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14.06.2021, PP Oberbayern Süd


Betrüger leider wieder erfolgreich – Zwei Geschädigte verlieren hohe Summen

ÜBERSEE, LKR. TRAUNSTEIN / ROSENHEIM. Die Maschen sind seit Jahren bekannt und dennoch gelingt es versierten Betrügern immer wieder, Menschen durch eine geschickte Gesprächsführung am Telefon zur Herausgabe von meist hohen Bargeldsummen zu bewegen. Zuletzt wurden Senioren aus Übersee und Rosenheim Opfer.



Fall 1 - Übersee

Am vergangenen Freitag meldete sich eine Seniorin aus Übersee bei der Polizei und teilte mit, dass sie tags zuvor, am Donnerstag, 10. Juni 2021, einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag in bar an eine männliche Person übergeben habe.

Die Frau war angerufen worden und man hatte ihr glaubhaft machen können, dass ein Bekannter nach einem schweren Autounfall in einer Notlage sei und für die Schadensabwicklung dringend einen hohen Geldbetrag benötige. Die Seniorin hob daraufhin das Bargeld bei ihrer Bank ab und übergab es am Donnerstagnachmittag an ihrer Wohnadresse an einen unbekannten Mann.



Fall 2 - Rosenheim

Ein älterer Mann aus Rosenheim erhielt am Donnerstagvormittag, 10. Juni 2021, einen Anruf. Eine Frau, angeblich von der Polizei aus Ingolstadt, teilte dem Senior mit, dass dessen Enkelin an einem schweren Verkehrsunfall beteiligt gewesen sei. Ein Verkehrsteilnehmer sei verstorben, die Enkelin des Rosenheimers liege verletzt im Krankenhaus. Kurze Zeit später rief ein angeblicher Staatsanwalt an und teilte dem Mann mit, dass die Enkelin einen hohen Geldbetrag leisten müsse.

Als der Senior dann wenig später auch noch von der "Kriminalpolizei München" angerufen wurde, erhielt der Fall eine komplizierte Wendung: Die „Kriminalpolizei“ teilte mit, dass es sich bei dem Fall um einen Betrugsversuch handele und mit der Hilfe des Mannes aus Rosenheim könne man die Betrüger auf frischer Tat dingfest machen. Hierzu müsse der Senior das Geld den Tätern übergeben, die „Kripo“ würde die Übergabe observieren und dann eingreifen.

Der Rosenheimer spielte mit und übergab aus seinem Auto heraus an einen Unbekannten das Bargeld. Der "Kriminalbeamte" vor Ort forderte das Opfer noch auf, den Tätern nicht zu folgen. Das Geld würde man ihm nach der Sicherstellung im Laufe des Tages zurückgeben. Das passierte natürlich nicht.


Informationen zu Betrugsmaschen erhalten Interessierte auf den Internetseiten der Kriminalprävention der Länder und des Bundes:


 

 

 

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