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11.01.2019, PP Oberpfalz


Ermittlungen der Kriminalpolizei Weiden zum möglichen Tod von Monika Frischholz - Erste Zwischenbilanz der Ermittlungen

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Monika Frischholz

FLOSSENBÜRG/LKR. NEUSTADT A.D. WALDNAAB. Wie bereits im Dezember berichtet, hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.Opf. die „EG Froschau“ gegründet, welche das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen 12-jährigen Monika Frischholz aufklären soll. Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass das Mädchen ermordet worden ist. Aus über 25 Hinweisen konnten bisher wertvolle neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die EG Froschau bedankt sich für die bisherige Unterstützung aus der Bevölkerung und hofft auf weitere Mitteilungen.


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Am Nachmittag des 25.05.1976, gegen 15.30 Uhr, wurde die 12-jährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg das letzte Mal lebend gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Durch verschiedene Zeugenhinweise konnte ihr Fußweg rekonstruiert werden. Aufgrund eines aktuellen Zeugenhinweises konnte der Weg nun ein Stück weiter nachvollzogen werden. Der letzte Sichtkontakt zu dem jungen Mädchen war demnach im Bereich Ortsausgang Flossenbürg auf Höhe der Abzweigung nach Waldkirch. Dort knüpft nun die weitere Suche der „EG Froschau“ an.

Die Kriminalbeamten konnten außerdem einen alten Verdacht ausräumen. 1976 gab es einen einzelnen Zeugenhinweis, dass Monika im nahegelegenen Ort Floß in ein gelbes Auto gestiegen wäre. Das Fahrzeug sei mit dem Teilkennzeichen „LÜ“ für Lüdenscheid oder Lünen versehen gewesen. Die Ermittlungsgruppe hat aktuell eine Zeugin ausfindig gemacht, welche Monika Frischholz zum Zeitpunkt ihres Verschwindens zum Verwechseln ähnlich gesehen hatte. Diese lebte zur damaligen Zeit in Floß und konnte zu dem Fall befragt werden. Nach den vorliegenden Erkenntnissen und der Zeugenaussage der Frau gehen die Ermittler davon aus, dass der Hinweis auf das Auto nicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz steht.

„Am Beispiel dieser neuen Erkenntnisse zeigt sich, wie wertvoll auch weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung für unsere Ermittlungsarbeit sind. Dank des Zeugen, kann nun der Weg von Monika bis zum ehemaligen Steinbrunnen unmittelbar vor der Abzweigung Waldkirch nachvollzogen werden. Die Beobachtungen müssen dabei nicht zwingend selbst gemacht worden sein. Wir überprüfen auch alle Hinweise vom Hörensagen.“, so Armin Bock, Leiter der Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden.

Über 25 Hinweise sind zwischenzeitlich bei der Kripo Weiden eingegangen und werden derzeit akribisch bewertet und abgearbeitet. Die Ermittler hoffen, dass es noch mehr werden. Der Appell lautet, auch vermeintlich unwichtige Informationen an die Kriminalisten zu übermitteln. Bei der Bearbeitung der bisherigen Hinweise stellten sie fest, dass sich Zeugen der Wichtigkeit ihrer Informationen oft gar nicht bewusst waren oder irrtümlich geglaubt haben, die Polizei hätte das Mitgeteilte ohnehin schon gewusst.

Die Beamten der EG Froschau ermitteln weiterhin mit Nachdruck in alle Richtungen, gehen jedoch davon aus, dass sie es mit einem oder mehreren Tätern aus der Region zu tun hat.
„Mord verjährt nie. Wir werden weiterhin alles dafür tun, den Fall doch noch aufzuklären. Monika war ein fröhliches Kind. Auch nach 42 Jahren haben es die Angehörigen und die Gesellschaft verdient, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt“ – Kriminalhauptkommissar Armin Bock, Leiter des Ermittlungsteams.

Dabei darf an die ausgesetzte und immer noch gültige Belohnung erinnert werden:
Das BLKA München setzte für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von

10.000 Euro
(in Worten: zehntausend Euro)

aus. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann für die Ermittler von großer Bedeutung sein!

Es wird um Verständnis gebeten, dass keine weiteren Details zu den neuen Erkenntnissen und den laufenden Ermittlungen bekannt gegeben werden können.

Medienkontakt: PP Oberpfalz, PHK Florian Beck, Tel.: 0941/506-1012
Veröffentlicht am: 11.01.2019 11:28 Uhr


 

 

 

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