Gefährliche Chemikalien in E-Zigaretten
In den letzten Monaten wurden insbesondere in Hochfranken immer wieder chemisch veränderte Liquids bei Jugendlichen entdeckt, die eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit darstellen. Diese gefährlichen Substanzen, die unter Namen wie "Zombie-Liquid" · "Baller-Liquid" oder "Görke" bekannt sind, enthalten synthetische Cannabinoide und werden in bunten Fläschchen, oft ohne genaue Kennzeichnung, verkauft. Sie werden in E-Zigaretten oder Vapes verdampft und sind besonders bei Jugendlichen beliebt.
Was macht diese Liquids so gefährlich?
Diese Liquids enthalten "Research Chemicals", also synthetisch hergestellte Substanzen, die den Betäubungsmittelgesetzen unterliegen und somit illegal sind. Der Konsum kann zu schweren gesundheitlichen Schäden führen, die von halluzinogenen Wirkungen über extreme körperliche Reaktionen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen reichen können.
Gesundheitsrisiken:
- Körperlich: Starker Schlafdrang, Betäubung, stark eingeschränktes Reaktionsvermögen
- Psychisch: Euphorie, Halluzinationen, extreme Enthemmung
- Nebenwirkungen: Herzrasen, Bluthochdruck, Übelkeit, Krampfanfälle, Angst- und Panikattacken, Wahnvorstellungen, Psychosen - im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich.
Für Eltern besonders wichtig:
- Diese Liquids sind illegal und stellen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit dar.
- Konsumenten und Händler machen sich strafbar.
- An Schulen kam es zu Rettungseinsätzen aufgrund des Konsums dieser gefährlichen Substanzen.
Helfen Sie mit, Ihre Kinder vor diesen Gefahren zu schützen. Sprechen Sie mit ihnen über die Risiken und halten Sie Ausschau nach verdächtigen Flüssigkeiten in ihrer Umgebung.
Wichtige rechtliche Hinweise:
Obwohl das Liquid selbst nicht verändert wird, erfolgt die Herstellung durch gezieltes Mischen mit sogenannten "Research Chemicals". Diese enthalten synthetische Cannabinoide, die dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegen. Das hat zur Folge, dass sich sowohl Konsumenten als auch Händler strafbar machen. Im Falle des Konsums, der Weitergabe oder Verkaufs dieser Produkte wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, das an die Staatsanwaltschaft weitergegeben wird. Wer Betäubungsmittel dampft, muss das Auto stehen lassen.
Bußgelder von über 500 Euro oder Entzug der Fahrerlaubnis könnte die Folge sein.
Darüber hinaus weist die Polizei darauf hin, dass das Rauchen in Deutschland gemäß dem Jugendschutzgesetz erst ab 18 Jahren erlaubt ist.
Schützen Sie Ihre Kinder - informieren Sie sich und handeln Sie jetzt!