19.03.2026, Polizei Bayern
Die Osterfeiertage bedeuten oft volle Autobahnen. Damit Sie und andere sicher ankommen, beachten Sie bitte diese Hinweise:
Die Rettungsgasse
Sobald der Verkehr stockt oder nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren wird, muss zwingend eine Rettungsgasse gebildet werden. Diese wird immer zwischen dem linken und den rechts daneben befindlichen Fahrstreifen gebildet – wenn der Verkehr steht, ist es zu spät)
- Linke Spur: Fahrzeuge ziehen nach ganz links.
- Alle anderen Spuren: Fahrzeuge ziehen nach rechts.
- Wichtig: Der Standstreifen muss frei bleiben! Dieser ist nur für Rettungsfahrzeuge und Pannenfahrzeuge gedacht, außer die Polizei weist Sie explizit an, …
- Steigen Sie bei Stau nicht aus dem Fahrzeug! Das Verlassen des Fahrzeugs ist nur zur Absicherung eines Unfalls erlaubt.
Unfallabsicherung: Richtig reagieren
Sollte es zu einem Unfall kommen, bewahren Sie Ruhe und folgen Sie diesen Schritten:
- Warnblinklicht einschalten.
- Warnweste anziehen (noch bevor Sie das Auto verlassen!).
- Warndreieck aufstellen (ca. 150 bis 400 Meter vor der Unfallstelle, d.h. ca. 3 bis 8 Leitpfosten davor).
- Sich selbst in Sicherheit bringen: Begeben Sie sich mit allen anderen Fahrzeuginsassen immer hinter die Leitplanke.
Notruf & Hilfe (110 & 112)
Im Notfall erreichen Sie die Hilfe unter diesen Nummern:
- 110: Polizei
- 112: Feuerwehr & Rettungsdienst
Geben Sie beim Anruf die 5 W-Fragen an:
- Wer meldet?
- Wo ist es passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte gibt es?
- Warten auf Rückfragen!
đź’ˇ Ostertipps für eine entspannte Fahrt
- Pausen machen: Legen Sie alle 2 Stunden eine kurze Rast ein, um konzentriert zu bleiben und nehmen sie insbesondere bei hohen Temperaturen ausreichend Getränke im Auto mit, dann sind sie im Stau gewappnet.
- Abstand halten: Nutzen Sie die Faustformel "Halber Tacho" (bei 100 km/h also mindestens 50 Meter Abstand – was in der Regel der Distanz zwischen zwei Begrenzungspfosten entspricht.
Checkliste: Stressfrei durch die Osterfeiertage
Hier sind die wichtigsten Punkte, ergänzt um ein paar „Pro-Tipps“, die oft vergessen werden:
- Timing ist alles: Die staureichsten Tage sind traditionell der Gründonnerstag (Nachmittag) und der Ostermontag (Rückreiseverkehr). Wer kann, sollte auf den Dienstag danach ausweichen, oder den Reisebeginn in der Nacht oder besonders früh planen. Damit können Sie Stoßzeiten mit besonders hoher Verkehrsbelastung vermeiden. Achten Sie aber stets darauf ausgeschlafen zu sein, um sicher an Ihr Ziel zu kommen!
- Baustellen-Check: Informiere dich vorab über Langzeitbaustellen auf deiner Route. Apps wie Google Maps oder Waze sind super, aber ein Blick auf offizielle Verkehrsbehörden-Seiten wie „BayernInfo“ oder „ASFiNAG“ für Österreich hilft bei der großräumigen Planung. Denken Sie bei Fahrten ins Ausland auch an eine eventuell erforderliche Mautplakette und wo sie diese vielleicht schon vor Fahrtantritt erstehen können!
- Alternative Routen: Wenn das Navi „Umfahrung“ schreit, prüfen, ob die Landstraßen nicht bereits ebenfalls verstopft sind, oder möglicherweise sogar „Durchfahrtsverbote“ in den Gemeinden neben der Autobahn für den Ausweichverkehr bestehen.
- Pausen: Klingt banal, rettet aber Leben (und Nerven). Gerade bei Reisen mit Kindern: Alle 2 Stunden eine kurze Bewegungspause einplanen.
đź’ˇ Exklusive Zusatz-Tipps:
- Der „Volle-Tank-Trick“: Tanke bereits am Dienstag oder Mittwoch vor Ostern. Am Gründonnerstag schnellen die Preise an den Zapfsäulen erfahrungsgemäß massiv nach oben.
- E-Auto-Ladestrategie: Wenn du elektrisch fährst, reserviere (falls möglich) Ladepunkte an Schnellladeparks abseits der direkten Autobahnraststätten. Diese sind meist leerer und günstiger.
- Digitaler Beifahrer: Lade dir Offline-Karten herunter. In Funklöchern oder bei überlastetem Netz im Grenzgebiet ist das Gold wert.