29.05.2026, Polizeipräsidium München

794.     Versuchtes Raubdelikt und fremdenfeindliche Beleidigung – Maxvorstadt

795.     Ermittlung eines Tatverdächtigen nach Automatensprengung – Ottobrunn

796.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach versuchtem Tötungsdelikt – Ludwigsvorstadt

-siehe Medieninformation vom 11.05.2026, Nr. 701

797.     Schwere Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus – Bogenhausen

798.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Falscher Polizeibeamter – Pasing

799.     Verkehrsunfall zwischen Pkw und Fahrrad; eine Person schwer verletzt – Trudering

800.     Pkw-Fahrerin fährt gegen Mauer; eine Person schwer verletzt – Bogenhausen

801.     Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach Flucht vor Verkehrskontrolle – Unterföhring

802.     Schwerpunktkontrollen zur Erhöhung der Sicherheit auf Landstraßen


794.     Versuchtes Raubdelikt und fremdenfeindliche Beleidigung – Maxvorstadt

Am Mittwoch, 27.05.2026, gegen 19.30 Uhr; befand sich eine 42-Jährige mit syrischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München am U-Bahnhof Josephsplatz. Dort wurde sie von einem bislang unbekannten Täter verfolgt, welcher sie fremdenfeindlich beleidigte. Als die 42-Jährige in den Waggon der U-Bahn stieg, versuchte sie der Täter zurückzuziehen und ihr ihre Handtasche zu entreißen. Der 42-Jährigen gelang es, ihre Handtasche festzuhalten und der Täter flüchtete.

Die über den Polizeinotruf verständigten Einsatzkräfte konnten nur noch die 42-Jährige antreffen und eine Anzeige erstellen.

Das Kommissariat 21 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, 35 Jahre alt, 180 cm groß, schlank; schwarzes Leinenshirt, blaue kurze Hose und ein Tribal-Tattoo am linken Arm

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der U-Bahnhaltestelle Josephsplatz Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


795.     Ermittlung eines Tatverdächtigen nach Automatensprengung – Ottobrunn

Am Samstag, 01.11.2025, gegen 16:45 Uhr, konnten mehrere Zeugen beobachten, wie zwei Jugendliche mehrere Minuten lang auffällig an einem Kaugummiautomaten hantierten. Einigen aufmerksamen Zeugen kam das Verhalten der Jugendlichen so verdächtig vor, dass sie sich dazu entschlossen, die beiden mittels ihrer Mobiltelefone zu filmen.

Plötzlich ließen die Jugendlichen von dem Automaten ab und flüchteten. Wenige Sekunden später detonierte ein pyrotechnischer Gegenstand im Ausgabeschacht des Kaugummiautomaten. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von wenigen hundert Euro.

Die Zeugen verständigten den Polizeinotruf. Eine eingeleitete Fahndung erbrachte keine Hinweise auf die Täter.

Am Freitag, 22.05.2026, erschien ein 15-Jähriger mit syrischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz im Landkreis München bei einer Polizeiinspektion aufgrund einer anderen Angelegenheit. Hierbei erkannten die Polizeibeamten den 15-Jährigen aufgrund der Handyvideos als einen der Jugendlichen wieder, die an dem Automaten hantiert hatten.

Der 15-Jährige wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Durch die weiteren Ermittlungen konnte schließlich ein 16-jähriger Deutscher mit Wohnsitz im Landkreis München als Tatverdächtiger identifiziert werden.

Das Kommissariat 13 führt weiterhin die Ermittlungen. 


796.     Festnahme eines Tatverdächtigen nach versuchtem Tötungsdelikt – Ludwigsvorstadt

-siehe Medieninformation vom 11.05.2026, Nr. 701

Wie bereits berichtet, kam es im Bereich der Goethestraße am Sonntag, 10.05.2026, gegen 01:15 Uhr, zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 29-Jährigen mit senegalesischer Staatsangehörigkeit sowie einem zunächst unbekannten Mann, bei welcher der 29-Jährige Schnittverletzungen am Hals erlitt.

Intensive Ermittlungsmaßnahmen des Kommissariats 11 führten zwischenzeitlich zu der Identifizierung des Tatverdächtigen.

Bei diesem handelt es sich um einen 32-Jährigen mit gambischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in Regen.

Das Amtsgericht München erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I einen Haftbefehl gegen den 32-Jährigen.

Der Tatverdächtige konnte am 28.05.2026 in Regen festgenommen werden. Er befindet sich nach richterlicher Vorführung in Untersuchungshaft.


797.     Schwere Brandstiftung in einem Mehrfamilienhaus – Bogenhausen

Am Sonntag, 17.05.2026, bemerkte eine Bewohnerin eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses kurz nach 14:30 Uhr durch Rauchentwicklung einen Brand in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss. Sie verständigte daraufhin den Notruf.

Kurze Zeit später trafen sowohl Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr München als auch Einsatzkräfte der Münchner Polizei am Einsatzort ein. Das Gebäude wurde geräumt und das Feuer durch die Feuerwehr rasch gelöscht. Nach den durchgeführten Löscharbeiten konnten alle Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. In der Brandwohnung waren zum Zeitpunkt des Brandes keine Bewohner anwesend. Es handelt sich um eine WG.

Im Laufe der Ermittlungen ergab sich der Verdacht, dass Gegenstände aus dem in Brand geratenen Zimmer entwendet und das Feuer vorsätzlich gelegt wurde. Hinweise auf einen möglichen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht.

Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 13.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Warthestraße (Brandobjekt), Denninger Straße, Friedrich-Eckart-Straße, Soldauer Straße, Kulmer Straße und Graudenzer Straße (Bogenhausen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


798.     Organisierter Callcenterbetrug; sog. Falscher Polizeibeamter – Pasing

Am Donnerstag, 28.05.2026, zwischen 19:00 Uhr und 22:00 Uhr, kontaktierte ein bislang unbekannter Täter telefonisch einen über 80-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München und gab sich ihm gegenüber als Polizeibeamter aus. Der Täter spiegelte dem Senior vor, dass man bei einer Festnahme von zwei Personen einen Zettel mit seinem Namen gefunden hätte. Es müssen deshalb sämtliche in der Wohnung befindlichen Wertgegenstände gesichert werden.

Der über 80-Jährige übergab daraufhin Wertgegenstände im Wert eines niedrigen sechsstelligen Eurobetrages. Nachdem weitere angekündigte Polizeibeamte, welche den über 80-Jährigen angeblich zu einer Vernehmung in das Polizeipräsidium München bringen sollten, nicht erschienen waren, verständigte er den Polizeinotruf.

Eine Fahndung ergab keine neuen Hinweise auf die Täter. 

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, 30-35 Jahre, 180 cm groß, europäisches Aussehen, dunkle Haare, helle Haut; weißes Hemd, dunkle Hose (keine Jeans), Brille (Edelstahlrahmen, ovale Gläser); er hatte einen gefälschten grünlichen Dienstausweis mit der Aufschrift Poliei, Michael Berg und der Kennnummer 2477.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Herzog-Johann-Straße, Frauendorferstraße, Bärmannstraße, Dr.-Böttcher-Straße, Sibeliusstraße, Rohdestraße und Paul-Gerhardt-Allee (Pasing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass diese deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.


799.     Verkehrsunfall zwischen Pkw und Fahrrad; eine Person schwer verletzt – Trudering

Am Donnerstag, 28.05.2026, gegen 07:00 Uhr, fuhr ein 63-Jähriger mit irischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem Fahrrad auf dem Radweg der Friedenspromenade in Richtung Riemer Park.

Zeitgleich fuhr ein 34-Jähriger mit serbischer Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mit einem VW Pkw auf der Wasserburger Landstraße stadtauswärts.

Die Kreuzung Wasserburger Landstraße und Friedenspromenade wird normalerweise durch eine Ampel geregelt. Da jedoch eine Störung vorlag, erfolgte die Regelung durch Polizeibeamte der örtlich zuständigen Polizeiinspektion.

Zum Unfallzeitpunkt war der Verkehr durch die Polizeibeamten auf der Wasserburger Landstraße freigegeben und für die Friedenspromenade angehalten.

Der 63-Jährige fehlinterpretierte das Zeichen der Polizeibeamten und querte die Wasserburger Landstraße. Der 34-Jährige konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und es kam zur Kollision im Kreuzungsbereich. Dabei wurde der 63-Jährige schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 34-Jährige sowie ein weiterer Mitfahrer blieben unverletzt.

Sowohl das Fahrrad als auch der Pkw wurden leicht beschädigt.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


800.     Pkw-Fahrerin fährt gegen Mauer; eine Person schwer verletzt – Bogenhausen

Am Donnerstag, 28.05.2026, gegen 11:40 Uhr, befuhr eine 74-jährige Deutsche mit Wohnsitz im Landkreis München mit einem Pkw MINI die Einfahrt zu einer Tiefgarage in der Elektrastraße.

Eigenen Angaben zufolge verwechselte sie Brems- und Gaspedal und kollidierte in der Folge mit der rechtsseitigen Garagenwand.

Durch die Kollision wurde die 74-Jährige schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

An der Garagenwand entstand leichter Sachschaden. Der Pkw wurde schwer beschädigt und musste abgeschleppt werden.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


801.     Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach Flucht vor Verkehrskontrolle – Unterföhring

Am Donnerstag, 28.05.2026, gegen 22:45 Uhr, fiel einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion 26 (Ismaning) in Bogenhausen ein Pkw auf, der mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Cosimastraße stadtauswärts unterwegs war. Eine Verkehrskontrolle konnte zunächst nicht durchgeführt werden, da die Streife das Fahrzeug aus den Augen verlor.

Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurde das Fahrzeug kurze Zeit später auf einem Parkplatz eines Betriebsgeländes in Unterföhring festgestellt. Nach Angaben des dortigen Sicherheitsdienstes hatten mehrere Personen das Fahrzeug verlassen und waren zu Fuß geflüchtet.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung durch Polizeikräfte konnten drei Personen angehalten und kontrolliert werden. Eine weitere Person flüchtete auf das Betriebsgelände. Zur Absuche wurden unter anderem ein Diensthund sowie eine Polizeidrohne eingesetzt. Die geflüchtete Person konnte schließlich auf dem Gelände durch den Polizeihund festgestellt werden.

Bei den kontrollierten Personen handelt es sich um einen 19-Jährigen mit afghanischer Staatsangehörigkeit, ein 16-jähriger Deutscher, einen 17-jährigen Deutschen sowie einen 15-jährigen mit pakistanischer Staatsangehörigkeit, alle mit Wohnsitzen in München. Nach bisherigem Ermittlungsstand hat der 19-Jährige das Fahrzeug geführt.

Die Hintergründe der Flucht sowie mögliche Straftaten sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden alle Beteiligten wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion 26.


802.     Schwerpunktkontrollen zur Erhöhung der Sicherheit auf Landstraßen

Im Zeitraum zwischen Montag, 01.06.2026 und Dienstag, 30.06.2026, beteiligt sich das Polizeipräsidium München im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ an einer Verkehrsschwerpunktaktion zur Erhöhung der Sicherheit auf Landstraßen. Dabei wird die Reduzierung der Unfallopfer als wichtiges Schwerpunktthema im Fokus stehen.

Die Münchner Polizei führt im oben genannten Zeitraum verstärkte Verkehrskontrollen auf Landstraßen im Landkreis München durch. Auch im Stadtgebiet wird es Kontrollen geben. Hierbei werden insbesondere überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver, Ablenkungen am Steuer sowie unfallträchtige Verkehrsverstöße durch Fahrradfahrer kontrolliert. Ergänzend setzt die Polizei auf Präventions- und Aufklärungskampagnen. Dazu wird es mehrere Präventionsveranstaltungen in Stadt und Landkreis München geben.

Unter anderem wird eine große Informationsveranstaltung am Mittwoch, 17.06.2026 am Marienplatz stattfinden.

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen und zum Thema Landstraßensicherheit gibt es hier.