NEUSTADT A. D. DONAU, LKR. KELHEIM. Erneut haben sog. Telefonbetrüger in der Region zugeschlagen. Eine 77-Jährige übergab knapp an einen unbekannten Abholer knapp 4000 Euro Bargeld.
Bereits am vergangenen Freitag, 10.07.2026, erhielt die Frau am frühen Nachmittag einen Anruf in russischer Sprache. Die Anruferin gab sich als Mitarbeiterin einer Klinik aus und gab vor, ihre Enkelin habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau schwer verletzt worden sei. Für die Operation der Frau würden nun 15.000 Euro benötigt. Kurz darauf erschien ein unbekannter bei der 77-Jährigen dem sie das Bargeld übergab.
Der Abholer wird folgendermaßen beschrieben:
Ca. 30 Jahre alt, etwa 180 cm groß, hellbraune kurze Haare, er sprach fließend russisch, bekleidet war vermutlich u. a. mit einem karierten Hemd.
Hinweise über verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge im Bereich der Bad Gögginger Straße/Donaustraße bzw. zu dem unbekannten Abholer nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
Warnhinweis des Polizeipräsidiums Niederbayern
Derzeit häufen sich im gesamten Bereich Niederbayern Fälle von Telefonbetrug mit einer neuen Vorgehensweise. Die Täter kontaktieren dabei gezielt russischsprachige Personen und führen die Gespräche bewusst in deren Muttersprache. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Betrugsmasche und gibt wichtige Präventionshinweise.
Im Zusammenhang mit sogenannten „Schockanrufen“ verzeichnet die Polizei aktuell eine deutliche Zunahme von Fällen, bei denen die Täter gezielt Personen auswählen, mit denen Gespräche in russischer Sprache geführt werden können. Durch die Kommunikation in der jeweiligen Muttersprache gelingt es den Tätern oftmals leichter, Vertrauen aufzubauen und die Angerufenen emotional unter Druck zu setzen.
Der aktuelle Warnhinweis des Polizeipräsidiums Niederbayern, auch in russischer Sprache, ist über nebenstehenden Link abrufbar.
Veröffentlicht: 13.07.2026, 10.20 Uhr