27.09.2021, Polizeipräsidium Schwaben Nord

Gerade in Zeiten von Corona steigt die ohnehin große Bedeutung von Smartphone und Internetangeboten enorm. Schülerinnen und Schüler nutzen nun mobile Inhalte nicht nur in der Freizeit, sondern zusätzlich für die Schule. Gleichzeitig muss die digitale Kommunikation in Zeiten von Kontaktbeschränkungen auch persönliche Treffen ersetzen.
All diese Vorteile der mobilen Möglichkeiten bringen aber auch enorme Gefahren für Kinder und Jugendliche mit sich. Die Gesamtzeit im Netz und am Smartphone ist oftmals nicht altersgerecht. Mit der steigenden Nutzung von Apps und mobilen Inhalten erhöht sich auch die Gefahr, mit kinder- und jugendgefährdenden Inhalten in Berührung zu kommen.

Hier sind vor allem die Eltern gefragt, welche aber mit ihren Kindern in der digitalen Welt oftmals nicht auf Augenhöhe sind.

Deswegen starten wir die Präventionskampagne „Lifehacks für Eltern“, welche von der Beratungsstelle der Kriminalpolizei Dillingen und dem Social Media Team des Polizeipräsidiums Schwaben Nord erarbeitet wurde. Ziel ist dabei, die sog. Medienkompetenz bei Eltern und Kindern zu verbessern.

In mehreren Kurzclips geht die Kripobeamtin Sandra Gartner auf verschiedene Themen ein, wie z.B. speziellen Einstellungen – den sogenannten „Lifehacks“ - auf Tiktok, Whatsapp und anderen Plattformen. Es werden auch Tipps gegeben, wie man einen Überblick über die Bildschirmzeit am Smartphone behält. Auch zur viel diskutierten Frage, ab wann ein Kind sein eigenes Smartphone bekommen soll, unterstützt Gartner. Zu vielen Videos gibt es zusätzlich weiterführende Links und Infomaterial.

Mit einem weiteren Angebot betritt das Polizeipräsidium Schwaben Nord zusammen mit Sandra Gartner Neuland: zur Thematik werden Podcasts erstellt, die auf Spotify, Itunes und der Internetseite des Polizeipräsidiums Schwaben Nord bereitgestellt werden. Während man sich in Videoclips kurz halten muss, bieten Podcasts weitaus mehr Raum für umfassende Informationen und Hintergründe.

Ein Lifehack ist Gartner – selbst Mutter - besonders wichtig: „Beschäftigen Sie sich als Eltern mit den Apps und Inhalten, die ihre Kinder nutzen. Das kann keine Einstellung und kein Filter ersetzen!“

Sollte Ihr Kind dennoch Opfer von Straftaten werden, zögern Sie nicht, sich an die Polizei zu wenden. Bitte löschen Sie keine Chats oder Bilder - diese sind wichtige Beweismittel - und erstatten Sie direkt Anzeige. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und dementsprechend sind wir auch dort mit unseren Ermittlern präsent.

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Persönliche Daten und Bilder die wir im Internet teilen sind nicht nur öffentlich zugänglich, sondern können auch unkontrolliert weiterverbreitet werden und bleiben für immer im Netz. Daher gilt: teilt keine Informationen, die ihr nicht auch im echten Leben öffentlich zugänglich machen würdet. Setzt auf Zurückhaltung, v.a. bei Gefühlen, privaten Informationen oder freizügigen Bildern und respektiert auch die Persönlichkeitsrechte Eurer Kinder, bevor ihr Bilder von ihnen postet.


 

Grundsätzlich gilt, dass man noch vor dem Herunterladen einer App prüfen sollte, was diese mit dem Handy macht. Seht Euch die Zugriffe der App auf u.a. Euren Standort, die Kontakte oder die Kamera an. Auch die Bewertungen anderer Nutzer können aufschlussreich sein. Die Installation von Apps aus unbekannten Quellen könnt Ihr bei Android unter den Einstellungen deaktivieren, bei IOS werden die Apps vorher auf Seriosität geprüft. Trotzdem sollte man sich nicht vollständig auf diesen technischen Filter verlassen und die Apps noch einmal selbst prüfen.


 

Gerade Onlinespiele haben einen hohen Suchtfaktor. Eltern sollten die Spiele selbst testen und darauf achten, dass diese altersgerecht sind und keine oder wenig Werbung enthalten. Wichtig ist auch, dass Kinder andere Freizeitbeschäftigungen als Ausgleich haben.
Weiter Infos, sowie eine Checkliste zur Erkennung von digitaler Abhängigkeit findet Ihr auf: https://www.klicksafe.de/eltern/kinder-von-10-bis-16-jahren/digitale-spiele-tipps-fuer-eltern/


 

Ein sicheres Passwort sollte zwischen 12 und 15 Zeichen haben, darunter Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen.
Tipps um sich ein sicheres Passwort zu merken gibt es z.B. unter www.bsi-fuer-buerger.de oder www.sicher-im-netz.de. Hier gibt es auch eine kostenlose Passwortkarte zum Bestellen.


 

Kettenbriefe enthalten oft Falschnachrichten oder „Horrormeldungen“. Sie können in geschriebener Form, aber auch als Audiodatei versendet werden. Eltern sollten hierbei die Ängste, die bei ihren Kindern durch solche Nachrichten ausgelöst werden, unbedingt ernst nehmen. Die Kettenbriefe sollten auf keinen Fall weitergeleitet, sondern gelöscht werden.
Auf www.saferinternet.at gibt es noch weitere Hilfe bei Kettenbriefen, wie z.B. einen Kettenbrief-Chatbot, an den Kinder solche Nachrichten weiterleiten können und eine beruhigende Antwort zurückbekommen.


 

Man bekommt sie geschickt oder findet sie im Internet - Fakenews, also Falschnachrichten, gibt es immer wieder. Bevor ihr also Nachrichten weiterverbreitet, prüft diese auf Richtigkeit. Besonders reißerische Überschriften oder brutale Bilder können ein Indiz für Fakenews sein. Auch zu recherchieren, wer die Quelle dieser Nachricht ist kann helfen.
Internetseiten www.mimikama.at oder www.hoaxmap.org unterstützen Euch dabei.


 

Die sogenannte Drittanbietersperre könnt Ihr bei Eurem Telefonanbieter einrichten lassen. Sie verhindert, dass ein Dritter über Euren Mobilfunkanbieter abrechnen kann. Diese Möglichkeit der Abrechnung wird häufig durch Abo-Anbieter genutzt. Auch eine Premium-SMS-Sperre kann Euch vor ungewollten Kosten schützen.
Nähere Infos findet Ihr bei den Verbraucherzentralen:
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/mobilfunk-und-festnetz/drittanbietersperre-schutz-vor-ungewollten-abos-12613


 

Oft werden lediglich die bekanntesten Standardsuchmaschinen innerhalb der Familie genutzt. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass Kinder mit Inhalten konfrontiert werden, die nicht altersgerecht sind. Eltern sollten ihre Kinder deshalb nur unter Aufsicht mit Suchmaschinen arbeiten lassen. Alternativ können spezielle Kindersuchmaschinen verwendet werden, die z.B. von Klicksafe empfohlen werden: https://www.klicksafe.de/suchmaschinen/die-verschiedenen-suchmaschinentypen/.
Aber auch hier gilt, dass die Eltern ein Auge auf das haben sollten, was sich ihre Kinder im Netz so ansehen.


 

WhatsApp gehört zu den beliebtesten Messenger Diensten weltweit. Wir erklären Euch, welche Einstellungen Ihr vornehmen solltet, um die Privatsphäre Eurer Kinder zu schützen.

Mehr dazu unter www.klicksafe.de > Suchfunktion > WhatsApp > „Tipps für Erwachsene und Jugendliche“
oder unter den allgemeinen Geschäftsbedingungen von „whatsapp“ unter www.whatsapp.com.


 

SnapChat ist gerade bei jungen Menschen eine beliebte App. Jedoch besteht dabei die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche unkontrolliert Daten oder Fotos preisgeben, die sich dann schnell im Internet verbreiten. Auch kann es gefährlich werden, wenn nahezu jeder User mit Ihrem Kind via Snapchat Kontakt aufnehmen kann.
Auch wo sich ihr Kind für gewöhnlich aufhält, sollte sicherheitshalber niemand außer Freunde oder die Familie wissen.
Mehr zum Thema findet Ihr im Video, unserem Podcast-Kanal und z.B. auf www.klicksafe.de/apps/snapchat/


 

Für welche Bereiche im Internet gilt ein Mindestalter und was bedeutet das für mich und mein Kind? Damit ein Kind nicht mit Inhalten konfrontiert wird, die nicht für Kinderaugen bestimmt sind sollte man sich, wie beispielsweise auch bei Filmen, an diesen Begrenzungen orientieren.

Weitere Informationen hierfür findet Ihr unter:
www.klicksafe.de > Suchfunktion > Nutzungsbedingunge
oder unter:
www.internet-abc.de > Bereich „für Eltern“, Alter und Gefahren.


 

Vor allem unsere Smartphones werden fast den ganzen Tag über von allen Familienmitgliedern genutzt. Für den sozialen Umgang innerhalb der Familie birgt dies aber auch Gefahren. Mit dem Mediennutzungsvertrag könnt Ihr für Eure ganze Familie Regeln über die Mediennutzung festlegen, wie z.B. handyfreie Zeit beim Abendessen oder vor dem Schlafengehen.

Unter www.mediennutzungsvertrag.de oder über die Suchfunktion bei www.klicksafe.de und www.internet-abc.de könnt Ihr einen solchen Vertrag erstellen.

Zusätzlich gibt es den „Führerschein fürs Internet“ unter www.internet-abc.de. Am Ende erhält man einen „Surfschein“, wenn man sich gut genug mit dem Internet auskennt.


 

Ab wann ist mein Kind bereit für ein eigenes Smartphone? Diese Frage kann leider nicht pauschal beantwortet werden und hängt auch vom individuellen Entwicklungsstand eines Kindes ab. Schließlich muss das Kind nun Verantwortung u.a. darüber übernehmen, mit wem es im Internet kommuniziert und welche persönlichen Informationen es Preis gibt.

Diese Entscheidungshilfe kann Euch dabei unterstützen herauszufinden, ob Euer Kind dieser Verantwortung schon gewachsen ist: www.klicksafe.de/eltern/elternfragen-konkret/


 

In diesem Lifehack erklären wir Euch, wie man Nutzungszeiten von Geräten und Apps überprüfen und ggf. limitieren kann. Oft vergeht die Zeit vor dem Smartphone wie im Flug und man verliert vielleicht den Überblick über sein eigenes Nutzungsverhalten. Die Dokumentation über die Bildschirmzeit kann hier helfen.
Mehr findet Ihr unter:
www.klicksafe.de > Suchfunktion > Nutzungszeiten und Regeln
Oder unter:
www.internet-abc.de/eltern/kinder-bildschirmzeit-medienzeit/

Die Empfehlungen sind nach Alter gestaffelt. Zur besseren Kontrolle innerhalb der Familie empfiehlt sich ein Mediennutzungsvertrag. Diesen findet man ebenfalls unter www.klicksafe.de

Neben den bereits bestehenden Einstellungen auf Euren Geräten, gibt es auch verschiedene Apps, die helfen u.a. Bildschirmzeiten und Applimits einzurichten.