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22.01.2021, PP Unterfranken


Unbekannte ergaunern 36.000 € - die Polizei warnt vor Anrufen falscher Bankmitarbeiter

HÖSBACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Montagmittag gab sich eine Anruferin unter der Telefonnummer einer Aschaffenburger Bankfiliale als Mitarbeiterin dieser Bank aus. In Wirklichkeit handelte es sich jedoch um eine Betrügerin, welche die Geschädigte dazu brachte mehrere TAN-Codes zu übermitteln, die es ermöglichten Transaktionen in Höhe von 100.000 Euro auf ein anderes Konto zu tätigen. Obwohl ein Teil der Überweisungen durch die Bank gestoppt werden konnte beläuft sich der Vermögensschaden auf rund 36.000 Euro.


Am Montag, gegen 12:30 Uhr, erhielt die 60-jährige Geschädigte aus Hösbach einen Anruf. Im Display wurde die Telefonnummer einer tatsächlich existierenden Bankfiliale angezeigt. Eine weibliche Stimme stellte sich als Bankangestellte vor. Ihre Aussage wirkte glaubhaft, da ihr nicht nur persönliche Daten der Geschädigten, sondern auch der Kontostand und weitere Bankdaten bekannt waren. Die Anruferin wies auf verdächtige Umsätze auf dem Konto der 60-jährigen hin. Sie forderte zur Übermittlung von TAN-Codes auf, die zur Unterbindung der Transaktionen notwendig seien. Vermutlich hatten sich die Betrüger zu diesem Zeitpunkt bereits Zugang zum Online-Banking der Geschädigten verschafft, füllten parallel Überweisungen aus und generierten auf diese Weise die TAN-Codes. Diese wurden dann automatisch an das Handy der Kontoinhaberin übermittelt.

Kurze Zeit nachdem die Kontoinhaberin die Daten übermittelt hatte, wurde sie von ihrem aufmerksamen Bankberater kontaktiert. Dieser war aufgrund der zahlreichen Kontobewegungen in vierstelliger Höhe stutzig geworden. Es stellte sich heraus, dass unbekannte Täter mittels der erhobenen TAN-Codes Überweisungen in Höhe von insgesamt 100.000 Euro getätigt hatten. Ein Teil des Geldes konnte dank der umsichtigen Reaktion des Bankmitarbeiters glücklicherweise zurückgerufen werden. Dennoch bleibt ein immenser Vermögenschaden bestehen.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat die Ermittlungen übernommen und warnt vor derartigen Betrugsmaschen. Die zuvor geschilderte Vorgehensweise bleibt dabei immer gleich.

Dem Anruf geht in der Regel eine sogenannte Phishing E-Mail zur Erlangung der persönlichen Daten der Opfer voraus. Die Betrüger erstellen ein elektronisches Schreiben, mit einem Hinweis in der Betreffzeile, der die Empfänger neugierig macht. Öffnet der Adressat die verknüpfte Anlage, so ermöglicht er den Tätern vollen Einblick in seinen E-Mail Verkehr und alle Daten und Dokumente, die er über das Endgerät mit dem er den Anhang geöffnet hat abruft.

Anhand der auf diese Weise erlangten persönlichen Daten erschleichen die Anrufer das Vertrauen Ihrer Opfer, während sie sich zeitgleich Zugang zum Online Banking Verfahren verschaffen. So können sie während des Telefonats Überweisungen durchführen, die sie anhand der vom Geschädigten übermittelten TAN-Codes legitimieren.


Wie können Sie sich vor derartigen Betrügereien schützen:

  • Überprüfen sie bei E-Mails immer den Absender, bevor sie einen Anhang öffnen.
  • Übermitteln sie niemals TAN-Codes an andere Personen.
  • Bei Zweifeln an den Angaben oder der Identität von vermeintlichen Bankmitarbeitern, tätigen sie zunächst einen Rückruf unter der ihnen bekannten Telefonnummer ihres Geldinstituts.
  • Wenden Sie sich im Verdachtsfall an Ihre Polizei.

 

 

 

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