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26.06.2015, Polizei Bayern


Keine Chance für Trickbetrüger - Neue Kooperation zwischen Sparkassen und der Polizei

rotes Feld mit Schriftzug Vorsicht Trickdiebe! Vertrauen Sie nicht einfach jedem.

MÜNCHEN, STARNBERG, INGOLSTADT. Eine neue Art der Kooperation der Polizeipräsidien München, Oberbayern Nord und Oberbayern Süd, zusammen mit der Stadtsparkasse München und der Kreissparkasse München Starnberg sowie dem Münchner Sicherheitsforum soll den Trickbetrügern das Handwerk legen.


Polizei und Sparkassen gemeinsam gegen Trickdiebstahl


Logos des Polizeipräsidium München, der Sparkasse und des Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Die „Münchner Initiative gegen Trickdiebstahl“ weitet ihre Informationskampagne zur Vorbeugung gegen Trickbetrug deutlich aus. Das Programm haben 2004 das Münchner Polizeipräsidium sowie der Förderverein „Münchner Sicherheitsforum“ (MSF) ins Leben gerufen. Nachdem sie bereits 2005 die Stadtsparkasse München als Sponsor und Partner für die notwendige Aufklärungsarbeit gewonnen haben, beteiligen sich nun auch die Kreissparkasse München Starnberg sowie die Polizeipräsidien Oberbayern Nord und Oberbayern Süd an der Initiative. Gemeinsam versuchen sie mit Sensibilisierung und Schulungen des eigenen Personals die wachsende Zahl von Trickbetrügereien einzudämmen. Das MSF organisiert und finanziert z. B. Vortragsveranstaltungen für Senioren, die von den Sicherheitsberatern des Seniorenbeirats der Landeshauptstadt München angeboten werden.


Betrüger lauern überall


Eine Hand hält einen Stempel auf dem Betrug steht. In der Mitte ein roter Punkt mit Schriftzug Polizei Notruf 110.

„Die Betrüger sind zunehmend auch außerhalb der Ballungsräume aktiv“, erklärt Karl-Ludwig Kamprath, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse München Starnberg, die Gründe für das Engagement der Kreissparkasse. Insgesamt wurden die Kriminellen 2012 im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit Schwerpunkt Ingolstadt 124mal mit Schockanrufen, sowie dem sogenannten Enkeltrick und Bekanntentrick tätig. Statistisch lässt sich ein Anstieg des Betrugs zum Nachteil von Senioren in diesem Zuständigkeitsbereich nicht feststellen. Zunehmend entwickelt sich jedoch die Schadenssumme. So wurden 2012 die Geschädigten in 28 der 74 Fälle um mindestens 5.000 Euro betrogen bei einer gesamten Schadenshöhe von knapp zwei Millionen Euro.

„Unser gemeinsames Ziel ist es, u.a. ältere Menschen zu sensibilisieren, um den skrupellosen Trickdieben und Trickbetrügern, die altersbedingte Einschränkungen der Opfer für ihre kriminellen Zwecke ganz gezielt ausnutzen, das Handwerk zu legen“, so der Münchner Polizeivizepräsident Robert Kopp. Ausgehend von. einem gleich hohen Deliktsniveau in den Jahren 2008 und 2009, war in den beiden Folgejahren ein deutlicher Ruckgang der Straftaten im Phanomenbereich Enkeltrickbetrug beim Polizeipräsidium München festzustellen. Ab Mai 2012 stiegen die Fallzahlen beim Enkeltrickbetrug prasidiumsweit massiv an. Wahrend im gesamten Jahr 2011 insgesamt 53 versuchte und 6 vollendete Taten verübt wurden, waren im Jahr 2012 insgesamt 634 Delikte zu verzeichnen, 38 davon vollendet. Die Dunkelziffer durfte indes um ein vielfaches hoher liegen. Durch die Ermittlungen des Fachkommissariats konnten 13 Tater festgenommen werden. Kriminelle verursachten im vergangenen Jahr einen Schaden von über einer Million Euro.

„Unsere Bemühungen zeigen Erfolg“, resümiert Harald Strötgen, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München. „Wir konnten in vielen Fällen verhindern, dass Menschen zu Schaden gekommen sind und ihre Ersparnisse verloren haben.“ Laut Deliktstatistik enden immer weniger Versuche für die Betrüger erfolgreich. Konnten zu Beginn der Initiative im Jahr 2003 lediglich 20 Prozent der versuchten Straftaten gegen Senioren verhindert werden, so waren es im ersten Quartal 2013 bayernweit bereits ca. 95 % im Fall des besonders perfiden „Enkeltricks“. Aufgrund der zunehmenden Präventionskampagnen in den Medien lässt sich ein deutlich gestiegenes Gefahrenbewusstsein der potentiellen Opfer und Anzeigeverhalten der Geschädigten feststellen.


Informationsmöglichkeiten / Ansprechpartner


Zusammen haben Polizei sowie Stadt- und Kreissparkasse die Informationsmaterialien überarbeitet und neu herausgegeben. Das Paket umfasst Broschüren, Plakate und Aufkleber. Die Produktionskosten für die Neuauflage der Materialien teilen sich Stadtsparkasse und Kreissparkasse je zur Hälfte. Die Broschüren liegen zum einen in den Geschäftsstellen aus und werden von der Polizei und ihren Kontaktbeamten gezielt an ältere und alleinstehende Personen auch bei Informationsveranstaltungen verteilt.
Die Aufklärungsarbeit ist fester Bestandteil der Mitarbeiterschulungen bei den beiden Sparkassen. Kundenbetreuer und Servicemitarbeiter werden regelmäßig über die aktuellen Methoden der Trickbetrüger informiert und erhalten konkrete Hinweise, wie ein Betrugsversuch vereitelt werden kann. Hilfestellung bietet ihnen dabei ein vom PP München erstelltes Informationsblatt mit konkreten Verhaltenstipps. Da die Bankangestellten als letztes Glied in der Kette den Trickbetrug verhindern können, fragen sie im Verdachtsfall bei größeren Barauszahlungen nach dem Verwendungszweck für das Geld und weisen auf die bestehende Gefahr des Trickbetrugs noch einmal anhand der Informationsmaterialien hin. Die Bankmitarbeiter zeigen außerdem Alternativen auf, um große Bargeldabhebungen sowie das Horten größerer Geldsummen zuhause entbehrlich zu machen. So soll das Risiko, durch einen Trickbetrüger zu Schaden zu kommen, minimiert werden.

In Stadt und Landkreis München stehen für weitergehende Fragen zum Trickdiebstahl neben den Polizeiinspektionen das Kommissariat 105 für Prävention und Opferschutz unter der Telefonnummer 089 2910 4444, im Landkreis Starnberg neben den Polizeiinspektionen die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle der KPI Fürstenfeldbruck unter 08141 6120 zur Verfügung.


Ansprechpartner für Ihre Fragen:
Polizeipräsidium München
Wolfgang Wenger
Telefon: 089/2910-2412

Polizeipräsidium Oberbayern Nord
Hans-Peter Kammerer
Telefon: 0841/9343-1004


Die Masche der Trickbetrüger und wie Sie sich schützen können !


 

 

 

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