zu verständigen. So konnte die Frau am Mittwoch, 13.11.2024, gegen 18:00 Uhr, einen Notruf absetzen. Der 38-Jährige hatte sich, trotz eines mittlerweile beim Familiengericht erwirkten Kontaktverbotes nach dem Gewaltschutzgesetz, erneut der Wohnung seiner ehemaligen Partnerin genähert. Er konnte in unmittelbarer Nähe zur Wohnanschrift der über 30-Jährigen angetroffen und festgenommen werden.

Ein Ermittlungsrichter erließ am darauffolgenden Tag, dem 14.11.2024, einen Haftbefehl gegen den 38-Jährigen.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 22 geführt.