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02.06.2021, Polizeiverwaltungsamt


Jahresstatistik 2020 des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes

Die Corona-Pandemie hat die Jahresstatistik 2020 des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes (PVA) maßgeblich beeinflusst und zu einer reduzierten Zahl polizeilich festgestellter Verkehrsverstöße geführt. Wer jedoch gar einen tiefgreifenden Sinneswandel der Verkehrsteilnehmer erhofft hatte, sieht sich durch das Zahlenwerk ernüchtert.


Anhaltekelle

Trotz geringerem Verkehrsaufkommen in Corona-Zeiten mussten immer noch 1.596.217 Verwarnungen (2019: 1.895.309) und mehr als 752.008 Bußgeldbescheide (2019: 812.804) verschickt werden. "Auch, wenn Briefe unseres Amtes nicht gerade Freudensprünge auslösen dürften, sollte sich jeder bewusst machen, dass Verkehrsüberwachung auch Leben rettet! Denn eine höhere Regelbeachtung bedeutet weniger Tote und Verletzte", so der Präsident des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes (PVA) Timo Payer.
Leider würden Regeln aber häufig erst dann beachtet, wenn diese auch kontrolliert würden und gegebenenfalls eine Ahndung erfolge.

So mussten 2020 zum Beispiel 1.006.556 Geschwindigkeitsverstöße (2019: 1.110.945) geahndet werden. Diese sind immer noch die Hauptunfallursache für tödliche Verkehrsunfälle.
Aber auch die extrem gefährlichen Abstandsunterschreitungen schlugen im Rahmen der technischen Verkehrsüberwachung mit 74.382 Fällen (2019: 100.856) zu Buche.
Insbesondere diesen beiden Deliktsgruppen versucht die Bayerische Polizei mit modernster Verkehrsmesstechnik zu begegnen. "Durch häufig wechselnde Standorte muss ständig mit einer Messung gerechnet werden", erklärte der PVA-Präsident den bayerischen Ansatz zur möglichst effektiven Einwirkung auf die Fahrzeugführer.

Hinsichtlich der Sanktionen machte er auch deutlich: "Bei groben oder beharrlichen Pflichtverletzungen kann neben der Geldbuße auch ein Fahrverbot ausgesprochen werden." Dieses "scharfe Schwert" wurde in 71.767 Fällen (2019: 72.406) gezückt. Dabei entfiel der "Löwenanteil" mit gut 53 Prozent auf Geschwindigkeitsverstöße, fast 23 Prozent auf Alkohol- und Drogendelikte und knapp 15 Prozent auf Abstandsunterschreitungen.

Die Gesamtsumme der im Verwarnungs- und Bußgeldverfahren von den Verkehrsteilnehmern eingezahlten Beträge belief sich 2020 auf knapp 123 Millionen EUR.

Wobei die Einspruchsquote gegen Bußgeldbescheide insgesamt leicht auf 7,45 Prozent (Vorjahr: 6,71 Prozent) anstieg. Dies resultiert primär aus vermehrten Einsprüchen gegen Bußgeldbescheide im Zusammenhang mit der StVO-Novelle.

Bei der grenzüberschreitenden Verfolgung und Ahndung automatisiert festgestellter Verstöße ausländischer Verkehrsteilnehmer erzielte das Amt mit dem weiteren Ausbau des europaweiten Halterdatenabgleichs (Eucaris) erhebliche Fortschritte. Hier konnten 2020 weitere Länder wie z.B. Polen edv-technisch integriert werden.
Die Vollzahlungsquote im Nachgang zu den Informationsschreiben an die ausländischen Fahrzeughalter lag im Verwarnungsbereich bei 71,93 Prozent, im Bußgeldbereich sogar bei 82,66 Prozent. Dieser Bereich soll zukünftig noch auf weitere Länder ausgedehnt werden.



 

 

 

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