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16.07.2019, PP Schwaben Nord


Halbjahresbilanz zur stationären polizeilichen Videoüberwachung

Innenstadt - Am 20. Dezember 2018 gab Polizeipräsident Michael Schwald den Startschuss für die stationäre polizeiliche Videoüberwachung am Augsburger Königsplatz. Heute zog das Polizeipräsidium Schwaben Nord eine erste Halbjahresbilanz.


Vorausgegangen war eine umfangreiche Analyse der Einsatz- und Kriminalitätsentwicklung der Jahre 2015 mit 2017 im Bereich des Königsplatzes. Die Auswertungen belegten deutlich, dass die Zahl der Gesamtstraftaten in diesem Zeitraum (jeweils für die Monate Januar mit September) von 135 auf 323 stieg. Ebenso war ein deutlicher Zuwachs der Einsatzzahlen an dieser Örtlichkeit zu verzeichnen. Um die Sicherheitslage am stark frequentierten Königsplatz zu verbessern, entschloss sich das Polizeipräsidium Schwaben Nord die Videoüberwachung als weiteren Baustein eines polizeilichen Maßnahmenbündels zu installieren. Neben der technischen Überwachungsmaßnahme beinhaltet das polizeiliche Sicherheitskonzept eine erhöhte Präsenz vor Ort sowie regelmäßige Personenkontrollen.

Der präventive Aspekt beim Betrieb der Videoüberwachung ist zentrale Intension der Maßnahme. Mögliche Straftäter sollen durch ein erhöhtes Entdeckungsrisiko von der Begehung einer Straftat oder Sicherheitsstörung abgehalten werden. Daneben stehen eine beweiskräftige Dokumentation sowie eine damit verbundene Aufhellung des Dunkelfeldes begangener Straftaten.

Das Gesamtpaket aus hoher Polizeipräsenz, intensiven Kontrollen und einer beweiskräftigen Videoaufnahme spiegelt sich auch in den Fallzahlen des ersten Halbjahres wieder.

So verzeichnete die Polizei im Zeitraum Januar mit Juni 2019 insgesamt 183 Delikte im überwachten Bereich (2017: 198 / 2018:118). Auffallend ist hierbei, dass es sich bei einem erheblichen Teil dieser Straftaten um Delikte handelt, die in direktem Zusammenhang mit der polizeilichen Kontrolltätigkeit vor Ort stehen. Beispielhaft sind hier 45 Betäubungsmittelverstöße (2018: 8) sowie 32 Beleidigungen (2018: 9) zu nennen.

„Unsere klare Aussage zum Start der Videoüberwachung lautete: Die Polizei wird auch zukünftig am Königsplatz präsent sein! Die Zahl der gestiegenen Kontrolldelikte zeigt deutlich, dass wir dies mit aller Konsequenz umsetzen“, so Polizeipräsident Schwald.

Daneben wurden 59 Strafverfahren wegen Körperverletzungsdelikten eingeleitet (2017: 37). Gerade bei diesem Phänomenbereich waren durch Auswertungen vorhandener Filmsequenzen häufig Tatbegehungen von Mittätern oder anderweitigen Beteiligten zu erkennen, die ohne dieses objektive Beweismittel nicht nachweisbar gewesen wären.

Beispielhaft ist hier eine körperliche Auseinandersetzung am 20. Januar 2019 gegen 06:00 Uhr anzuführen. Zeugen fanden hier einen zunächst bewusstlosen Mann auf dem Boden liegend vor. Wie die Auswertung der Videoaufnahmen ergab, schlugen und traten zwei zunächst unbekannte Täter massiv auf den 21-jährigen Geschädigten ein und ließen ihn bewusstlos liegen. Die vorhandenen Filmaufnahmen belegten in aller Deutlichkeit die Tatbegehung und führten zeitnah zur Identifizierung der beiden Beschuldigten.

Einen Fall der Gefahrenabwehr verzeichnete die Polizei am 14. Juni gegen 10:30 Uhr. Hier konnten Beamte der PI Augsburg Mitte mittels der Videoüberwachung feststellen, dass ein Mann am Königsplatz zusammengebrochen war und hilflos am Boden lag. Der sofort alarmierte Rettungsdienst konnte den Bewusstlosen schnellstmöglich versorgen. Polizeibeamte stellten eine Drogenintoxikation bei dem Mann fest. Eine Auswertung des Videomaterials belegte eindeutig eine vorangegangene Rauschgiftübergabe durch einen vor Ort anwesenden Beschuldigten. Gegen diesen wurde aufgrund der Videoaufzeichnung ein Strafverfahren eingeleitet.

Der Anstieg an den Gesamtfallzahlen ist zweifelsfrei durch die Aufhellung der bisherigen Dunkelfelder begründet. Die Polizei ist überzeugt davon, dass die Videoüberwachung vor dem Hintergrund des nachweislich gestiegenen Entdeckungsrisikos eine präventive Wirkung entfaltet. Der Umstand, dass im Laufe des letzten halben Jahres durch die Überwachung eine Vielzahl von Tätern ermittelt und der Strafverfolgung zugeführt werden konnte, unterstützt zukünftig diesen kriminalpräventiven Aspekt.

In 59 Fällen schaltete die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Nord Kameras aufgrund von Versammlungslagen im überwachten Bereich ab. Hierbei handelte es sich um Videokameras, die den Versammlungsort bzw. Teilnehmer erfassten. Auf allen Hinweisschildern am überwachten Bereich wird auf diesen Umstand deutlich hingewiesen.




 

 

 

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