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20.09.2020, PP Niederbayern


Vor der Polizei geflüchtet

STADT DEGGENDORF, LANDKREISE DEGGENDORF UND REGEN. Eine filmreife Verfolgungsfahrt lieferte sich ein 19-jähriger Fahrzeugführer mit mehreren Streifenfahrzeugen der Niederbayerischen Polizei am frühen Sonntagmorgen.




Gegen 02:15 Uhr sollte in der Innenstadt von Deggendorf ein VW Polo kontrolliert werden. Der Fahrzeugführer missachtete jedoch die Anhaltsignale und fuhr mit Vollgas unter Missachtung der Verkehrsregeln davon. Die anschließende Verfolgung, bei der bis zu 11 Streifenwagen mehrerer Dienststellen und ein Polizeihubschrauber eingebunden waren, führte von Deggendorf auf der Bundesstraße 11 über Grafling, Ruhmannsfelden, zur Bundesstraße 85. Auf dieser ging es weiter in Richtung Regen. Nach Regen bei Kasberg verließ er die B85 und fuhr weiter in Richtung Kirchberg, von dort weiter über Zell bis zur Rusel und nach Deggendorf zurück. In der Schauflinger Straße gelang es einem Polizeifahrzeug, den flüchtenden Pkw zu überholen. Als die Beamten auf gleicher Höhe waren, versuchte der Fahrzeugführer des flüchtenden Pkws, diese nach links von der Straße abzudrängen. Dabei kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, der VW Polo kam ins Schleudern und fiel über eine Böschung auf zwei weitere Fahrzeuge, die in der Ulrichsberger Straße in einem Hof geparkt waren. Die vier Insassen wurden bei dem Unfall leicht verletzt, flüchteten aber zunächst zu Fuß von der Unfallstelle. Sie konnten im Rahmen der Fahndung durch die Einsatzkräfte festgenommen werden. Die eingesetzten Polizeibeamten blieben unverletzt.
Der Grund für die Verfolgungsfahrt dürfte sein, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.
An den am Unfall beteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von ca. 15.000 Euro.
Der Fahrer des Pkws muss sich nun u.a. wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten.

Im Rahmen der Verfolgungsfahrt kam es zu diversen Situationen, in denen weitere bisher unbekannte Fahrzeugführer gefährdet wurden. Diese werden gebeten, sich unter Telefon 09421/868-0 mit der sachbearbeitenden Dienststelle PI Straubing in Verbindung zu setzen.


Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, Einsatzzentrale, EPHK Wittenzellner,
Tel. 09421 / 868 - 1410
Veröffentlicht am 20.09.2020 um 10.55 Uhr


 

 

 

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