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18.07.2019, PP Niederbayern


Gewalt gegen Polizeibeamte – Steigende Fallzahlen auch im Bereich Niederbayern

NIEDERBAYERN. Nachdem am Montag (08.07.2019) das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration das bayernweite Lagebild – Gewalt gegen Polizeibeamte- für 2018 veröffentlichte, gibt nun das Polizeipräsidiums Niederbayern die regionalen Zahlen bekannt.


Im gesamten Regierungsbezirk Niederbayern kam es 2018 zu 656 Fällen von Gewalt gegen Polizeibeamte. Dies bedeutet einen Anstieg von fast 10 Prozent gegenüber 2017 (598 Fälle). Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Zahlen für die einzelnen Landkreise sowie für die kreisfreien Städte (Einwohnerzahl Stand: 31.12.2017).
















Durch die Vorfälle waren insgesamt 1.444 Beamtinnen und Beamte betroffen (2017: 1338). Dabei stieg die Zahl der verletzten Beamtinnen und Beamten auf 259 an und erreichte damit seinen bisherigen Höchststand, d.h. dass fast jeder 8. Polizeibeamte in Niederbayern 2018 bei einem Angriff verletzt wurde. Größtenteils handelte es sich bei den Vorfällen um Beleidigungen (241 Fälle), Tätliche Angriffe und Körperverletzungen (257 Fälle) sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte (123 Fälle).

Bei den Tatverdächtigen waren über 86 Prozent männlich und fast 70 Prozent standen unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss. Der Anteil der Nichtdeutschen Tatverdächtigen betrug knapp 30 Prozent. Die am meisten belastete Dienststelle im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern war die PI Landshut mit 187 Fällen.

Dass dieser besorgniserregende Trend so nicht hinnehmbar ist stellt Herbert Wenzl, Präsident des Polizeipräsidiums Niederbayern, fest, „Wir müssen alles tun, um unsere Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu schützen“. Gerade dazu wird seit
15. April 2019, die priorisierte Bearbeitung von Strafanzeigen in ausgewählten Fällen von Gewalt gegen Polizeibeamte sowie Hilfs- und Rettungskräfte, flächendeckend in Absprache mit allen Staatsanwaltschaften in Niederbayern umgesetzt. Zielrichtung dieses Verfahrens ist es, eine zeitnahe Verurteilung der Tatverdächtigen herbeizuführen und damit auch einen abschreckenden Effekt zu erzielen.

Zudem wird die Niederbayerische Polizei seit Juli 2019 mit Body-Cams ausgestattet. Die Kameras sollen die Chancen auf eine eskalationsfreie Einsatzbewältigung erhöhen und dadurch einen signifikanten Beitrag zum Schutz der Einsatzkräfte leisten. Auch diese Maßnahme soll effektiv dazu beitragen, die Fallzahlen in diesem Bereich deutlich zu senken.


Medien-Kontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher, Andreas Zenger, PHK, 09421-868-1015

Veröffentlicht: 18.07.2019, 14.11 Uhr


 

 

 

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