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16.04.2019, PP Oberbayern Süd


Amtswechsel an der Spitze der Polizeiinspektion Trostberg - Nach 40 Dienstjahren übergibt Martin Hammerl den Führungsstab an Ulrich Mayer

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v. l. n. r: Leitende Polizeidirektorin Eva Schichl, Erster Polizeihauptkommissar Ulrich Mayer, Erster Polizeihauptkommissar a.D. Martin Hammerl, Polizeipräsident Robert Kopp

TROSTBERG, LKR. TRAUNSTEIN. Der 57-jährige Ulrich Mayer ist seit 1. März 2019 neuer Leiter der Polizeiinspektion Trostberg. Der Erste Polizeihauptkommissar folgt auf den Ende Januar in den Ruhestand versetzten Martin Hammerl, der die nördlichste Polizeidienststelle im Landkreis Traunstein fast neun Jahre souverän geleitet hatte. Im Rahmen eines Festakts im Gewölbe des Postsaals vollzog Polizeipräsident Robert Kopp den Amtswechsel, dem auch Vertreter aus der Politik, Justiz, Polizei und weiterer Sicherheitsorganisationen beiwohnten. Für die musikalische Umrahmung des Festakts zeichnete das Klarinettenquartett des Polizeiorchesters Bayern verantwortlich.


Eingangs übernahm der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Trostberg, Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) Josef-Ludwig Bernhart, die Begrüßung der Gäste des Festakts. Als Vertreter des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd konnte EPHK Bernhart Herrn Polizeipräsidenten Robert Kopp, dessen ständige Vertreterin, Frau Leitende Polizeidirektorin Eva Schichl, Herrn Oberregierungsrat Hermann Steinberger und den Personalratsvorsitzenden Wolfgang Ligotzky begrüßen. Ein herzlicher Gruß ging an MdL Klaus Steiner, an die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber und auch an die Bürgermeister der Gemeinden im Zuständigkeitsbereich der Trostberger Polizei. Für die Traunsteiner Justizbehörden begrüßte Bernhart den Direktor des Amtsgerichts Wilhelm Sing sowie Leitenden Oberstaatsanwalt Prof. Dr. Ludwig Kroiß. Als Vertreter der Feuerwehren und Rettungsdienste durfte Bernhart Kreisbrandrat Christoph Grundner und den Leiter Rettungsdienst des BRK Kreisverbands Traunstein, Hermann Schramm, begrüßen.

Ein besonderer Gruß galt den Familienangehörigen der beiden Hauptpersonen Ulrich Mayer und Martin Hammerl. Mit der Begrüßung der Dienststellenleiter der umliegenden Polizeidienststellen übergab EPHK Bernhart das Wort an Polizeipräsident Robert Kopp.

Dieser wandte sich in seiner Rede zum Amtswechsel zunächst an seinen Vorredner. Polizeipräsident Kopp dankte ihm für die einführenden Worte und für die Tatsache, dass er in der Übergangsphase die Dienststelle zur vollsten Zufriedenheit geführt hatte. Anschließend spannte Polizeipräsident Kopp den Bogen auf den, bereits Ende Januar in den Ruhestand verabschiedeten Ersten Polizeihauptkommissar a.D. Martin Hammerl. Der verheiratete, vierfache Familienvater aus dem Landkreis Altötting, war nach seinem Abitur im Jahr 1978 in den Polizeidienst eingetreten und hatte mit dem Studium an der damaligen Beamtenfachhochschule den Grundstein für seine erfolgreiche Polizeikarriere gelegt.

Nach dem Studium führte der Weg von Martin Hammerl zunächst zur Bereitschaftspolizei in Dachau, wo er in verschiedenen Ämtern Verwendung fand. Im Jahr 1983 verschlug es den damals noch jungen Polizeikommissar zur Polizeiinspektion Burghausen, wo er in der Folge 19 Jahre lang als Dienstgruppenleiter wirkte und mit seinen Kolleginnen und Kollegen für Sicherheit in der Region sorgte. Nach zwei Jahren als stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Laufen ging es für Martin Hammerl im Jahr 2004 auf der Salzach flussabwärts erneut nach Burghausen, diesmal jedoch als Leiter der damaligen Polizeistation Fahndung, heute Grenzpolizeistation.

Seit dem März 2010 bis zu seinem kürzlichen Ruhestandseintritt führte er die Polizeiinspektion Trostberg in souveräner Art und Weise und war stets ein vertrauensvoller Ansprechpartner nicht nur für Behörden und Organisationen, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger. Sein Führungsstil und seine Persönlichkeit waren bei allen Beschäftigten hoch geschätzt.

Nicht zuletzt in der Funktion als stellvertretender Verhandlungsgruppenleiter des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sammelte Martin Hammerl Erfahrungen aus 400 Einsätzen, darunter tragische Unglücke und spektakuläre, öffentlichkeitswirksame Kriminalfälle.
„Aufgrund Ihrer langjährigen Erfahrungen waren Sie bei der Erstellung von zahlreichen Konzeptionen und nicht zuletzt auch als Referent, ein sehr gefragter Kollege, der stets mit Weitblick und dem richtigen Maß handelte“, lobte der Polizeipräsident den frisch gebackenen Pensionär.

Polizeipräsident Robert Kopp wünschte Martin Hammerl für den weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute, vor allem eine stabile Gesundheit, viel schöne Zeit mit seiner Familie und Spaß bei der Ausübung seiner Hobbys.

Der neue Trostberger Dienststellenleiter ist im Polizeipräsidium bestens bekannt. Schließlich war EPHK Ulrich Mayer seit der Polizeireform im Jahr 2009 maßgeblich an der Mitgestaltung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd beteiligt und in seiner Funktion als stellvertretender Sachgebietsleiter ein enger und stets geschätzter Mitarbeiter des Polizeipräsidenten.

Der 57-jährige, im Landkreis Starnberg gebürtige Ulrich Mayer war 1982 bei der Polizei angetreten und schloss sein Studium an der Beamtenfachhochschule im Jahr 1985 ab. Nach verschiedenen Verwendungen bei Dienststellen des Polizeipräsidiums München wechselte Mayer im Jahr 2001 zur damaligen Polizeidirektion Weilheim. In der Folge war er dort bis ins Jahr 2009 als Leiter der Verfügungsgruppe der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim und der Polizeiinspektion Geretsried sowie als Sachbearbeiter in den Fachgebieten Ordnungs- und Schutzaufgaben, Kriminalitätsbekämpfung und Pressearbeit tätig.

Seine ausgeprägte Flexibilität und Bereitschaft zur Übernahme neuer Aufgaben unterstrich EPHK Mayer im Jahr 2009, als er in das neu gegründete Polizeipräsidium Oberbayern Süd wechselte. Dort stellte er seither im Sachgebiet E1, Organisation und Dienstbetrieb, aufgrund seines hohen Erfahrungsschatzes eine tragende Säule in allen organisatorischen und personalplanerischen Facetten dar. Mit den Worten, „Ihre außerordentlichen analytischen Fertigkeiten und Ihre Eigenschaft, auch sensible Themen fachgerecht zu bewerten und zu behandeln, verschafften Ihnen ein hohes Ansehen sowohl bei der Behördenleitung als auch bei den Dienststellen im gesamten Polizeiverband“, stellte der Polizeipräsident die bisher geleistete Arbeit von Ulrich Mayer in den Vordergrund.

Insofern sei die Bestellung Mayers durch das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration auf den Posten des Trostberger Dienststellenleiters aufgrund seines hohen Erfahrungsschatzes und seines hohen Ansehens folgerichtig.

Der Polizeipräsident wünschte Ulrich Mayer viel Erfolg und stets das richtige Quäntchen Glück bei der Leitung der Dienststelle, welcher die Polizeistation Traunreut nachgeordnet ist und neben den Städten Trostberg und Traunreut neun weitere Gemeinden im nördlichen Landkreis Traunstein betreut.

Im Anschluss trat Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid an das Rednerpult und überbrachte in seinem Grußwort die besten Glückwünsche aus dem Kreise der Kommunalpolitik an den pensionierten und an den neuen Dienststellenleiter.

Personalratsvorsitzender Wolfgang Ligotzky richtete ebenfalls ein kurzes Grußwort an die versammelten Gäste. Im Auftrag der Personalvertretung wünschte er Martin Hammerl einen langen Ruhestand bei bester Gesundheit und Ulrich Mayer viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.

Martin Hammerl brachte in seiner Abschiedsrede rückblickend auf 40 Jahre Polizeidienst seinen Dank an den Dienstherrn, die Kollegenschaft und vor allem an seine Familie, welche ihm stets den Rücken für seine Aufgabenerfüllung freihielt, zum Ausdruck. Seinem Nachfolger Ulrich Mayer wünschte er, dass seine gesetzten Ziele und Erwartungen in Erfüllung und er genauso gerne in die Trostberger Dienststelle gehen möge, wie er, Hammerl, fast neun Jahre lang selbst.

Ulrich Mayer freute sich in seiner Antrittsrede über seine Bestellung und bedankte sich für das entgegenbrachte Vertrauen sowie für die herzliche Aufnahme bei seiner neuen Dienststelle. Mayer versicherte den Anwesenden, dass „ich mich stets für die Belange und Anliegen der Bevölkerung, der Kollegenschaft und der benachbarten Behörden und Organisationen einsetzen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit meines Vorgängers fortführen werde“.


 

 

 

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