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25.02.2020, PP Oberbayern Nord


Geburtswehen kennzeichnen den Neubeginn


damalige Schwertransportbegleitung
damalige Schwertransportbegleitung

Der völlig improvisierte und aus der Not geschaffene neue Polizeikörper stand zu dieser Zeit verrohten und rigorosen sowie bestens bewaffneten und motorisierten Gesetzesbrechern aus allen europäischen Ländern gegenüber, denen er sowohl zahlen- als auch ausrüstungsmäßig weit unterlegen war.


Die ersten Dienstfahrzeuge
Die ersten Dienstfahrzeuge

Das Gros der damaligen Kollegen verfügte zudem häufig nicht über die erforderlichen polizeilichen Fachkenntnisse. Insbesondere bereitete auch das Fehlen der Bereitschaftspolizei als Quelle des Nachwuchses für den Einzeldienst sowie als Reserve und letzter Rückhalt beim Bewältigen schwieriger, personalintensiver Lagen seinerzeit erhebliche Probleme.

Die Beamten der Landpolizei verrichteten ihren Dienst in Zivil. Manche Anwärter besaßen außer ehemaligen Uniformstücken nur einen Zivilanzug, den sie zum Dienst (70 - 75 Stunden-Woche), sonntags und auch sonst bei jeder gelegenheit tragen mussten. Der überwiegende Teil der Dienstanfänger war ohne warme Winterbekleidung und Regenmantel, was zwangsläufig zu Dienstausfällen und Demotivation führen mußte. Erst ab April 1946 war man in der Lage, mit der teilweisen Einkleidung der Dienstkräfte zu beginnen.

Völlig unzureichend war auch die Ausstattung mit Schusswaffen. Während anfangs nur ein Holzstock oder Gummiknüppel getragen werden durfte - die Straftäter verfügten bereits über modernste Handfeuerwaffen -, wurden der Polizei in der Folge Karabiner aus Militärbeständen zugestanden.

Über motorisierte Fahrzeuge verfügten nur die wenigsten Dienststellen. Da zudem Kraftstoff äußert knapp war, konnten auch die wenigen Kraftfahrzeuge - meist Motorräder - häufig nicht benutzt werden. Das Fahrrad war deshalb allerorts zum unentbehrlichen Verkehrsmittel geworden. In vielen Fällen waren diese jedoch in einem derat schlechten Zustand , so dass sie nur bedingt oder überhaupt nicht einsatzfähig waren. Instandsetzungsmaterial, wie beispielsweise Ersatzschläuche und Flickzeug, galt als Mangelware. Ebenso fehlten oft einfachste Einsatzmittel, wie Taschenlampenbatterien, Signalpfeifen und Schließketten. Die Beschaffung von Skiern für die Alpenregionen war nahezu ausgeschlossen.

Hinzukamen die täglichen Sorgen finanzieller Art der damaligen Polizeibeamten. Viele hatten durch Krieg ihr gesamtes Hab und Gut verloren und waren schon deshalb auf die regelmäßige und pünktliche Zahlung des ohnehin kargen Anwärtergehaltes angewiesen. Durch schleppende Gehaltszahlungen seitens der Regierungshauptkasse gerieten deshalb viele in wirtschaftliche Schwierigkeiten bzw. gelegentlich auch auf die "schiefe Bahn". Kurzum, es fehlte an allen Ecken und Enden, was vor allem in der sinkenden Dienstmoral der Beamten seinen Niederschlag fand.


 

 

 

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