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14.10.2020, PP München


Verkehrspuppentheater der Münchner Polizei

Das Verkehrspuppentheater hat sich als ideale Möglichkeit erwiesen, den Kindergarten- und Schulkindern in unterhaltsamer und pädagogisch "geschickter Verpackung" richtiges Verhalten im Straßenverkehr anschaulich vor Augen zu führen.


Altes Bühnenbild

Der Kasperl mit der Klatsche in der Hand, der das Krokodil verhaut – das ist das Bild, das in den Köpfen der ersten Puppenspieler im Jahr 1965 entstand, als sie überlegten, mit welchen Mitteln sie die Aufmerksamkeit der kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer gewinnen könnten. Aufgrund einer auffallend häufigen Beteiligung von Grundschulkindern an Verkehrsunfällen, war es besonders wichtig, auch den Kleinen das richtige Verhalten im Straßenverkehr nahe zu bringen.



Generationen von Menschen gelangten während ihrer Grundschulzeit mehrmals in den Genuss unterschiedlicher Programme des Verkehrskasperls. Er sollte witzig und spielerisch,
aber auch eindringlich und nachhaltig die jüngeren Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren im
Straßenverkehr vorbereiten.

Im Laufe der Zeit interessierten sich die Kleinen aber eher für Außerirdische, Monster sowie
Fabelwesen und so ging der Verkehrskasperl in seinen wohlverdienten Ruhestand. Aber das Verkehrspuppentheater lebt und entwickelt sich weiter.

Neben den Themen der Verkehrssicherheit gehören auch „Der Notruf“, „Mein und Dein“, „gute und schlechte Geheimnisse“ sowie zahlreiche weitere Aspekte der Sicherheits-, Umwelt-, Sozial- und Gesundheitserziehung zu den Programminhalten der Stücke. Auch die Vermittlung von Werten wie Ehrlichkeit und Höflichkeit ist ein fester Bestandteil im Repertoire des Ensembles der Puppenbühne.

Auf dieser Grundlage entsteht mit viel Humor, peppiger Musik und Bewegungseinlagen ein Theaterspiel, das nicht nur die Sinne und Fantasie anregt, sondern auch zum Mitmachen einlädt. Das Lernen wird so zum interaktiven Erlebnis.


Puppenspieler

Die frühe positive Erfahrung der Kinder im Umgang mit der Polizei ist dabei von großer Bedeutung. Die Aufführung setzt in Beziehung und schafft ein Miteinander. Man merkt den Schülerinnen und Schülern an, dass sie die vermittelten Ratschläge gerne annehmen und für die Akteure der Puppenbühne besteht der größte Lohn darin, während und am Ende des Spiels in lächelnde Kindergesichter blicken zu dürfen.



Polizeihund Wacki und seine Abenteuer


Mit dem Verkehrspuppentheater betreut die Münchener Polizei die Grundschulen in der Stadt und im Landkreis München sowie einen kleinen Teil des Landkreises Starnberg.

Seit seiner Gründung hat es dabei über 2,5 Millionen Kinder begeistert.

Um Langeweile zu vermeiden und die Themenauswahl immer aktuell zu gestalten, entsteht dafür alljährlich eine neue Inszenierung.

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind derzeit Live-Auftritte in den Schulen nicht möglich.

Deshalb wurde im Frühjahr 2020 ein Online-Konzept entwickelt und in Form eines Videocasts mit dem Titel „Wacki und seine Abenteuer“ verwirklicht. Die ersten Folgen der Reihe sind seit Mai über die Homepage des Polizeipräsidiums München und über soziale Medien (z.B. Facebook) abrufbar. Auf diese Weise wird das präventive Angebot der Verkehrspuppenbühne in zeitgemäßer Form ergänzt und fortwährend erweitert.



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