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25.02.2021, PP Unterfranken


Betrüger geben sich als Enkel und Falsche Polizeibeamte aus - Ehepaar um Erspartes gebracht

SCHWEINFURT. Am Mittwochvormittag haben Betrüger bei einem älteren Ehepaar mehrere zehntausend Euro ergaunert. Die Unbekannten gaben sich zunächst als Verwandte und bei einem zweiten Anruf schließlich als Polizeibeamte aus. Die unterfränkische Polizei ermittelt und bittet die Bevölkerung, auch Freunde und Verwandte über die Betrugsmasche zu informieren.


Dem Sachstand nach hatte das Telefon bei einem älteren Ehepaar erstmals gegen 10:30 Uhr geklingelt. Der Anrufer gab sich als Enkel aus und bat für einen Grundstückskauf um mehrere zehntausend Euro. Nachdem der Senior einen Geldbetrag in Aussicht stellte, wollte der Enkel umgehend einen Bekannten vorbeischicken. Die Ehefrau des Mannes erkannte jedoch den Betrugsversuch und legte sofort auf.

Kurz darauf klingelte das Telefon erneut und es meldete sich eine angebliche Polizeibeamtin der Kriminalpolizei. Diese informierte das Ehepaar nun, dass sie Opfer eines versuchten Enkeltrickbetrugs geworden seien. Sie sollen den Geldbetrag übergeben, damit der Täter festgenommen werden könne.

Die Seniorin weigerte sich anfänglich, die Hartnäckigkeit der Betrügerin führte jedoch dazu, dass das Ehepaar gegen 12:30 Uhr vor ihrem Haus im Bereich des Lindenbrunnenwegs mehrere zehntausend Euro übergab. Rund 30 Minuten nach der Geldübergabe erkannten die Geschädigten, dass sie Opfer eines Betruges geworden sind und verständigten den Polizeinotruf.


Die Geldabholerin kann wie folgt beschrieben werden:

  • 170 cm groß
  • 30 Jahre alt
  • Blonde, halblange Haare
  • Bekleidet mit roter Oberbekleidung

Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen übernommen und warnt an dieser Stelle nochmals eindringlich vor derartigen Betrugsmaschen.


Anrufe von falschen Polizeibeamten:

  • Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich ein entsprechender Fall!
  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder als Lockmittel zu deponieren!
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht eindeutig erkennen.

Wer die Geldübergabe möglicherweise beobachtet hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen.


 

 

 

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