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08.03.2021, PP Schwaben Nord


Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020 beim Polizeipräsidium Schwaben Nord

Im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlichte Polizeipräsident Michael Schwald am Montag, den 08.03.2021, die bundesweit nach einheitlichen Kriterien geführte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2020 und zog Bilanz zur letztjährigen Sicherheitslage in Nordschwaben.


Polizeipräsident Schwald:
„Die Kriminalstatistik belegt erneut: Die Menschen in Nordschwaben leben in einer der sichersten Regionen Deutschlands.“


Auf Grundlage der Polizeilichen Kriminalstatistik kann die Sicherheitslage einer Region objektiv durch drei Kennzahlen bestimmt und mit anderen Schutzbereichen verglichen werden: Die absolute Zahl der registrierten Straftaten, die Anzahl der begangenen Straftaten pro 100.000 Einwohnern (Kriminalitätshäufigkeitszahl) sowie der Aufklärungsquote. Alle drei Kennzahlen sind für den nordschwäbischen Bereich sehr positiv zu bewerten.

Interessant ist hierbei natürlich die Frage, welche messbaren Auswirkungen die im Berichtsjahr aufgetretene und noch anhaltende Corona-Pandemie auf die Kriminalitätsentwicklung hatte. Schwald betonte, dass auf Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik eine valide Bewertung sowie Aussagen zu kurzfristigen Trends (z.B. die Orientierung des Fallzahlenaufkommens an den Infektionswellen bzw. entsprechenden Lockdown- Maßnahmen) nicht möglich sind. Dies ist dadurch bedingt, dass es sich bei der PKS um eine reine Auslaufstatistik handelt, die nachträglich unveränderliche und damit belastbare Daten erst nach dem Abschluss der polizeilichen Ermittlungen ausgibt. Die eigentliche Erfassungs- bzw. Tatzeit rückt dabei in den Hintergrund. „In einzelnen Deliktsbereichen, wie z.B. dem Wohnungseinbruch oder der Leistungserschleichung im öPNV, lässt sich der Einfluss der Pandemie auf die Straftatenentwicklung bedingt feststellen und nachzeichnen. Allerdings dürfte dies bei Betrachtung der Gesamtkriminalität geringer ausfallen, als es vielleicht zu vermuten gewesen wäre“, so Schwald.

Insgesamt sank die Zahl der erfassten Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord 2020 auf ein Rekordtief im Zehnjahresvergleich.
Mit 36.834 (2019: 39.864) registrierten Delikten war gegenüber dem Vorjahr ein signifikanter Rückgang um 7,6% zu verzeichnen.

Um einen belastbaren Vergleich der Kriminalitätsentwicklung zu den Jahren vor 2015 zu ermöglichen, legte das Präsidium Schwaben Nord auch für das Jahr 2020 eine um die Zahl der ausländerrechtlichen Verstöße bereinigte Statistik vor. Der Rückgang an statistisch erfassten Straftaten spiegelt sich auch hier wider.
Nach Abzug aller ausländerrechtlichen Verstöße war mit 36.308 erfassten Straftaten (2019: 37.999) ein Rückgang um 4,5% zu verzeichnen. Dies ist der niedrigste Stand seit Bestehen des Polizeipräsidiums Schwaben Nord (Anmerkung: Gründung 2008).


Polizeipräsident Schwald:
„Im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2011 mit 41.413 Straftaten gingen die Fallzahlen 2020 um beachtliche 12,3 % zurück, obwohl im selben Zeitraum die Bevölkerung im Schutzbereich um mehr als 59.000 Einwohner (+ 6,9 %) gewachsen ist.“


Damit einhergehend verringerte sich im Vergleichsjahr 2020 auch die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ) in Nordschwaben. So sank der Häufigkeitswert im Vergleich zum Vorjahr signifikant um 357 Punkte auf 4.025 (2019: 4.382). Auch im Vergleich mit der bereinigten gesamtbayerischen KHZ (4.291) wird die positive Entwicklung deutlich. Hier sank der nordschwäbische Wert um 209 Punkte auf 3.968 (2019: 4.177) und blieb damit erstmalig unterhalb der 4.000er Marke.
Für Opfer krimineller Handlungen ist die erfolgreiche Tataufklärung häufig ein wesentlicher Aspekt, das erlittene Trauma verarbeiten zu können. Demzufolge ist die Aufklärungsquote (AQ) ein wesentlicher Gradmesser für die Arbeit der Polizei. Auch bei dieser Größe braucht das Polizeipräsidium Schwaben Nord mit einer Aufklärungsquote von 71,7% (2019: 71,9%) einen Vergleich mit anderen Regionen Bayerns und Deutschlands nicht zu scheuen. Damit konnten mehr Straftaten geklärt und die Täter der Justiz zuführt werden, als es im ohnehin schon sehr guten bayernweiten Durchschnitt mit 68,1% der Fall ist. „Mit anderen Worten: Mehr als 7 von 10 registrierten Delikten werden in Nordschwaben aufgeklärt!“, so Schwald. Die leicht gesunkene Aufklärungsquote ist durch den Rückgang der erfassten Straftaten in Deliktsbereichen mit einem hohen Anteil bekannter Tatverdächtiger (z.B. Ausländerrecht, Erschleichen von Leistungen) zu begründen. Auch die bereinigte Aufklärungsquote mit 71,3% übertrifft die durchschnittliche bereinigte Aufklärungsquote in Bayern (66,4%) um knapp 5% deutlich. Im Bereich der Stadt Augsburg wird dieser Wert nochmals um 1,9 Prozentpunkte getoppt. Mit einer Aufklärungsquote von 73,2 % werden in keiner bayerischen Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern prozentual mehr Straftaten aufgeklärt. Damit dürfte Augsburg auch im bundesweiten Vergleich aller Städte mit über 200.000 Einwohnern erneut einen Spitzenplatz einnehmen.


Weitere Links

Nähere Informationen zum Einsatzgeschehen im Pandemiejahr 2020 sowie zur Kriminalstatistik, insbesondere auch zu den Entwicklungen in den Regionen, sind im aktuellen Sicherheitsbericht 2020 zu finden, der im Internet abrufbar ist.


 

 

 

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