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25.02.2020, PP Oberbayern Nord


Hartes Ringen um neue "Kripo"


Kripo-Fahrzeug 1947
Kripo-Fahrzeug 1947

So sehr die US-Militärbehörden im Hinblick auf eine wirkungsvolle Bekämpfung der Schwerkriminalität selbst am Wiederaufbau einer schlagkräftigen Kriminalpolizei interessiert waren, so misstrauisch begegneteten sie den Denkanstössen der damaligen Polizeiführung. Bereits in der Forderung nach überörtlicher Zusammenarbeit in Fragen der Exekutive vermutete man einen Rückfall in den Zentralismus, der in Erinnerung an das Dritte Reich mit unkontrollierter Macht und Einflussnahme gleichgesetzt wurde.

Die grundlegenden Anordnungen der Militärregierung zur Neugliederung des Kriminalwesens waren zudem regelmäßig nach amerikanischen Polizeierfahrungen und -organisationen ausgerichtet und deshalb für deutsche Verhältnisse wenig nachvollziehbar. Andererseits waren deutsche Vorstellungen über Organisation und Aufgabenstellungen der für die polizeiliche Kriminalitätsbekämpfung vorgesehenen Dienstkräfte in der Aufbauphase nur schwer durchzusetzen. Den Inhalt und die Grenzen amerikanischer Weisungen auszuloten, bedurfte äußerst viel Fingerspitzengefühl, da jeder Versuch einer Deutung mit der Entlassung aus dem Staatsdienst geahndet werden konnte. Es bestand jedoch Einigkeit dahingehend, innerhalb der Landpolizei Schritt für Schritt eine vollkommen neue kriminalpolizeiliche Organisation zu schaffen. Die Einrichtungen der Reichskriminalpolizei, ihre Arbeitsunterlagen (Karteien, Sammlungen) und teilweise noch vorhandenen technischen Einsatzmittel waren dem Zugriff jedoch entzogen, da sie ihre Dienstsitze vor Kriegsende außerhalb der örtlichen Zuständigkeit der Landpolizei hatten.

Mit Rücksicht auf die prekäre Personalsituation war es notwenig, den Kriminaldienststellen die Bearbeitung der schweren Kriminalität zu übertragen, während die Beamten des uniformierten Dienstes soweit geschult wurden, daß sie mit der Bekämpfung der mittleren und leichten Kriminalität betraut werden konnten. Das organisatorische Hauptproblem bestand jedoch darin, die Dienstkräfte in die Lage zu versetzen, schnellstmöglich an den jeweiligen Einsatzort zu gelangen. Da Fahrzeuge und vor allem Benzin nicht im erforderlichen Umfang verfügbar waren, mussten die Dienstbereiche klein sein und Spezialisten von größeren Dienststellen aus eingesetzt werden. Die beiderseitigen Initiativen von Militärregierung und Führung der Landpolizei zum Aufbau einer neuen Kriminalpolizei dauerten von Juli 1945 bis Januar 1946.

Erst mit der Errichtung des "Präsidiums der Landpolizei von Bayern" als obere Dienstbehörde des polizeilichen Einzeldienstes in Bayern (20. April 1946) konnte die Neugliederung des Kriminaldienstes zügig und zielführend vorangetrieben und mit Wirkung vom 19. August 1946 folgende Gliederung verfügt werden:

Der Kriminalabteilung des Präsidiums mit entsprechenden Sachgebieten war eine Kriminalstelle beim Chef der Landpolizei im jeweiligen Regierungsbezirk nachgeordnet. Dieser Kriminalstelle unterstanden in Oberbayern acht (später zehn) Kriminalaußenstellen.



Fuhrpark der Kriminalabteilung Oberbayern

 

 

 

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