Fast jeder kennt die Situation: Man fährt auf einer Landstraße, vor sich eine leichte Anhöhe - und plötzlich steht die Sonne grell über dem Scheitelpunkt. Blendet so stark, dass man für einen Moment fast nichts mehr sieht. Reflexartig greift man zur Sonnenblende oder sucht nach der Sonnenbrille. Diese kurze Phase der Unsicherheit kann fatale Folgen haben.
Denn was sich hinter der Kuppe verbirgt, bleibt oft unsichtbar: ein entgegenkommendes Fahrzeug beim Überholen, ein langsamer Radfahrer oder sogar ein Fußgänger am Fahrbahnrand. Andere Verkehrsteilnehmer, die Aufmerksamkeit verlangen würden, aber schlichtweg nicht gesehen werden.
Wie ernst diese Gefahr ist, zeigt ein Unfall Anfang März bei Pegnitz: Ein Linienbus erfasste einen 53-jährigen Rennradfahrer. Der Busfahrer hatte ihn aufgrund der tiefstehenden Sonne zu spät erkannt. Der Radfahrer erlitt dabei schwere Verletzungen – ein tragisches Beispiel dafür, wie schnell aus einer alltäglichen Situation ein schwerer Unfall werden kann.
Besonders tückisch sind die Jahreszeiten Frühling und Herbst, wenn die Sonne morgens und abends deutlich tiefer steht als im Sommer: Genau dann, wenn viele Menschen unterwegs sind.
Bremsen Sie vor Kuppen, rechnen Sie jederzeit mit anderen Verkehrsteilnehmern und sorgen Sie vor - mit sauberer Windschutzscheibe, funktionierender Sonnenblende und griffbereiter Sonnenbrille.