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25.07.2019, PP Oberfranken


Festnahme einer Betrügerin

BAYREUTH. Mit der Festnahme einer Geldabholerin endete am Mittwochmorgen ein Einsatz der Kriminalpolizei Bayreuth im Stadtgebiet.


Am Mittwochmorgen meldete sich ein Betrüger telefonisch bei der 80-Jährigen und versprach ihr einen Gewinn in Höhe von 348.000 Euro. Zur Auszahlung des Gewinnes sollte die ältere Dame jedoch vorher 2.000 Euro an eine Abholerin aushändigen.

Da die Frau in der Vergangenheit schon Opfer dieser dreisten Betrugsmasche wurde, ging sie nicht auf die Forderung ein. Stattdessen berichtete sie Beamten der Kriminalpolizei Bayreuth, die sich zufällig wegen einer anderen Sache in der Wohnung der älteren Dame befanden, von dem Betrugsversuch.

In diesem Moment klingelte die später Festgenommene an der Haustür der 80-Jährigen in der Brandenburger Straße und wollte 2.000 Euro abholen. Nur Augenblicke später klickten auch schon die Handschellen und die Polizisten nahmen eine 65-jährige Münchnerin fest. Sie muss sich nun wegen verschiedenster Betrugsdelikte strafrechtlich verantworten.

Wie dieser aktuelle Fall bestätigt, zeigen zahlreichen Warnmeldungen der oberfränkischen Polizei, die mit Unterstützung der Medien an die Bevölkerung transportiert werden, erfreulicherweise Erfolg. Die Telefonanrufe der Täter bleiben zwar nicht aus, jedoch sind die meisten betrügerischen Anrufe mittlerweile erfolglos, da sich die Angerufenen richtig verhalten und nicht auf die Forderung der Ganoven einlassen.

Auch weiterhin wird die Oberfränkische Polizei auf eine intensive Aufklärungsarbeit im Zusammenhang mit dieser Thematik setzen, um arglose Bürger vor den Betrügern zu schützen. Denn die Täter werden auch in Zukunft durch geschicktes Taktieren am Telefon versuchen, die Angerufenen mit unterschiedlichsten Maschen um ihre Ersparnisse zu bringen.
Um nicht Opfer derartiger Ganoven zu werden, beachten Sie deshalb bitte folgende Tipps:


  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und Geldforderungen stellen.
  • Geben Sie keine Auskunft über Ihre familiären oder finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen nach seinem familiären Umfeld, z.B. nach dem Namen der Mutter oder dem Wohnort und bestehen Sie auf die Beantwortung.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten/Bekannten handeln oder ihnen einen Gewinn versprechen.
  • Lassen Sie sich von Amtspersonen immer den Dienstausweis zeigen und prüfen Sie diesen sorgfältig.
  • Ändern Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch, indem Sie Ihren Vornamen abkürzen. Damit entziehen Sie den Tätern die Grundlage, auf Sie aufmerksam zu werden!
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt – Notruf: 110

 

 

 

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