17.07.2024, Polizeipräsidium München

Medieninformation der Polizei München vom 17.07.2024

Inhalt:

1106.   Körperverletzung und Beleidigung mit antisemitischem Hintergrund – Ludwigsvorstadt

1107.   Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Trudering

1108.   Sexuelle Belästigungen – Moosach und Neuhausen

1109.   Einbruch in ein Restaurant – Laim

1110.   Terminhinweis: Sommerkonzert des Frauenchors der Münchner Polizei – Schwabing


1106.   Körperverletzung und Beleidigung mit antisemitischem Hintergrund – Ludwigsvorstadt

Am Montag, 15.07.2024, gegen 20:50 Uhr, befand sich ein 34-Jähriger mit Wohnsitz in München zu Fuß im Bereich der Schillerstraße. Aufgrund seiner auf dem Kopf getragenen Kippa war er als Person jüdischen Glaubens erkennbar.

Ein unbekannter Täter sprach ihn daraufhin in aggressiver Art und Weise an und beleidigte ihn mit antisemitischem Hintergrund. Außerdem packte er ihn kraftvoll im Bereich der Schultern, so dass der 34-Jährige leicht verletzt wurde. Kurz darauf flüchtete der unbekannte Täter zu Fuß.

Die Generalstaatsanwaltschaft München hat das Verfahren übernommen, der Zentrale Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Justiz leitet die Ermittlungen.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben:

Männlich, ca. 180 cm groß, arabisches Erscheinungsbild, schlanke Statur, schwarze Haare, hatte mehrere kleine Narben auf dem linken Unterarm, sprach arabisch und englisch; er war bekleidet mit einer rot-schwarzen Basecap, einem weißen T-Shirt, einer blauen Jeans

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Schillerstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 45, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1107.   Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Trudering

Am Dienstag, 16.07.2024, gegen 14:00 Uhr, erhielt eine über 80-Jährige mit Wohnsitz in München einen Anruf, bei dem sich eine unbekannte Frau meldete und sich als ihre Enkelin ausgab. Sie schilderte, dass sie in Italien einen Verkehrsunfall gehabt habe, bei dem eine Person getötet worden sei. Nun müsse sie einen hohen Geldbetrag als Kaution bezahlen.

Im weiteren Verlauf telefonierte die über 80-Jährige mit einer männlichen Person, die sich als Oberstaatsanwalt ausgab. Hierbei wurde sie aufgefordert, Geld und Wertgegenstände in einen Karton vor ihrer Haustür abzulegen, um die Kaution zu begleichen.

Kurz darauf trat eine unbekannte männliche Person als Abholer an die Seniorin heran und nahm den Karton mit den Wertsachen an sich. Hierbei entstand ein Schaden von mehreren Zehntausend Euro.

Kurz darauf kamen der über 80-Jährigen Zweifel an der Echtheit des Anrufs, woraufhin sie den Polizeinotruf verständigte. Trotz eingeleiteter Fahndungsnahmen konnten keine tatrelevanten Personen mehr festgestellt werden.

Das Kommissariat 61 (Organisierter Callcenterbetrug) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Am Dienstag, 16.07.2024 wurden der Polizei 18 Anrufe durch falsche Polizeibeamte im gesamten Stadtgebiet gemeldet.
Wir gehen noch von einer viel höheren Dunkelziffer aus. Außerdem rechnen wir damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.
Alle angerufenen Personen gingen nicht auf die Forderungen der Anrufer ein und sie benachrichtigten sofort die Polizei über den Notruf 110.


Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

•           Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.

•           Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

•           Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.

•           Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

•           Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

•           Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.


1108.   Sexuelle Belästigungen – Moosach und Neuhausen

Fall 1:
Am Freitag, 12.07.2024, gegen 00:05 Uhr, befand sich eine 27-Jährige mit Wohnsitz in München im Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Rotkreuzplatz. Als diese auf der Rolltreppe in Richtung Ausgang Wendl-Dietrich-Straße fuhr, berührte sie ein 29-Jähriger mit albanischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland mit beiden Händen unsittlich an ihrem Gesäß.

Die 27-Jährige informierte an der Oberfläche der U-Bahnhaltestelle Polizeibeamte über den Vorfall. Im weiteren Verlauf konnten diese den Tatverdächtigen direkt am Bahnsteig antreffen und festnehmen. Dieser wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Von dort aus wurde er am Folgetag durch die Staatsanwaltschaft entlassen.

Fall 2:
Am Montag, 15.07.2024, gegen 20:35 Uhr, befand sich eine 45-Jährige mit Wohnsitz in München am Bahnsteig des U-Bahnhofs Westfriedhof.

Zeitgleich befand sich wiederum der 29-Jährige mit albanischer Staatangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland am Bahnsteig. Der 29-Jährige trat von hinten an sie heran und berührte sie oberhalb der Kleidung unsittlich am Gesäß. Daraufhin verständigte sie sofort den Notruf der Polizei.

Am U-Bahnhof Gern wurde der Tatverdächtige kurz darauf durch die eingesetzten Polizeibeamten angetroffen und festgenommen. Er wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt und einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl.

Das Kommissariat 15 (Sexualdelikte) hat die weiteren Ermittlungen in beiden Fällen übernommen.

 


1109.   Einbruch in ein Restaurant – Laim

Am Dienstag, 16.07.2024, gegen 02:00 Uhr, gelangte ein bislang unbekannter Täter gewaltsam in ein Schnellrestaurant in Laim.

Dort entwendete er unter anderem einen Tresor sowie Bargeld im Wert von mehreren Tausend Euro.

Am Tatort wurden umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt.

Das Kommissariat 52 (Einbruchsdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 175 cm groß; Bekleidung: Oranges T-Shirt, orange Kappe mit weißer Aufschrift, schwarze Handschuhe, schwarze Maske über dem Gesicht

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Fürstenrieder Straße und Valpichlerstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 52, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1110.   Terminhinweis: Sommerkonzert des Frauenchors der Münchner Polizei – Schwabing

Am Sonntag, 21.07.2024, um 19:00 Uhr, findet das diesjährige Sommerkonzert des Frauenchors der Münchner Polizei in der Erlöserkirche Schwabing, Ungererstrasse 19, statt.

Das Konzert ist ein Benefizkonzert für den Verein „Ein Herz für Rentner e.V.“. Die Hälfte der Spendeneinnahmen gehen an den Verein, die andere Hälfte kommt der eigenen Chorarbeit zugute.

Musikalisch zeigt dieses Konzert das ganze Spektrum des Chors, von Musical über Schlager, Deutschpop und Rock ist für jeden Geschmack etwas geboten. Roland Hefter, Sänger von „Isarrider“ und Vorstand des Vereins „Ein Herz für Rentner“ wird den Verein beim Konzert vorstellen.