14.07.2026, Polizeipräsidium Niederbayern

STRAUBING. Am 10.07.2026 erhielt ein über 84-Jähriger einen sogenannten Schockanruf, infolgedessen er einen niedrigen 5-stelligen Eurobetrag an einen unbekannten Abholer übergab. Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise.

Der 84-jährige Russe erhielt den Anruf gegen 18.20 Uhr von seiner vermeintlichen Tochter. Diese weinte und gab an einen schweren Verkehrsunfall gehabt zu haben. Schließlich meldete sich eine Krankenschwester sowie ein angeblicher Herr Müller von der Kriminalpolizei. Der falsche Polizist gab an, seine Tochter und ihr Ehemann hätten eine rote Ampel überfahren und dabei eine schwangere Frau erfasst. Das ungeborene Baby der Frau sei dabei ums Leben gekommen.

Um den Schwiegersohn vor dem Gefängnis zu bewahren müsste der 84-Jährige nun Geld bezahlen. Dieses übergab der Mann schließlich gegen 20.00 Uhr an seiner Wohnung an einen bislang unbekannten Mann. Da ihm nach der Übergabe die Fahrt ins Krankenhaus untersagt wurde, wurde der Senior stutzig und auf den Betrug aufmerksam. Die gesamten Gespräche wurden in russischer Sprache geführt.

Zum unbekannten Abholer ist derzeit nur folgendes bekannt: circa 25-30 Jahre alt, 180 cm groß, schwarze, nach hinten gegelte Haare und mit einem T-Shirt bekleidet.

Zeugenaufruf

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Betrugsfall übernommen. Hinweise zum Abholer, verdächtigen Personen und/oder Fahrzeugen im Bereich der Uferstraße, Donaugasse oder Stadtgrabe nimmt die Polizeiinspektion Straubing unter der 09421/868-0 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

Auf den derzeitigen Warnhinweis bzgl. der Häufung von Callcenterbetrugsdelikten, bei denen die Täter gezielt Personen auswählen, mit denen Gespräche in russischer Sprache geführt werden können, wird verwiesen.


Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, POKin Hiller, Tel. 09421/868-1013
Veröffentlicht: 14.07.2026, 08.40 Uhr