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28.09.2020, PP Oberfranken


Länderübergreifender Sicherheitstag mit vielfältigen Einsatzmaßnahmen

OBERFRANKEN. Mit umfangreichen und vielseitigen Einsatzmaßnahmen beteiligten sich alle Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberfranken am Freitag, 25. September 2020, erfolgreich an dem dritten länderübergreifenden Sicherheitstag.


Im Zuge der existierenden Kooperationsvereinbarungen zwischen den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland fanden im März 2019 im Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken und im Oktober 2019 im Bereich der Polizeipräsidien Schwaben Nord und Schwaben Süd/West länderübergreifende Sicherheitstage mit dem Handlungsschwerpunkt „Sicherheit im öffentlichen Raum“ statt.

Für den nunmehr dritten länderübergreifenden Sicherheitstag übernahm das Polizeipräsidium Oberfranken die Konzipierung und Durchführung unter Beteiligung aller oberfränkischen Kriminal- und Schutzpolizeidienststellen.


Vielfältige Einsatzmaßnahmen zur Straftatenbekämpfung und Prävention


Im Regierungsbezirk Oberfranken fanden am Freitag, im Zeitraum von 6 Uhr bis 24 Uhr, über 100 verschiedene Einsatzmaßnahmen statt. Obgleich coronabedingt einige Aktionen, wie beispielsweise der Hubschrauber-Simulator oder die Präventionsveranstaltungen in Alten- und Pflegeheimen, nicht möglich waren, ließ sich der Großteil der vielfältigen Maßnahmen unter der Einhaltung entsprechender Hygienemaßnahmen durchführen.

So waren die Beamtinnen und Beamten bei Fahndungskontrollen im grenznahen Raum, Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen, Alkohol- und Drogenkontrollen, Maßnahmen zur Schulwegsicherung, Informations- und Präventionsständen zu verschiedensten Themen, Kontrollen von Asylbewerberunterkünften, Jugendschutz-, Rotlicht- und Gaststättenkontrollen, Fußstreifen und vielem mehr, im Einsatz.

Bei den Maßnahmen unterstützten die Bayerische Bereitschaftspolizei, die Reitergruppe Mittelfranken, das Bayerische Landeskriminalamt sowie die Sicherheitswacht, wie auch die Bundespolizei und der Zoll die oberfränkischen Polizisten. Insgesamt waren über 700 Einsatzkräfte eingesetzt.

Die Einsatzkräfte kontrollierten im Verlauf des Sicherheitstages rund 1.800 Personen, 1.200 Fahrzeuge und überprüften an die 1.700 Dokumente. Bei acht Personen erfolgte eine Festnahme bzw. Gewahrsamnahme.
Die Beamten nahmen Ermittlungen zu 38 Vergehen bzw. Verbrechen auf; insbesondere wegen Verstößen nach dem Betäubungsmittel-, Waffen- und Ausländergesetz. Auch 36 Ordnungswidrigkeiten nach dem Waffengesetz, Ausländer- und Gaststättengesetz sowie der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) stellten sie fest.
Weiterhin deckten die Einsatzkräfte sechs Verkehrsstraftaten auf und stoppten mehrere Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Sie beschlagnahmten außerdem zirka 50 Gramm Marihuana sowie kleinere Mengen Crystal, Methamphetamin und Morphin.
Rund 870 Verkehrsordnungswidrigkeiten, insbesondere Geschwindigkeitsverstöße, waren von den Beamten zu verzeichnen.
An den verschiedenen Informations- und Präventionsständen im Regierungsbezirk informierten sich etwa 1.550 Bürgerinnen und Bürger.

Der oberfränkische Polizeipräsident Alfons Schieder sowie Polizeivizepräsident Armin Schmelzer waren am Einsatztag an verschiedenen Örtlichkeiten im Regierungsbezirk vor Ort und machten sich ein Bild von den Einsätzen.


Herausragende Kontrollerfolge


An einer Kontrollstelle der Verkehrspolizei Coburg auf der Autobahn A73 entdeckten die Einsatzkräfte im Auto eines 42-Jährigen, zugriffsbereit unter dem Beifahrersitz, eine Machete sowie in dessen Rucksack eine schussbereite Pistole mit drei gefüllten Magazinen (jeweils mit 20 Schuss 9x19 mm). Der Mann war nicht im Besitz eines Waffenscheins. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft erfolgte im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen die Sicherstellung der Gegenstände.

Bei einer Geschwindigkeitsmessung der Verkehrspolizei Coburg auf der Autobahn A73 wurde ein Fahrzeugführer bei erlaubten 60 Stundenkilometern mit 157 Stundenkilometern gemessen und angezeigt.

Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth konnten im Rahmen ihrer Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen einen Fahrer aus Belarus stoppen, der in seinem Auto zwei Hundewelpen, mit dem Ziel des Weiterverkaufs, illegal nach Deutschland gebracht hatte.

Im Rahmen von Verkehrskontrollen der Polizeiinspektion Münchberg stellten die Beamten 34 Gramm Marihuana sicher.

Bei der Begehung einer Asylbewerberunterkunft in Bamberg fanden die Einsatzkräfte diverses Diebesgut, etwa eine Jacke aus einem Autoaufbruch, einen Geldbeutel mit Debitkarte sowie einen griechischen Ausweis und ein Fahrrad. Des Weiteren stellten sie Bargeld in Höhe von 1.000 Euro sowie eine geringe Menge Marihuana sicher. Insgesamt nahmen die Polizisten drei marokkanische Staatsangehörige wegen Verdachts des Diebstahl bzw. der Hehlerei vorläufig fest.

Beamte der Grenzpolizeiinspektion Selb fanden bei verschiedenen Kontrollen diverse Betäubungsmittel und gefährliche Gegenstände auf. Die Tatverdächtigen hatten unter anderem Amphetamin, Marihuana, Methamphetamin und Morphin sowie ein Pfefferspray ohne Kennzeichnung und ein Einhandmesser unerlaubt in ihrem Besitz.

Bei einem Treffen von zirka 80 Autotunern / Autoposern, die sich mit ihren etwa 50 Fahrzeugen im Bereich der Polizeiinspektion Pegnitz aufhielten, stellten die Beamten in einem Fall ein Vergehen der Trunkenheit im Verkehr und in zwei Fällen das Erlöschen der Betriebserlaubnis, aufgrund Manipulationen an der Auspuffanlage, fest.

Gaststättenkontrollen in Bamberg zogen zehn Verstöße nach der BayIfSMV nach sich, zudem acht weitere Verstöße im Bereich Bayreuth.

Von der Terrasse eines Anwesens in Forchheim wurden in den vergangenen Nächten wiederholt Gegenstände entwendet. Die Zivile Einsatzgruppe Bamberg führte gezielte Überwachungsmaßnahmen durch und konnte einen 17-jährigen Tatverdächtigen aus Forchheim festnehmen.


Begleitung des Sicherheitstages auch auf den Social Media-Kanälen ein Erfolg


Die Oberfränkische Polizei machte das umfangreiche Einsatzgeschehen auch durch eine proaktive mediale Begleitung sichtbar, um der Öffentlichkeit ein repräsentatives Bild der breit gefächerten Maßnahmen zu vermitteln.

Parallel dazu begleitete das Polizeipräsidium Oberfranken das gesamte Einsatzgeschehen unter dem Hashtag #WirzeigenEinsatz auf den Social Media-Kanälen Twitter und Facebook und startete mit dem Beginn des Sicherheitstages auch auf der Plattform Instagram.

An den Einsatzstellen wie auch über die Social Media Kanäle bekamen die Polizisten viele positive Rückmeldungen für ihre Arbeit.

Polizeipräsident Alfons Schieder zeigte sich am Ende des Sicherheitstages zufrieden: „Mit großem Engagement waren die Beamtinnen und Beamten bei den vielfältigen Einsatzmaßnahmen vor Ort aktiv und machten ihr polizeiliches Handeln so transparent wie möglich. Auch durch zahlreiche Gespräche konnten wir dazu beitragen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger in Oberfranken weiterhin sehr sicher fühlen können.“

Auch in Zukunft werden weitere länderübergreifende Sicherheitstage mit dem Handlungsschwerpunkt „Sicherheit im öffentlichen Raum“ stattfinden.



 

 

 

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