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04.06.2020, PP Niederbayern


Gewalt gegen Polizeibeamte – Bereich Niederbayern

NIEDERBAYERN. In Niederbayern kam es 2019 zu 781 Fällen von Gewalt gegen Polizeibeamte. Dies bedeutet einen Anstieg von über 19 Prozent gegenüber 2018 (656 Fälle). Die Zahl der verletzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten ging um 5 Prozent zurück.


Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Zahlen für die einzelnen Landkreise sowie für die kreisfreien Städte.

Landkreise



Kreisfreie Städte



Durch die Vorfälle waren insgesamt 1.683 Beamtinnen und Beamte betroffen (2018: 1446). Die Zahl der schwerverletzten Beamtinnen/Beamten ging von fünf auf drei zurück, auch insgesamt war ein Rückgang bei der Zahl der verletzten Beamtinnen und Beamten auf 249 (2018: 262) zu verzeichnen. Trotzdem bedeutet dies, dass fast jede(r) 8. Polizeibeamtin/Polizeibeamte in Niederbayern 2019 bei einem Angriff verletzt wurde. Größtenteils handelte es sich bei den Vorfällen um Beleidigungen (315 Fälle), Tätliche Angriffe und Körperverletzungen (282 Fälle) sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (148 Fälle).

Bei den Tatverdächtigen waren fast 88 Prozent männlich und knapp 69 Prozent aller Tatverdächtigen standen unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss. Der Anteil der Nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug etwas über 26 Prozent. Die am meisten belastete Dienststelle im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern war mit 267 Fällen die PI Landshut.

Der erhebliche Anstieg der Fallzahlen stellt eine besorgniserregende Entwicklung dar. Das Polizeipräsidium Niederbayern steuert mit verschiedenen Maßnahmen dieser Entwicklung entgegen. So wurden die Dienststellen im Präsidialbereich ab Juli 2019 sukzessive mit „Body-Cam“ ausgestattet. Bei Pilotversuchen hatte die Body-Cam eine deeskalierende Wirkung auf das polizeiliche Gegenüber, da die nach außen klar erkennbare Videoaufzeichnung offensichtlich die Hemmschwelle zu gewalttätigen Übergriffen erhöhte. Zudem wurde ab April 2019 die priorisierte Sachbearbeitung in Absprache mit den Staatsanwaltschaften umgesetzt. Diese dient dem Ziel bei besonders schweren Fällen die strafrechtliche Verfolgung nochmals zu beschleunigen und dadurch auch eine präventive Wirkung und somit mittelfristig eine Senkung der Fallzahlen zu bewirken. 2019 wurden 33 Strafanzeigen im Rahmen der priorisierten Bearbeitung den Staatsanwaltschaften vorgelegt.

Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, Pressestelle, PHK Johann Lankes, Tel. 09421/868-1012
Veröffentlicht am: 04.06.2020 um: 11:25 Uhr


 

 

 

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