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28.03.2019, PP Unterfranken


Großkontrolle am Würzburger Hafen – Polizei und Stadt Würzburg ziehen an einem Strang

WÜRZBURG. Seit der zweiten Jahreshälfte des letzten Jahres halten sich insbesondere an den Wochenenden, in den Abendstunden, Jugendliche und junge Erwachsene im Bereich der Hafentreppe am Oskar-Laredo-Platz gesammelt auf. Das Ziel der Würzburger Polizei ist es, der dortigen negativen Entwicklung unter anderem mit gezielten Kontrollen entgegenzuwirken.


Gemeinsam mit Jugendamt und kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Würzburg fand bereits am 16.02.2019 eine Kontrolle statt. Eine weitere Großkontrolle wurde nun in den Abendstunden am Freitag, den 22.03.2019 durchgeführt, wobei die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt dabei Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei erhalten hatte.

In den vergangen acht Monaten kam es immer wieder zu schweren Straftaten. Hierunter zwei Raubdelikte, wobei einer der Täter bereits in Haft sitzt. Des Weiteren ereignete sich eine sexuelle Belästigung eines 16-Jährigen Mädchens. Bei Betrachtung der Körperverletzungsdelikte sind fünf gefährliche Körperverletzungen und 22 einfache Körperverletzungen zu verzeichnen. Unter den mutmaßlichen Tatverdächtigen befand sich auch eine afghanische Gruppe von Jugendlichen Intensivtätern, von welchem im Zuge eines weiteren Ermittlungskomplexes vier Untersuchungshaftbefehle vollstreckt wurden. Für das Phänomen der Gewalt gegen Polizeibeamte wurden zwei Fälle von tätlichem Angriff sowie ein Fall von Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zur Anzeige gebracht.

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat sieben Fälle mit Cannabis, zwei Fälle mit Amphetamin, ein Fall mit Ecstasy und zwei Fälle mit sonstigen Betäubungsmitteln (Kräutermischungen) bei Kontrollen festgestellt. Zusätzlich konnte in unmittelbarem Umgriff ein Drogendealer mitsamt seines Drogenbunkers, bei dem der Bezug zu dieser Örtlichkeit nachgewiesen wurde, vorläufig festgenommen werden.

Im Bereich der Sachbeschädigungen konnten insgesamt neun Fälle von Vandalismus verzeichnet werden. Es wurden Fallrohre eingetreten, Fassadenteile mit Graffiti beschmiert, Schrankenanlagen und Dienstfahrzeuge der Stadt Würzburg demoliert.

Insgesamt wurden vier Diebstahlsdelikte registriert. Unter anderem ein Handtaschendiebstahl und in zwei Fällen wurde versucht, in das Dienstgebäude des Tiefbauamtes und der Entwässerungsbetriebe der Stadt Würzburg einzusteigen. Ebenso wurde der Diebstahl aus einem Kraftfahrzeug und ein Fall von Hehlerei erfasst.
Des Weiteren wurden bei Kontrollen unabhängig der beiden Großkontrollen bei Jugendlichen ein verbotenes Springmesser und ein ebenfalls verbotenes Butterflymesser festgestellt.

Bei der polizeilichen Bestreifung der Örtlichkeit wurde regelmäßig eine starke Vermüllung des Oskar-Laredo-Platzes, auch in Form von zerbrochenen Glasflaschen registriert. In sechs Fällen von Alkoholexzessen mussten Minderjährige aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses von harten Alkoholika teilweise in Gewahrsam genommen und den Erziehungsberechtigten übergeben werden. Sogar die Fluchttreppe des Heizkraftwerkes und die dortige Dachterrasse wurden als Feierörtlichkeit genutzt, was unter anderem an einer hohen Anzahl von Wodkaflaschen festgestellt werden konnte.

Bei der Kontrolle am 22.03.2019 erreichte ein 18-Jähriger als Spitzenreiter einen Atemalkoholwert von 2,43 Promille. Bei der jüngsten Person unter Alkoholeinfluss handelte es sich um einen 14-jährigen Würzburger, mit 0,42 Promille. Die beiden jüngsten angetroffenen Personen bei der genannten Kontrolle waren 13 Jahre alt.

Neben den Feststellungen der Polizei wandte sich auch die Stadt Würzburg bezüglich der Situation an dieser Örtlichkeit an die Dienststelle. Es gingen Bürgerbeschwerden ein, insbesondere des ortsansässigen Theaters am Kulturspeicher.

Ziel der Polizei und der Sicherheitsbehörden ist es, Jugendschutz durchzusetzen und Straftaten entgegenzutreten.

Um Alter und mögliche Alkoholisierung der Jugendlichen festzustellen, ist es auch notwendig, bei Kontrollen die Personalien zu überprüfen und Atemalkoholtests durchzuführen. Die dafür erforderliche Rechtsgrundlage befindet sich auch schon im alten Polizeiaufgabengesetz (PAG) verankert.

Durch bloße Kontrollen der Sicherheitsbehörden alleine kann dieses Phänomen letztlich jedoch nicht gelöst werden. Aufgrund dessen findet am kommenden Montag auf Anraten der Polizei ein Runder Tisch, organisiert durch das städtische Jugendamt Würzburg, u.a. mit dem städtischen Entwässerungsbetrieb als Eigentümer der unmittelbar angrenzenden Gebäude, dem Referat II der Stadt Würzburg mit dem Kommunalen Ordnungsdienst, den Streetworkern, der Diakonie und der Polizei statt, um eine gemeinsame Strategie zur Lösung der dort festgestellten Jugendschutzprobleme zu erarbeiten.


 

 

 

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