24.07.2025, Polizeipräsidium München

1155.   Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; eine Person verletzt – Altstadt

1156.   Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Schwabing

1157.   Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte – Ismaning

1158.   Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung mittels Tierabwehrspray – Am Hart

1159.   Politisch motivierte Schmierschriften – Maxvorstadt

1160.   Widerruf der Öffentlichkeitsfahndung nach Vermissung eines 10-Jährigen – Unterschleißheim


1155.   Verkehrsunfall zwischen zwei Pkw; eine Person verletzt – Altstadt

Am Mittwoch, 23.07.2025, gegen 10:40 Uhr, fuhr eine 54-Jährige mit Wohnsitz in München mit einem Audi Pkw auf der Elisenstraße stadteinwärts. Mit ihr im Fahrzeug befand sich als Beifahrerin eine 22-Jährige, ebenfalls mit Wohnsitz in München.

Zeitgleich befuhr ein 61-Jähriger mit Wohnsitz in München mit einem Smart Pkw den Karlsplatz in Richtung Lenbachplatz.

Im Kreuzungsbereich Elisenstraße und Karlsplatz kam es zum Zusammenstoß beider Pkw, wobei die 22-jährige Beifahrerin leicht verletzt wurde. Sie benötigte jedoch keine medizinische Behandlung vor Ort. Die 54-Jährige und der 61-Jährige wurden nicht verletzt.

An beiden Fahrzeugen entstand nicht unerheblicher Sachschaden in geschätzter Höhe von mehreren tausend Euro.

Während der Unfallaufnahme kam es zu mäßigen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang, insbesondere welcher Unfallbeteiligter das Rotlicht missachtete, machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089 6216-3322, in Verbindung zu setzen.


1156.   Organisierter Callcenterbetrug; sog. Schockanruf – Schwabing

Am Mittwoch, 23.07.2025, gegen 13:30 Uhr, erhielt eine über 80-Jährige mit Wohnsitz in München einen Anruf von einer weiblichen Person. Diese gab sich als „Marion Müller“ von der Polizei aus und teilte der über 80-Jährigen mit, dass ihre Tochter angeblich einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und nur durch die Zahlung einer sehr hohen Kaution eine Gefängnisstrafe abwenden könne.

In dem Telefonat wurde Druck auf die über 80-Jährige ausgeübt, so dass sie sich nach entsprechenden Vereinbarungen mit ihrem Rollator von ihrer Wohnung im Obergeschoss nach unten vor das Wohngebäude begab und dort auf dem Gehweg auf eine weitere bislang unbekannte weibliche Person traf. Diese zog den vorbereiteten Umschlag mit mehreren zehntausend Euro Bargeld aus dem Korb des Rollators und entfernte sich.

Die über 80-Jährige begab sich daraufhin zurück in ihre Wohnung, wo sie kurz nach 18:00 Uhr ihre Tochter anrief, welche schließlich den Betrug aufklärte und sich mit ihrer Mutter auf die Polizeiinspektion 13 (Schwabing) zur Anzeigenerstattung begab.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Die Geldabholerin kann wie folgt beschrieben werden:
Weiblich, ca. 156 cm groß, leicht untersetzt, rundes Gesicht, ohne Brille, südeuropäische Erscheinung, schwarze zusammengebundene Haare; bekleidet mit einer hell-beigen Jacke mit langen Ärmeln und einem dunklen Rock

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Parzivalstraße, Karl-Theodor-Straße und Belgradstraße (Schwabing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:

•           Halten Sie in allen Fällen telefonische Rücksprache zu Ihrer Familie/Angehörigen.

•           Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

•           Die Polizei oder vergleichbare Amtspersonen werden Sie niemals um die Aushändigung von Geld oder sonstige Wertsachen bitten.

•           Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

•           Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

•           Übergeben Sie grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie auch niemals Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.


1157.   Organisierter Callcenterbetrug; Falsche Polizeibeamte – Ismaning

Am Mittwoch, 23.07.2025, gegen 15:00 Uhr, erhielt eine über 75-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München einen Anruf von einer bislang unbekannten weiblichen Täterin. Diese gab sich als Polizeibeamtin aus und berichtete der über 75-Jährigen von einem Einbruch, welcher sich in der Nachbarschaft ereignet hätte. Dabei wäre es zu einer Täterfestnahme und Auffindung eines Zettels mit den Personalien der über 75-Jährigen gekommen.

Im weiteren Gespräch gab die vermeintliche Polizeibeamtin an, dass mittels eines technischen Gerätes Wertgegenstände in der Wohnung der über 75-Jährigen seitens der Täterschaft gescannt werden können. Um dies zu verhindern, sammelte die über 75-Jährige auf Anweisung der unbekannten Täterin sämtliches Bargeld, Goldmünzen und Schmuck aus ihrer Wohnung zusammen und verpackte alles in einen großen Topf und stellte diesen wie angewiesen vor ihrer Wohnungstür ab.

Ca. 30 Minuten nach dem Telefongespräch stellte die über 75-Jährige fest, dass der vor ihrer Haustür deponierte Topf entfernt worden war. Daraufhin verständigte sie den Polizeinotruf 110. Insgesamt beträgt der Beuteschaden mehrere tausend Euro.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Unterföhringer Straße, Glaslweg, Am Auwald und Egerländer Straße (Ismaning) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass diese deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.

Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.

Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.


1158.   Festnahme von zwei Tatverdächtigen nach gefährlicher Körperverletzung mittels Tierabwehrspray – Am Hart

Am Mittwoch, 23.07.2025, gegen 11:20 Uhr, versprühten ein 15-Jähriger und ein 14-Jähriger, jeweils mit Wohnsitz in München, in einer Grundschule Tierabwehrspray.

Dadurch wurden zum jetzigen Stand 16 Personen verletzt, zwei davon benötigten eine ärztliche Behandlung.

Die beiden Tatverdächtigen wurden vor Ort angetroffen und wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt. Das Tierabwehrspray wurde sichergestellt und beide Tatverdächtigen nach Abschluss der durchgeführten polizeilichen Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben.

Das Kommissariat 25 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.


1159.   Politisch motivierte Schmierschriften – Maxvorstadt

Im Zeitraum zwischen Dienstag, 22.07.2025, 13:00 Uhr, und Mittwoch, 23.07.2025, 07:10 Uhr, begaben sich ein oder mehrere bislang unbekannte Täter unbefugt auf das Dach eines Universitätsgebäudes. Dort brachten sie mit weißer Farbe einen Schriftzug mit inhaltlichem Bezug zur Situation in Nahost an.

Durch die Tat entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 45 geführt.

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Ludwigsstraße, Schellingstraße und Amalienstraße (Maxvorstadt) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 45, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


1160.   Widerruf der Öffentlichkeitsfahndung nach Vermissung eines 10-Jährigen – Unterschleißheim

-siehe Medieninformation vom 23.07.2025, Nr. 1154 , 
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/088550/index.html

Wie bereits berichtet, wurde seit Mittwoch, 23.07.2025, gegen 05:30 Uhr, ein 10-Jähriger aus seiner elterlichen Wohnung in Unterschleißheim vermisst.

Eine aufmerksame Zugbegleiterin stellte den Jungen heute gegen 10:00 Uhr wohlbehalten in einem Zug in Baden-Württemberg fest und verständigte die Bundespolizei. Der 10-Jährige wird noch heute seiner Erziehungsberechtigten übergeben.

Die Öffentlichkeitsfahndung wurde entsprechend gelöscht.