194. Bundesweite Festnahmen mehrerer Tatverdächtigen nach Urkundenfälschung
195. Festnahme mehrerer Trickbetrüger – Thalkirchen
-siehe Medieninformation vom 03.02.2026, Nr. 179
196. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Haidhausen
197. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Solln
198. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Widerstand gegen Polizeibeamte – Ramersdorf
199. Verdacht des Wohnungsraubes; eine Person verletzt – Fürstenried
200. Verkehrsunfall zwischen Fußgänger und Pkw; eine Person schwer verletzt – Pullach im Isartal
201. Kleinkraftrad entzieht sich Verkehrskontrolle – Lochhausen
202. Amtswechsel bei der Polizeiinspektion 48 – Oberschleißheim
-Fotos
203. Festnahme eines zweiten Tatverdächtigen wegen Brand einer Obdachlosenbehausung – Lerchenau
-siehe Medienbericht vom 04.11.2025, Nr. 1816
-siehe Medienbericht vom 07.11.2025, Nr. 1833
204. Größerer Polizeieinsatz - Ludwigsvorstadt
194. Bundesweite Festnahmen mehrerer Tatverdächtigen nach Urkundenfälschung
Fall 1:
Am Montag, 10.11.2025, bestellte eine zu diesem Zeitpunkt unbekannte männliche Person bei einer Apotheke in Unterföhring telefonisch ein hochpreisiges Arzneimittel vor. Rezepte für unter anderem dieses Arzneimittel hatten sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als gefälscht herausgestellt.
Am Mittwoch, 12.11.2025, betrat ein weiterer zu diesem Zeitpunkt unbekannter Mann die Apotheke und wollte ein gefälschtes Rezept einlösen. Der Mitarbeiter erkannte die Fälschung und händigte dem Mann das Medikament nicht aus. Anschließend verließ der Mann die Apotheke in unbekannte Richtung.
Am Donnerstag, 14.11.2025, wollte ein zu diesem Zeitpunkt unbekannter Mann in einer Apotheke am Laimer Platz ein gefälschtes Rezept einlösen. Ein Mitarbeiter der Apotheke verständigte daraufhin telefonisch die Polizei, woraufhin die eingesetzten Beamten den Tatverdächtigen vor Ort festnehmen konnten. Es handelte sich hierbei um einen 25-Jährigen moldauischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Den Ermittlungen zufolge steht der Tatverdächtige im Zusammenhang mit der zuvor versuchten Rezepteinlösung in Unterföhring. Durch die fortlaufenden Ermittlungen konnten ihm weitere Einlösungen nachgewiesen werden.
Bereits am Festnahmetag stellten die Beamten im Rahmen der Ermittlungen fest, dass der unbekannte Anrufer nach wie vor von Berlin aus täglich eine Vielzahl an Apotheken im gesamten Bundesgebiet für die Einlösung gefälschter Rezepte kontaktierte.
Im Rahmen weiterer polizeilicher Maßnahmen wurden Postsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin mit entsprechenden Postbeschlagnahmebeschlüssen belegt. Dabei wurden verschreibungspflichtige hochpreisige Arzneimittel festgestellt, deren Herkunft aus der Einlösung falscher Rezepte in Baden-Württemberg und Niedersachsen stammt.
In anschließender Kooperation mit dem Polizeiposten Mannheim-Seckenheim und der Staatsanwaltschaft Heidelberg wurde ein sofort erlassender Durchsuchungsbeschluss für einen der Paketabsender vollzogen. Es handelte sich dabei um einen 35-jährigen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Hessen.
Bei der Durchsuchung konnten eine Vielzahl an Arzneimitteln sowie an gefälschten Rezepten beschlagnahmt werden. Der 35-Jährige befindet sich aktuell in Untersuchungshaft.
Im Rahmen weiterer Ermittlungen konnte am Freitag, 21.11.2025, ein Tatverdächtiger als mutmaßlicher unbekannter männlicher Anrufer in einer Schule in Berlin vom dortigen Landeskriminalamt festgenommen werden.
Es handelte sich hierbei um einen 15-jährigen moldauischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Berlin. Bei den anschließenden Durchsuchungsmaßnahmen in seiner elterlichen Wohnung konnte das Mobiltelefon mitsamt der verwendeten SIM-Karte für seine Apothekenanrufe aufgefunden werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 15-Jährige wieder entlassen.
Der Warenwert aller sichergestellten Arzneimittel und noch nicht eingelöster Rezepte liegt derzeit im sechsstelligen Bereich.
Die fortlaufenden Ermittlungen werden durch das Kommissariat 84 geführt.
Fall 2:
Nach vorangegangenen Festnahmen im Laufe des gesamten Jahres 2025 konnten auch in den Monaten November und Dezember 2025 Tatverdächtige nach Einlösungen gefälschter Kassenrezepte, unter anderem auch in München, festgenommen werden.
Zunächst ermöglichte die Ergreifung eines 25-jährigen ukrainischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland, welche bereits am 14.11.2025 bei einer Apotheke am Laimer Platz stattfand, die Festnahme eines 15-jährigen moldauischen Staatsbürgers mit Wohnsitz in Berlin.
Diesem wird zur Last gelegt, für telefonische Vorbestellungen von Arzneimitteln in Apotheken im gesamten Bundesgebiet verantwortlich gewesen zu sein.
Am Mittwoch, 17.12.2025, konnten drei Beamte des Kommissariats 84 zusammen mit dem LKA Berlin und einer eingesetzten Berliner Hundertschaft insgesamt 13 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts München vollziehen. Die Durchsuchungsaktion führte zur Auffindung von weiteren Arzneimitteln sowie zahlreichem Diebesgut, darunter auch Mobiltelefonen, die sichergestellt wurden.
Bereits am Vortag war ein 25-jähriger ukrainischer Rezepteinlöser durch zivile Polizeibeamte in München festgenommen worden. Dabei konnte bei diesem eine Postquittung für ein Paket nach Berlin aufgefunden werden. In der Folge konnten die Beamten des Kommissariats 84 im Rahmen des Aufenthalts in Berlin einen 33-jährigen moldauischen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland bei der Abholung einer Paketzustellung in der Filiale festnehmen. Bei der Festnahme wurde der 33-Jährige leicht an der Stirn verletzt.
Bei der darauffolgenden Durchsuchung in den Räumlichkeiten des 33-Jährigen in Berlin wurden weitere Packungen von Krebsmedikamenten sowie über 20 gefälschte Rezepte in vorbereiteten Versandkuverts aufgefunden.
Der 33-Jährige wurde am darauffolgenden Tag einem Berliner Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher ihm die durch das Amtsgericht München erlassenen Haftbefehle verkündete. Mittlerweile sitzt er in einer Justizvollzugsanstalt in Bayern.
Der finanzielle Betrag aller sichergestellten Rezepte und Arzneimittel beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro.
Mit Bezug zu den beiden o.g. Festnahmen konnte im Rahmen weiterer polizeilicher Maßnahmen in den Bundesländern Brandenburg und Berlin ein 32-jähriger Tatverdächtiger in Berlin ermittelt werden, welcher im Zusammenhang mit den Einlösungen in München stand. Es handelte sich hierbei um einen moldauischen Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnten dem 32-Jährigen weitere Einlösungen gefälschter Rezepte in verschiedenen Städten in Norddeutschland, unter anderem in Hamburg, telefonische Vorbestellungen in einer Vielzahl von Apotheken sowie sogenannte „Beschaffungsfahrten“ zur Last gelegt werden.
Nachdem der 32-Jährige am Freitag, 16.01.2026 nach einer viertägigen „Beschaffungsfahrt“ durch die verschiedenen Städte in Norddeutschland zu seiner Unterkunft in Potsdam zurückkehrte, konnten er und ein 28-jähriger moldauischer Staatsbürger ohne festen Wohnsitz in Deutschland, welcher sich ebenfalls im Fahrzeug befand, durch die dort örtlich zuständige Polizei angetroffen werden. Da gegen den 32-Jährigen bereits aufgrund der gewerbsmäßigen Begehung der Urkundenfälschung Haftbefehl durch das Amtsgericht München erlassen worden war, wurde er vor Ort von den Beamten verhaftet.
Beim anschließenden Vollzug des Durchsuchungsbeschlusses der Wohnung konnte ein weiterer Tatverdächtiger auf frischer Tat beim Herstellen von gefälschten Rezepten festgenommen werden. Der 43-jährige moldauische Staatsbürger, ebenfalls ohne festen Wohnsitz in Deutschland, saß vor einem angeschalteten Laptop mit angeschlossenem Drucker. In der Wohnung lagen zahlreiche Blankorezepte.
Außerdem konnten sowohl in der Wohnung, als auch im Fahrzeug des 32-Jährigen weitere Beweismittel sichergestellt werden, unter anderem Blankorezepte sowie gefälschte Rezepte.
Gegen den 28-Jährigen und den 43-Jährigen erließ das Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I Haftbefehle. Alle drei werden in eine Justizvollzugsanstalt nach Bayern überstellt.
Der Warenwert der nicht eingelösten Rezepte liegt im fünfstelligen Bereich.
Die fortlaufenden Ermittlungen werden durch das Kommissariat 84 geführt. U.a. konnten hierbei in mehreren Verfahren eindeutige Hinweise auf einen Weiterverkauf der erlangten Arzneimittel ins osteuropäische Ausland und nach Russland gewonnen werden.
195. Festnahme mehrerer Trickbetrüger – Thalkirchen
-siehe Medieninformation vom 03.02.2026, Nr. 179
Wie bereits berichtet, kam es am Montag, 02.02.2026, gegen 14:00 Uhr, zu einem Trickbetrug durch falsche Handwerker. Diese täuschten einem älteren Ehepaar vor, dass deren Regenrinne erneut werden müsse. Nach getaner Arbeit forderten sie einen hohen Geldbetrag. Letztlich erbeuteten sie hierdurch mehrere tausend Euro. Anschließend flüchteten die Täter. Durch die Polizei wurde eine Anzeige wegen Betrugs aufgenommen.
Infolge dessen kam es zu einem Zeugenaufruf, woraufhin sich mehrere Personen bei der Münchner Kriminalpolizei, Kommissariat 63, telefonisch meldeten und angaben, dass bei ihnen Personen mit der gleichen Masche auftraten.
Am Dienstag, 03.02.2026, gegen 09:40 Uhr, meldete sich ein 36-jähriger Deutscher beim Polizeinotruf 110. Er gab an, dass bei seiner Anschrift in Thalkirchen gerade zwei unbekannte Männer geklingelt haben und angaben, das Dach decken zu müssen. Der 36-Jährige wies die Männer ab.
Eine schnell eintreffende Polizeistreife konnte noch im Umfeld einen weißen Kleintransporter feststellen und die darin befindlichen fünf Personen einer Kontrolle unterziehen.
Dabei handelt es sich um rumänische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz in Deutschland, im Alter von 15, 25, 26, 29 und 38 Jahren. Nach den erfolgten polizeilichen Maßnahmen und einer Überprüfung der Identitäten wurden die Personen wieder entlassen. Gründe für eine vorläufige Festnahme lagen zum Zeitpunkt der Kontrolle nicht vor.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 63 geführt.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Schützen Sie sich vor dubiosen Handwerkern, indem Sie nur selbst bestellte Firmen einlassen, Ausweise prüfen und niemals Vorkasse oder Bargeldzahlungen leisten. Nutzen Sie lokale Betriebe, fordern Sie Kostenvoranschläge, vereinbaren Sie Festpreise, verlangen Sie Rechnungen und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Wichtige Präventionshinweise:
• Vorsicht bei Haustürgeschäften: Keine Fremden ins Haus lassen, die unaufgefordert meist deutlich preisüberhöhte Dienstleistungen (z.B. Dach- und Wegereinigung, Fassaden- und Gebäudesanierung) anbieten.
• Identität prüfen: Ausweise der Handwerker, Stadtwerke oder Hausverwaltung genau kontrollieren.
• Zahlungsweise: Niemals Bargeld vorab oder während der Arbeit leisten. Bestehen Sie auf eine ordentliche Rechnung mit Mehrwertsteuer.
• Kostenvoranschlag: Vereinbaren Sie vor Beginn verbindliche Festpreise (am besten schriftlich oder vor Zeugen).
• Notdienst-Falle: Vermeiden Sie überregional agierende "Callcenter-Handwerker". Suchen Sie gezielt nach lokalen Betrieben mit Notdienst.
• Kein Druck: Lassen Sie sich nicht zu Unterschriften oder schnellen Barzahlungen drängen.
196. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Haidhausen
Am Mittwoch, 04.02.2026, gegen 17:00 Uhr, wurde eine 77-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München Opfer eines Betruges. Sie erhielt einen Anruf einer weiblichen Person, die sich als „Monika Weber“ ausgab. Diese schilderte, dass angeblich die Tochter der 77-Jährigen in einen Autounfall verwickelt worden sei, wobei zwei Personen tödlich verletzt worden sind. Um die Inhaftierung der Tochter zu verhindern, müsse sie einen hohen Geldbetrag zahlen.
Über einen längeren Zeitraum wurde die 77-Jährige immer wieder auf emotionaler Art und Weise unter Druck gesetzt und ein Angstszenario aufgebaut. Dies veranlasste die Seniorin dazu, dass sie Goldbarren und Goldmünzen im Millionenwert an zwei Abholer übergab, die sich als „Herr Schwarz“ und „Frau Braun“ ausgaben. Mit der Tatbeute entfernten sich diese in unbekannte Richtung.
Nach einiger Zeit wurde eine Angehörige der 77-Jährigen darauf aufmerksam und verständigte den Polizeinotruf.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Ostbahnhof, Orleansstraße, Orleansplatz und Wörthstraße (Haidhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
• Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
197. Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Solln
Am Dienstag, 03.02.2026, gegen 14:30 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf eines unbekannten Täters.
Dieser gab an, dass die vermeintliche Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Um eine Haft abzuwenden, müsse sie eine Kaution in Höhe von 90.000 Euro bezahlen.
Gegen 20:00 Uhr fand an der Wohnung der Seniorin schließlich die Übergabe eines höheren vierstelligen Bargeldbetrags sowie Schmuck und Münzen an eine bislang unbekannte Abholerin statt.
Dem Sohn der Geschädigten fiel der Betrug spätabends auf und er informierte die Polizei.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Beschreibung der Abholerin:
Weiblich, schlank, osteuropäisch, sehr klein, lange, schwarze Haare.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Pössenbachstraße, Idastraße, Großhesseloher Straße und Friedastraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
• Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.
• Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
• Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen
• Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
198. Festnahme eines Tatverdächtigen nach Widerstand gegen Polizeibeamte – Ramersdorf
Am Montag, 02.02.2026, gegen 16:25 Uhr, stellten Beamte der zuständigen Polizeiinspektion an der Paulsdorfferstraße einen Mann an einem Spielplatz fest, der Alkohol konsumierte und ein Damenfahrrad bei sich stehen hatte.
Schon bei der Ansprache reagierte der Mann aggressiv und unkooperativ. Er beleidigte die beiden Beamten und ging immer wieder bedrohlich auf sie zu. Schließlich griff er die Beamten körperlich an.
Mittels körperlicher Gewalt konnte der Mann überwältigt und festgenommen werden. Dabei wurde er leicht verletzt. Mit Unterstützung von weiteren Beamten konnte er auf die Wache transportiert werden. Eine medizinische Versorgung lehnte der Mann ab.
Ebenso wurden die beiden Polizeibeamten leicht verletzt. Bei einem war eine Behandlung in einem Krankenhaus notwendig.
Bei dem Mann handelt es sich um einen 40-jährigen Deutsch-Russen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft.
Das Kommissariat 26 führt die Ermittlungen unter anderem wegen des tätlichen Angriffs und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte sowie des Verdachts des Fahrraddiebstahls.
199. Verdacht des Wohnungsraubes; eine Person verletzt – Fürstenried
Am Dienstag, 03.02.2026, gegen 19:15 Uhr, kam es zu einem Vorfall in Thalkirchen, bei dem insbesondere der genaue Tatablauf weiterer umfangreicher Ermittlungen bedarf.
Nach den bisherigen Informationen soll ein bislang unbekannter Mann an der Wohnungstür einer 61-jährigen Deutschen geklingelt haben. Er gab dabei vor, ein Versicherungsvertreter zu sein.
Da die 61-Jährige kein Interesse hatte, wollte sie die Tür wieder schließen. Nach Angaben der Frau soll der Mann aber seinen Fuß in die Tür gestellt haben. An der Tür kam es schließlich zu einem Gerangel, wobei sich die Frau am Arm verletzte. Der Unbekannte konnte dadurch die Wohnung betreten und sah sich um. Da die 61-Jährige dem Mann drohte die Polizei zu rufen, verließ er wohl die Wohnung. Es entstand keine Entwendungsschaden.
Die Frau informierte ihren Sohn, der den polizeilichen Notruf 110 wählte. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen nach dem Unbekannten verliefen ergebnislos.
Die 61-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dabei wurde ein Armbruch diagnostiziert.
Die Ermittlungen wurden nun vom Kommissariat 21 wegen des Verdachts eines versuchten Wohnungsraubes übernommen.
Täterbeschreibung:
Männlich, 25-30 Jahre alt, 180 cm groß, osteuropäisches Aussehen, stämmige/muskulöse Statur, dunkelbraune, kurze Haare, dunkler Dreitagebart; blaue Jacke ohne Aufschrift, graue Jogginghose, Turnschuhe, sprach gebrochen deutsch.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Forst-Kasten-Allee, Appenzeller Straße, Bellinzonastraße und Graubündener Straße (Forstenried) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
200. Verkehrsunfall zwischen Fußgänger und Pkw; eine Person schwer verletzt – Pullach im Isartal
Am Mittwoch, 04.02.2026, gegen 12:10 Uhr, war eine über 80-jährige Deutsche, die im Landkreis München wohnhaft ist, zu Fuß auf dem Gehweg der Münchner Straße in Pullach im Isartal unterwegs. Im Bereich der Hausnummer 4 wollte sie die Straße überqueren. Von welcher Richtung sie kam, ist derzeit noch unklar.
Zur selben Zeit rangierte ein 47-jähriger Deutscher, wohnhaft in München, mit seinem Pkw (schwarzer Mazda) an gleicher Örtlichkeit wenige Meter rückwärts und stieß dabei mit dem Fahrzeugheck gegen die über 80-Jährige Dame.
Die 80-Jährige stürzte und wurde im Anschluss vom Rettungsdienst in ein Münchner Krankenhaus gebracht und intensivmedizinisch versorgt. Sie verblieb dort stationär.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, insbesondere der Laufrichtung der älteren Dame, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.
201. Kleinkraftrad entzieht sich Verkehrskontrolle – Lochhausen
Am Mittwoch, 04.02.2026, gegen 21:30 Uhr, befand sich eine Polizeistreife auf Einsatzfahrt in Richtung S-Bahnhof Lochhausen. In der Lochhausener Straße wollte das Einsatzfahrzeug ein Kleinkraftrad einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterziehen. Hierfür benutzen die eingesetzten Beamten die Anhaltesignale. Der Fahrzeugführer wollte sich der Verkehrskontrolle entziehen und ergriff die Flucht.
Dabei befuhr der Fahrzeugführer den Fußgängertunnel des S-Bahnhofes Lochhausen in Richtung Henschelstraße. Die eingesetzten Beamten fuhren dem Kraftrad nach und befuhren ebenfalls den Fußgängertunnel. Am Beginn der Auffahrtsrampe touchierte das Dienstfahrzeug eine Mauer und anschließend einen Absperrpfosten sowie einen E-Roller. Nach Auffahrt der Rampe geriet das Dienstfahrzeug ins Rutschen und prallte frontal gegen einen Lichtmast. Zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer kam es während der kurzen Verfolgungsfahrt nicht. Die Polizeibeamten wurden nicht verletzt.
Das Dienstfahrzeug war allerdings nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.
Der Kraftfahrzeugfahrer konnte zunächst in unbekannte Richtung flüchten.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Im Rahmen der Ermittlungen konnte ein 17-jähriger Deutscher, mit Wohnsitz in München festgestellt werden. Alkohol- und Drogentest waren bei ihm negativ. Das Kleinkraftrad wurde ebenfalls rechtens von ihm geführt.
Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen illegalen Kraftfahrzeugrennens sowie diverser Verkehrsordnungswidrigkeiten.
202. Amtswechsel bei der Polizeiinspektion 48 – Oberschleißheim
- Fotos siehe unten
Am Mittwoch, 04.02.2026, wurde durch Polizeipräsident Thomas Hampel der neue Leiter der Polizeiinspektion 48, Herr Polizeioberrat (POR) Uwe Dörnhöfer, offiziell in sein neues Amt eingeführt. Er übernahm die Amtsgeschäfte zum 01.01.2026 von seinem Vorgänger Herrn Polizeioberrat außer Dienst (POR a. D.) Stefan Schraut, welcher die Polizeiinspektion seit 2020 leitete und zum 31.12.2025 in den wohlverdienten Ruhestand eintrat.
Herr POR a. D. Schraut kann auf eine über 40-jährige und sehr erfolgreiche Karriere bei der Bayerischen Polizei, insbesondere beim Polizeipräsidium München zurückblicken.
Herr POR a. D. Schraut hat die Polizeiinspektion 48 seit 2020 mit viel Engagement, Fleiß und Fingerspitzengefühl geleitet und war gerade in schwierigen Einsatz- und Führungssituationen immer für die Kolleginnen und Kollegen da und ansprechbar. Die European Championships 2021 und der jährliche Empfang des Bayerischen Landtags waren besondere Highlights im Einsatzkalender der PI 48.
Der enge Kontakt zu den Bürgern und Behörden im Zuständigkeitsbereich sowie die Schaffung eines entsprechenden Arbeitsumfeldes waren ihm ein besonderes Anliegen, so Polizeipräsident Hampel bei der heutigen Verabschiedung.
Herr Polizeipräsident Thomas Hampel bedankte sich herzlich bei Herrn POR a. D. Schraut dafür, dass er dies immer couragiert gemeistert und die PI 48 so wohlbestellt an Herrn POR Dörnhöfer übergeben hat.
Zudem zeigt sich Herr Polizeipräsident Thomas Hampel überzeugt, dass Herr POR Dörnhöfer mit seiner langjährigen, breitgefächerten Polizeikarriere und seiner Führungskompetenz die kommenden Herausforderungen ebenso mit Bravour meistern wird.
POR Dörnhöfer kann auf eine große Verwendungsbreite zurückblicken. Seine Karriere begann POR Dörnhöfer 1989, als er sein Studium zum gehobenen Kriminaldienst beim Bundeskriminalamt antrat. Im Anschluss war er dort zunächst bis 1999 im Bereich Kfz-Diebstahl und Geldwäsche tätig. Nach zweijähriger Verwendung im Bundesministerium des Innern wurde Herr Dörnhöfer 2001 zum Bayerischen Landeskriminalamt zur Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift versetzt. Im Jahr 2005 erfolgte sein Wechsel zum Polizeipräsidium München. Dort war er zunächst bei verschiedenen Dienststellen der Kriminalpolizei tätig, u.a. bei Sexualdelikten, Rockerkriminalität und Callcenter-Betrug. Im Mai 2020 übernahm Herr Dörnhöfer die Aufgaben des stellvertretenden Leiters der Polizeiinspektion 21 (Au).
POR Dörnhöfer und seine nun über 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PI 48 sorgen für die Sicherheit von rund 60.000 Bewohnerinnen und Bewohner.
Polizeipräsident Hampel dankte den Kolleginnen und Kollegen für die hervorragende Arbeit rund um die Uhr für die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl der Menschen. Die jährlich etwa 7.600 Einsätze verlangen neben einem breiten Fachwissen auch persönliches Engagement und große Sorgfalt.
Die Zahl der dort registrierten Straftaten ist seit Jahren rückläufig. Zuletzt wurden im Jahr 2024 3.742 Straftaten (ohne AufenthG; Vorjahr 3.946) registriert. Die Kriminalitätsbelastung (Straftaten pro 100.000 Einwohner) ist dabei im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5% zurückgegangen und liegt dabei unter dem Präsidiumsdurchschnitt (5.336) und dem gesamtbayerischen Durchschnitt (4.218). Polizeipräsident Thomas Hampel: „Im Bereich der PI 48 zu leben heißt also besonders sicher leben.“
Der Dienstbereich erstreckt sich über eine Fläche von 74 km² der Gemeinde Oberschleißheim sowie der Städte Unterschleißheim und Garching.
Neben rund 60.000 Einwohnern zählen hier auch über 20.000 Studierende und 7.500 Beschäftigte des Hochschul- und Forschungszentrums Garching zum Verantwortungsbereich der Polizeiinspektion 48 – darunter Fakultäten der TU München und renommierte Institute der Max-Planck-Gesellschaft.
Als echte Landkreisdienststelle verfügt die PI Oberschleißheim auch über zahlreiche attraktive Ausflugsziele, wie den Regattasee, den Unterschleißheimer See und die Schleißheimer Schlösser.
Eine weitere kleine Besonderheit ist der Flugplatz Oberschleißheim, an dem die PI 48 zum Teil sogar Einreisekontrollen durchführt.
203. Festnahme eines zweiten Tatverdächtigen wegen Brand einer Obdachlosenbehausung – Lerchenau
-siehe Medienbericht vom 04.11.2025, Nr. 1816
-siehe Medienbericht vom 07.11.2025, Nr. 1833
Wie bereits berichtet, wurde am Montag, 03.11.2025, gegen 23:50 Uhr, die Feuerwehr durch Anwohner über einen Brand auf einem Baustellengelände in der Nähe der Lerchenauer Straße 136b informiert. Vor Ort mussten die Rettungskräfte feststellen, dass eine 2x3m große, provisorisch befestigte Obdachlosenbehausung brannte. Bei den Löscharbeiten wurde eine weibliche Leiche aufgefunden. Bei der Toten handelte es sich um eine 32-jährige obdachlose Polin, die in der Behausung gewohnt hatte.
Bei der am Folgetag durchgeführten Obduktion wurden Hinweise auf ein Gewaltdelikt festgestellt. Die Ermittlungen wurden durch das Kommissariat 11 übernommen.
Diesbezüglich kam es bereits am Donnerstag, 06.11.2026 zur Festnahme einer 28-jährigen Schwedin als Tatverdächtige, die seitdem in Untersuchungshaft sitzt.
Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen des Kommissariat 11 konnte hierzu nun ein weiterer Tatverdächtiger ermittelt werden. Bei diesem handelt es sich um einen 56-jährigen Schweden, der in Deutschland ohne festen Wohnsitz ist. Diesbezüglich wurde durch das Amtsgericht München auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I ein Untersuchungshaftbefehl am Mittwoch, 04.02.2026 u.a. wegen Totschlags erlassen, der durch polizeiliche Einsatzkräfte zeitnah noch in den Abendstunden des gleichen Tages im Bereich des Münchner Flughafens vollzogen werden konnte. Der Tatverdächtige leistete dabei keinen Widerstand. Die richterliche Vorführung zur Entscheidung über die Haftfrage erfolgt am heutigen Tage. Bislang hat sich der Tatverdächtige nicht zur Tat geäußert.
Die Ermittlungen insbesondere zum Tatablauf dauern weiter an.
204. Größerer Polizeieinsatz - Ludwigsvorstadt
Am Donnerstag, 05.02.2026, gegen 10:30 Uhr, kam es zu einem größeren Polizeieinsatz in einem Hotel in der Schwanthaler Straße.
Bereits am Dienstag, 03.02.2026, wandte sich ein 34-jähriger Deutscher ohne geklärten Wohnsitz aufgrund eines vorangegangenen Beziehungsstreits an eine Polizeidienststelle, um seine 39-jährige deutsche Lebensgefährtin als vermisst zu melden. Zunächst übernahm das Kommissariat 14 (Vermisstenfälle) die weiteren Ermittlungen.
Hierbei ergaben sich schnell Hinweise darauf, dass die 39-Jährige sich bewusst vom 34-Jährigen distanzierte. Im weiteren Verlauf erkundigte sich der 34-Jährige bei der Polizei, um den Aufenthaltsort der 39-Jährigen in Erfahrung zu bringen. Hierüber wurde ihm jedoch keine Auskunft erteilt, da anzunehmen war, dass dies zu einer Gefährdung der Frau hätte führen können.
Am 05.02.2026 ergab sich der Verdacht, dass sich beide Personen in einem Hotelzimmer in der Schwanthaler Straße aufhielten. Dabei konnte eine konkrete Gefährdungslage der 39-Jährigen nicht ausgeschlossen werden.
Infolge dessen kam es zu einem größeren Polizeieinsatz. Gegen 12:20 Uhr betrat ein Spezialeinsatzkommando das Hotelzimmer und konnte beide Personen unverletzt sichern.
Weitere Hintergründe sind derzeit nicht bekannt. Durch das Kommissariat 22 (häusliche Gewalt) laufen derzeit umfangreiche Ermittlungen und Vernehmungen, um zu klären, ob es zu Straftaten kam.
Es war keine Gefährdung für Unbeteiligte gegeben.