377. Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Amtsträger – Aubing
-siehe Pressebericht vom 11.08.2023, Nr. 1321
378. Räuberische Erpressung; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Untergiesing
-siehe Pressebericht vom 27.02.2024, Nr. 332
379. Körperverletzungsdelikt; ein Polizeibeamter leicht verletzt – Berg am Laim
380. Fundunterschlagung von Bargeld – Obersendling
381. Verkehrsunfall zwischen Pkw und Straßenbahn; zwei Personen verletzt – Berg am Laim
382. Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte/Bankangestellten – Am Hart
383. Terminhinweis: Infostand der Sicherheitswacht des Polizeipräsidiums München
377. Organisierter Callcenterbetrug; Falscher Amtsträger – Aubing
-siehe Medieninformation vom 11.08.2023, Nr. 1321
Wie bereits berichtet, wurde ein 81-Jähriger mit Wohnsitz in München im August 2023 Opfer von falschen Polizeibeamten. Dabei überwies er mehrere hunderttausend Euro.
Im Februar 2024 rief eine unbekannte Person erneut mehrfach beim 81-Jährigen an und gab sich als Staatsanwalt aus. Der Täter bezog sich auf den vergangenen Vorfall im August 2023 und gab an, dass der 81-Jährige das damals überwiesene Bargeld zurückerlangen könnte. Darauf müsse er jedoch jetzt Steuern zahlen.
Der 81-Jährige willigte ein und überwies einen fünfstelligen Eurobetrag auf das Konto des Täters. Im weiteren Verlauf wurde noch eine Abwicklungsgebühr verlangt, woraufhin der 81-Jährige einen weiteren fünfstelligen Betrag überwies.
Der Täter meldete sich einige Tage später erneut telefonisch. Dabei forderte der Täter weitere Gebühren in Höhe eines vierstelligen Betrages, welche der 81-Jährige erneut überwies.
Der Fall wurde der Münchner Polizei durch anderweitige Ermittlungen des Landeskriminalamtes Berlin mitgeteilt.
Der erneut entstandene Schaden beläuft sich auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.
Das Kommissariat 61 (Vermögensdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass diese deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.
378. Räuberische Erpressung; Festnahme von zwei Tatverdächtigen – Untergiesing
-siehe Medieninformation vom 27.02.2024, Nr. 332
Wie bereits berichtet, wurde ein 14-Jähriger mit Wohnsitz in München, am Sonntag, 25.02.2024, gegen 17:10 Uhr, Opfer eines Raubdeliktes. Drei zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Täter dirigierten ihn unter einem Vorwand zu einer abgelegenen Örtlichkeit und raubten ihn dort aus.
Aufgrund der guten Täterbeschreibung konnten drei Tatverdächtige durch Jugendbeamte der Polizeiinspektion 23 ermittelt werden. Bei ihnen handelt es sich um zwei 15-Jährige und einen 14-Jährigen, jeweils mit Wohnsitzen in München.
Einer der 15-Jährigen und der 14-Jährige konnten am Dienstag, 27.02.2024, von Jugendbeamten der Polizeiinspektion 23 im Rahmen einer Streifenfahrt angetroffen werden. Sie wurden im Anschluss zu einer Polizeiinspektion gebracht. Bei einer durchgeführten Wohnungsdurchsuchung durch die Münchner Polizei konnte diverses Beweismaterial aufgefunden und sichergestellt werden. Nach Abschluss der polizeilichen Sachbearbeitung, sowie einer erkennungsdienstlichen Behandlung und einer DNA-Entnahme, wurden sie ihren Sorgeberechtigten übergeben.
An den dritten Tatverdächtigen konnte bislang noch nicht herangetreten werden, da dessen Aufenthalt derzeit nicht bekannt ist.
Die Ermittlungen in dieser Angelegenheit werden weiterhin durch das Kommissariat 21 geführt.
379. Körperverletzungsdelikt; ein Polizeibeamter leicht verletzt – Berg am Laim
Am Donnerstag, 07.03.2024, gegen 00:15 Uhr, kam es in der Berg-am-Laim-Straße vor einem Beherbergungsbetrieb zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 24-Jährigen und einem 39-Jährigen (beide rumänische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz in Deutschland). Aufgrund dieser Auseinandersetzung verständigte eine Zeugin den Notruf der Polizei.
Bei Eintreffen der Streifenbesatzung versuchte der 24-Jährige gerade den 39-Jährigen mit einem Holzscheit zu schlagen. Dies konnte jedoch durch die anwesenden Polizeibeamten verhindert werden.
Die Kontrahenten wurden zur weiteren Sachbearbeitung zur Polizeiinspektion 24 (Perlach) gebracht. Der 39-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Der 24-Jährige sollte aufgrund seines an den Tag gelegten Verhaltens in polizeilichem Gewahrsam bleiben.
Im weiteren Verlauf griff er einen Polizeibeamten tätlich an, indem er mit seinem Kopf in das Gesicht des Polizeibeamten schlug. Der Polizeibeamte wurde dadurch leicht verletzt. Im Anschluss wurde der 24-Jährige der Haftanstalt im Polizeipräsidium München überstellt. Er wird heute einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.
Der 24-Jährige wurde unter anderem wegen Körperverletzung, versuchte gefährliche Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte angezeigt.
Das Kommissariat 26 (u.a. Körperverletzungsdelikte) hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
380. Fundunterschlagung von Bargeld – Obersendling
Am Mittwoch, 06.03.2024, gegen 10:30 Uhr, verlor eine 36-Jährige mit Wohnsitz in München ihre Geldbörse im Bereich der Kistlerhofstraße in einem Geschäft für Tiernahrung.
Bereits um 11:45 Uhr wurde die Geldbörse durch einen Zeugen bei der Polizei abgegeben. Jedoch fehlten jetzt ein vierstelliger Bargeldbetrag und ein im Geldbeutel befindlicher Schmuckgegenstand.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Kistlerhofstraße (Obersendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Polizeiinspektion 29, Tel. 089/78501-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
381. Verkehrsunfall zwischen Pkw und Straßenbahn; zwei Personen verletzt – Berg am Laim
Am Mittwoch, 06.03.2024, gegen 13:30 Uhr, fuhr ein 63-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Fiat Pkw auf der Berg-am-Laim-Straße stadteinwärts. Mit ihm im Pkw befand sich ein 68-Jähriger, ebenfalls mit Wohnsitz in München, als Beifahrer.
Zeitgleich fuhr die Tram der Linie 21 auf der Berg-am-Laim-Straße im dort befindlichen Gleisbett ebenfalls stadteinwärts.
An der Kreuzung zur Riedgaustraße wollte der 63-jährige Pkw-Fahrer verbotswidrig wenden. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit der Trambahn.
Der Pkw wurde ca. eine Straßenbahnlänge vor der Trambahn bis zum Stillstand hergeschoben. Dabei verletzte sich der 63-jährige Fahrer des Pkw schwer und sein 68-jähriger Beifahrer leicht. Beide mussten vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 63-jährige Straßenbahnfahrer und die Fahrgäste blieben unverletzt.
Während der Unfallaufnahme kam es zu Verkehrsbehinderungen in diesem Bereich. Der Straßenbahnbetrieb für die Dauer von ca. eineinhalb Stunden ausgesetzt.
Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
382. Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte/Bankangestellten – Am Hart
Am Mittwoch, 06.03.2024, gegen 09:30 Uhr, wurde eine über 70-Jährige mit Wohnsitz in München durch einen vermeintlichen Bankmitarbeiter angerufen. Dieser gab an, dass angeblich vom Bankkonto der über 70-Jährigen eine Überweisung an ein Reisebüro getätigt wurde. Dies sei eine bekannte Betrugsmasche und er werde diesen Vorfall der Polizei melden.
Kurze Zeit später wurde die über 70-Jährige durch einen vermeintlichen Polizeibeamten telefonisch kontaktiert. Dieser bestätigte ihr, dass es sich bei dem Vorfall um eine Betrugsmasche handeln würde. Die Seniorin telefonierte im Anschluss mehrfach abwechselnd mit den zwei bislang unbekannten Tätern. Die Täter vermittelten der über 70-Jährigen, dass sie den vermeintlichen Tätern eine Falle stellen wollen und die Seniorin daher einen Betrag von mehreren tausend Euro vor der Haustür deponieren solle.
Nachdem die über 70-Jährige der Aufforderung nachgekommen war, wurde sie erneut durch den Bankmitarbeiter kontaktiert und ihr wurde mitgeteilt, dass die Täter nicht gefasst werden konnten. Als die Frau erneut nach Geldmitteln gefragt wurde, wurde diese skeptisch und verweigerte eine erneute Geldübergabe. Das vor der Haustür deponierte Bargeld wurde in der Zwischenzeit durch einen unbekannten Täter abgeholt.
Das Kommissariat 61 (Vermögensdelikte) hat die Ermittlungen übernommen.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Schleißheimer Straße, Frankfurter Ring und Motorstraße (Am Hart) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Am Telefon versuchen Betrüger immer wieder ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden, dazu zu bringen, Geld- und Wertgegenstände im Haus oder auf der Bank an einen Unbekannten zu übergeben, der sich ebenfalls als Polizist ausgibt. Dazu behaupten die Betrüger beispielsweise, dass Geld- und Wertgegenstände bei ihren Opfern zuhause oder auf der Bank nicht mehr sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt.
383. Terminhinweis: Infostand der Sicherheitswacht des Polizeipräsidiums München
„Schau nicht weg, wenn Du helfen kannst“: Die Sicherheitswacht der Münchner Polizei sucht engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für die Sicherheit in München einsetzen wollen.
Die Angehörigen der bayerischen Sicherheitswacht leisten durch ihr verantwortungsvolles Verhalten einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Kriminalität. Sie sind zusätzlich zur Polizei an öffentlichen Orten präsent und können dadurch viele Ordnungsstörungen frühzeitig verhindern. Die Sicherheitswacht unterstützt mit aktiven Streifengängen und Kontaktpflege aktiv die Polizeiarbeit und hilft mit, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung weiter zu steigern.
Am Sonntag, 10.03.2024, von 10:00 bis 17:00 Uhr, finden Sie uns bei unserem Infostand am Fischbrunnen am Marienplatz.
Hier informieren wir Sie gerne über die vielfältigen Aufgaben der Sicherheitswacht und beantworten Ihre Fragen rund um dieses Thema.
Zudem sind unsere Kolleginnen und Kollegen der Einstellungsberatung vor Ort und informiert Sie über den Polizeiberuf und das Bewerbungsverfahren bei der Bayerischen Polizei.