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14.01.2019, PP Unterfranken


Vier afghanische Tatverdächtige in Untersuchungshaft – nach Gewaltdelikten setzen Polizei und Justiz Unruhestifter in Haft

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 14.01.2019

WÜRZBURG. Nachdem eine Gruppe junger Männer in den vergangenen Monaten mehrfach an Körperverletzungsdelikten im Würzburger Stadtgebiet beteiligt gewesen war, hat die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Würzburg erwirkt, dass der Anführer und drei weitere Mitglieder der Gruppe in Untersuchungshaft gesetzt wurden.


In den vergangenen Monaten war es in der Würzburger Innenstadt, meist im Bereich des Hauptbahnhofes und des dortigen Ringparks, zu gemeinschaftlich begangenen Gewaltdelikten durch junge Afghanen gekommen. Die Tatverdächtigen hatten hierbei häufig aus einer Gruppe heraus Geschädigte, bei denen es sich meist um Landsleute handelte, angegriffen. Die vier Beschuldigten waren hierbei durch ihr Aggressionspotential aufgefallen.

Aufwändige Vernehmungen mit Dolmetschern, währenddessen die beteiligten Personen meist widersprüchliche Angaben machten oder jede Aussage gegenüber der Polizei grundsätzlich verweigerten, stellten die Ermittler vor die Herausforderung, die komplexen Zusammenhänge in der Gruppe zu klären. Denn das erklärte Ziel von Polizei und der Staatsanwaltschaft Würzburg war es nicht nur die einzelnen Straftaten zu klären, sondern auch die Struktur der Gruppe aufzudecken und den Anführer zu identifizieren, um letztendlich der Reihe von Straftaten ein Ende zu setzen.

Von Anfang an fand ein reger Austausch und eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt und Vertretern der Staatsanwaltschaft Würzburg statt. Im Dezember führte dies schließlich zu vier Untersuchungshaftbefehlen, die die Staatsanwaltschaft auf Basis der polizeilichen Erkenntnisse beantragt hatte. Diese wurden in der Folge durch das Amtsgericht Würzburg gegen vier afghanische Männer im Alter von 16, 17 und 19 Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung erlassen.

Die beiden 19 Jahre alten Tatverdächtigen wurden in den darauffolgenden Tagen von der Bundespolizei am Würzburger Hauptbahnhof beziehungsweise der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt in der Innenstadt festgenommen und dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Bei einem der beiden 19 Jahre alten Männer handelt es sich um den Anführer der Gruppe.

Schließlich wurden wenige Tage später zwei 16 und 17 Jahre alte Brüder durch die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt festgenommen, nachdem sie am Kranenkai erneut in eine heftige Auseinandersetzung verwickelt waren. Die beiden Jugendlichen sind dringend verdächtig, hier aus einer Gruppe heraus zwei junge Männer angegriffen und verletzt zu haben. Die Ermittlungen zu dieser Tat dauern an. Da für das Brüderpaar wegen der vorausgegangenen Gewaltdelikte bereits die Untersuchungshaftbefehle vorlagen, wurden diese am Folgetag nach der Vorführung beim Ermittlungsrichter, ebenso wie ihre beiden Komplizen zuvor, in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten gebracht.

Das Ziel von Ermittlern und Staatsanwaltschaft, die Straftaten und das Zusammenwirken der Gruppe schnellstmöglich zu beenden, war damit durch die Inhaftierung erreicht. Die Untersuchungen des Ermittlungsteams in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg laufen unterdessen weiter.


 

 

 

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